Volltextsuche und SEO

Oftmals sind es genau die kleinen Mißverständnisse, die Programmierern auf der einen und Webmastern auf der anderen Seite das Leben schwer machen. Heute sorgte das Thema “Volltextsuche”, vielmehr das daraus resultierende, dem User zu präsentierende Ergebnis für beiderseits gestiegenen Blutdruck. Die Agentur geht ihrem klar definierten Auftrag nach, eine Volltextsuche über den gesamten Inhalt der Präsenz bereitzustellen und liefert ein Suchergebnis ab, mit dem ich inhaltlich extrem uneins war. Vereinfacht gesagt hat die Agentur eine Suche programmiert, die einen Artikel mit 15 mal Madonna drin von 1987 über einen Artikel von vorgestern stellt, in dem halt nur 10 mal Madonna vorkommt.

Alle Ergebnisse werden also gemäß ihrer Relevanz ausgegeben. Daran ist auch zunächst nichts schlechtes, allerdings muß man sich schon auch über die strategische Ausrichtung der Seite Gedanken machen, bevor man den Suchalgorhitmus festzurrt. Sortiert man dann nach Relevanz oder Datum? Oder nach beidem? Mit welcher Gewichtung? Dazu ein paar Überlegungen im Zeitalter von SEO und Suchmaschinen-Schreibe: Weiterlesen »

Das war ein schnelles Wochenende. Nicht, daß es bloß wiedermal viel zu schnell rumging (Zitat Thomas: “Hell-dunkel, hell-dunkel, Montag”), sondern auch physikalisch zu schnell.

Wir haben wiedermal “Klassenfahrt” gehabt, uns Freitag ganztags und ganz viel mit Strategie beschäftigt, waren aber nicht ganz ohne Hintergedanken im schönen Kerpen einquartiert. Am Samstag sollte wieder der diesjährige Schnellste im Kartfahren bei Schumachers ermittelt werden.  Wie gesagt, dieses freizeitlich anmutende Highlight galt es sich erst beruflich zu verdienen. Am Abend haben wir uns dann bei viel zu viel Alkohol und kalorienbombigem Essen erstmal warmgekegelt. “Bowl-Position” heißt da in Kerpen der Magnet für die Jugend und alle Junggebliebenen, wohl deshalb, weil man dort direkt neben der Schumacher-Kartbahn amerikanisch kegelt. Beim sogenannten Disco-Bowlen brennt da echt die Luft, Flirt-Fever ohne Gleichen, ein Potpourrie der guten Laune mit Star-DJ Günther. Besonders sexy wird es dann, wenn das Schwarzlicht angeht. Denn dann leuchten nicht nur die neonfarbenen Kugeln spektakulär auf ihrer Bahn Richtung Ziel, sondern auch die blondierten Mähnen der Golf-GTI-Beifahrerinnen und die Tops der Olgas und Natashas. Wie gesagt, ein wenig Alkohol ist schon ratsam dort…

Wohl mit jeder Menge R-OH ging es dann früh um 10 auf Michas Piste. Und die Erwartungen waren hoch, es galt schließlich, sich gegenüber der Ergebnisse von letztem Jahr zu verbessern und verlorene Positionskämpfe von letztem Mal nach wochenlanger Vorarbeit wieder aufzunehmen. Im Endeffekt ist es diesmal für mich der dritte Platz geworden. Das mag an einer deutlichen Verbesserung der persönlichen Bestleistung in puncto Höchstgeschwindigkeit und Rundenzeit gelegen haben, andererseits war diesmal das Konkurrenzfeld nach vorne noch ein klein wenig dünner als letztes Mal, wo ich fünfter wurde. Stark beeindruckt haben mich allerdings todesmutige Kolleginnnen, die mit dem Messer zwischen den Zähnen auf der Geraden bis zur letzten Sekunde Vollgas gehalten und ihren Platz auch in der Kurve wie eine Löwin verteidigt haben. Und trotz Vorwissen immerwieder das große Staunen, wie naß geschwitzt man da nach 19 Runden aus dem Kart aussteigt. Große Gaudi also und ein kleiner Blech-Pokal für’s Regal im Büro.

Am Sonntag Abend auf der Heimfahrt von meinen Eltern ging es dann leider nicht mehr so spaßig zu. Vorbemerkung: Ich fahre seit 10 Jahren regelmäßig die A3 zwischen Limburg und Köln. Nehme ich nur einmal im Monat an, so bin ich die Auffahrt von der B49 auf die A3 also mindestens 120 Mal gefahren. Ich würde sagen, ich bin sie sogar mindestens 200 Mal gefahren! Jetzt kommt leider der statistische Ausreißer: Am Sonntag ist es nicht gutgegangen. Die Auffahrt besteht aus einem Doppel-S, also rechts, links, rechts zum Beschleunigungsstreifen. Rechts ging gut, links ging gut, dann plötzlich bei wieder rechts schiebt der Leon über die Vorderachse, das Heck geht weg, ich Fuß vom Gas, Heck dreht sich nochmehr ein, zu viel Gegenlenken, der Wagen dreht sich in die andere Richtung, gegen die Fahrtrichtung, es geht jetzt rückwärts, leicht seitwärts, RUMMS, Einschlag in die Leitplanke mit dem Heck, eine halbe Sekunde später hängt die ganze Seite drin und ich komme endlich zum Stehen. -Ein wirklich unschönes Gefühl, wenn die Lichter auf der Autobahn auf einen zukommen… Der Motor lief noch, zum Glück ist dort noch eine zweite Beschleunigungsspur, Gegenverkehr kam da zum Glück grad keiner. Also Augen auf, Gang rein, Gas - nur da weg.

Ich verzichte jetzt mal auf die weiteren Details (und rege mich nicht auf, daß ich kein ESP hatte oder gar zu schnell war!), nur soviel: Ich hatte größeres Glück, denn weder mir ist was passiert außer einem gezerrten Nacken und einer gestauchten Hand, sondern auch die Reifen sind nur mäßig beschädigt worden, sodaß ich meinen sorgenden Vater wieder heimschicken konnte und selbst nach Bonn weitergefahren bin. Der Rest vom Wagen sieht allerdings bitter aus. Das Gutachten kommt zwar erst am Freitag, aber nach der Schätzung des Meisters bei VW kommt der Schaden wohl so hoch, daß ich schonmal überlegen soll, ob ich den denn überhaupt reparieren will. Der Teufel scheißt halt immer auf den dicksten Haufen!

Wie Der Spiegel hier schreibt, hat der Reifenhersteller Michelin eine Studie durchgeführt, die thematisch das Thema meiner Diplomarbeit streift. Die Frage lautete: “Welcher Reifentyp sind Sie?”. Die Studie bringt fünf scheinbar unterschiedliche Gruppen von Reifenkäufern hervor, verfehlt aber im Kern den Bezug auf den Grad der Beeinflußbarkeit der unterschiedlichen Käufer. Es scheint, als nähme man bei Michelin an, mit klassischem Marketing allein könne man neue Käufer gewinnen. Ich meine, daß es so einfach nicht ist!

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Armut?

Als ich heute meinen Vater von seiner Arbeitsstelle abgeholt habe, weil ich gerade ‘around’ war, habe ich mir doch auf einmal sehr Sorgen um meine (und unser aller, natürlich) Zukunft gemacht. Ich habe heute die Leute gesehen, die einmal meine Rente bezahlen werden. Ob mein Vater bei der Rentenkasse arbeitet? -Nein, in einer Gesamtschule, die die Leistungs- und damit auch gleichzeitig Versorgungsträger von morgen hervorzubringen bestellt ist. Meine Güte, was ein Abgrund, was ein Abschaum, welch Armut in diesem Lande. Bei 8 von 10 fragt man sich, ob die überhaupt lesen und schreiben können, 9 von 10 vermitteln den sicheren Eindruck, daß ihnen alles, aber auch wirklich restlos alles scheißegal ist, und in 10 von 10 Fällen hat man das sichere Gefühl nie so gewesen zu sein. Ich werde alt, scheint mir, und das ist auch richtig so. Aber wenn hier eine Generation berechtigterweise Angst um ihre Altersversorgung haben muß, dann meine!
Eben hat der erste seriöse Kandidat für die Nachfolge im Besitzertum meines geliebten und gehuldigten Audis angerufen. Ich bin ja mal sehr gespannt, ob der morgen hier anrauscht, und mir mit den Worten “Geile Karre” die Kohle auf den Tisch legt. Träumereien, ich weiß. Aber jeden Tag steht ein Dummer auf, sagt man ja immer, kann der bitte auch mal bei mir klingeln?
In dieser Woche im heimischen Exil versuche ich nicht nur meinen Wagen möglichst gewinnbringend zu veräußern, sondern auch mit meiner Thesis in die Puschen zu kommen. Alice war so nett, mir einen dicken Stapel Artikel zu meinem Eventuell-Thema rund um ‘Umweltschutz als Unternehmensstrategie’ (inspiring hints dearly welcome!!) mit unserem neuen und sehr sehr coolen Laserdrucker auszudrucken. Mensch, so ein Teil hätte ich mir zu Anfang des Studiums mal kaufen sollen! Ich habe sogar das Gefühl, als hätte sich dieses Schnäppchen (übrigens beim Mediamarkt in Krefeld für 149 Euro zu haben) schon nach den läppischen 3 Wochen in unserem Besitz aber mit Hardcore-Druckaufkommen ammortisiert. Geiles Teil.
Access hat mich aufgefordert, bei einem Workshop für Career-Building bei Haniel teilzunehmen. Immerhin das erste Mal in den 2 Jahren, seit ich da meinen CV eingestellt habe, daß ich direkt angemarketingt werde… Soll ich? Diplom-Arbeitsloser ist doch eigentlich auch doof. Aber eigentlich traue ich mich ja deshalb nicht, weil ich unsicher bin, ob mir Herr Boss noch paßt seit ich in Bamberg so auf die Rippen gepackt habe und noch längst nicht alles wieder runter ist…