Deutschland, deine Dichter und Denker!

kling.jpgDie Deutschen schreiben und lesen wieder! Ja ist es denn zu fassen, der Deutschen liebstes Gut und h?chster Wert erfuhr dieses Jahr eine beispiellose Renaissance. Wer nun allerdings glaubt, diese Nation h?tte sich mit Dichterf?rsten, Philosophie und Klassikern befa?t, der wird derbe entt?uscht. „An meinem 27. Geburtstag hielt ich ein ganz besonderes Geschenk in der Hand: Meinen ersten Pornoschwanz.“ So m?ssen heutzutage B?cher beginnen, um Einzug in deutsche Wohnzimmerschr?nke zu halten! Goethe, Schiller, Hesse und wie sie alle hei?en, es sei Euch post mortem eines gesagt: „Bebende Busen“ und „brennendes Verlangen“ sind heute abgemeldet, wenn sie nicht gerade in Gina Wild’s Biographie stehen.

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Satz mit X

lagern.gifAuch wenn man das im linken Bild Verbotene eigentlich den lieben langen Tag tun m?chte, ja sogar vielleicht tun sollte, ist solch ein Schild an der Lorenzkirche inmitten des bekannten N?rnberger Christkindlesmarkt zwischen Gl?hweinbuden, um die sich Busladungen von Kegelclubs, Grauen Panthern, Junggesellenabschieden, Weihnachtsfeier-feiernden Erzieherinnen und ein vollst?ndig angetretener Swingerclub aus Bochum gemeinschaftlich zur Vernichtung des hei?en Traubenabfalls zusammengerottet haben, schlicht fehl am Platze! Nochmehr m?chte man es allen Muddies und Ommies verbieten sich zu ‚lagern‘, schlie?lich blockiert so ein Tro? aus Vaddermudderkind samt Omi und mit Kinderwagen, die sich alle an den H?nden halten mehr als nur normales Weitergehen. Der Am?sement-Faktor leidet nach dem dritten Kind, das man -nat?rlich versehentlich- umgerannt hat, erheblich. Zwar weniger durch strauchelnde Vorw?rtsbewegung als viel mehr noch durch das Keifen der Besitzerin. Kommen dann noch Kinderwagenspoiler, die mit Schwung in die Hacken geparkt werden dazu, und zwangen einen unvermittelt stehenbleibende Prozessionen mit Hund links, Sohnemann rechts, Handy am Ohr und Bratapfel im Mund zum x-ten Male auf einem Zickzackkurs durch die Reihen, h?rt der Spa? auf! Neben all den Leuten, die sich im Jahresturnus zur Freakshow in N?rnberg treffen, m?ssen hier unbedingt die Buden mit ihrem gleicherma?en vergeblichen wie ?berteuertem Angebot Erw?hnung finden. Nirgends ist der Weihnachtsmarkt so sch?n wie in N?rnberg, sagt man, aber auch nirgends bieten an jeder Ecke so viele H?ndler einen derartigen Ramsch feil, da? einem die Worte fehlen. Nach dem dritten Lebkuchenstand erbarmt man sich f?r einen zugegebenerma?en exzellenten Honigkuchen, schlie?t dann aber auch die Akte „Lebkuchenst?nde“, denn man hat es dann einfach gesehen. Daran ?ndern auch die ‚Jungen Wilden‘ der Lebkuchenzunft nichts mehr, die ihre Backwerke mit den abenteuerlichsten Neon-Designs „versch?nern“. Grausam! Ein beliebter Standard, auf den man sich scheinbar echt verlassen kann, sind nat?rlich die N?rnberger Rostbratw?rstchen, auch „3 im Weckla“ genannt. Die gehen immer und ?berall. Wer in Sachen Gl?hwein seinen Horizont erweitern will, sollte unbedingt den Kinderpunsch vermeiden (denn der ist alkoholfrei), und zum Heidelbeer-Gl?hwein greifen. Der kommt ziemlich l?ssig in einem bemalten Keramikstiefel daher, f?r den es sich durchaus lohnt, auf das Pfand von 2 Euro zu pfeifen. Schlichter Wucher sind dagegen die Preise f?r jede nur erdenkliche Abart von Christbaumschmuck, egal ob Kugel oder Holzspielzeug, das ist jenseits von Gut und B?se. Umso mehr verwundern Scharen von Japanern, die halb Seiffen leerkaufen und daf?r ein Verm?gen in Yen f?r unsere doch momentan so teuren Euros hinbl?ttern. ?berhaupt nerven diese Menschen sowieso erheblich, sie kommen gleich auf Platz 2 hinter den omnipr?senten US-Soldaten. Ich bitte sehr um Vergebung, aber wer mit 5 T?ten Ramsch an den Armen und 2 Kameras um den Hals nach einer l?cherlichen Tasse Gl?hwein hackestramm ist, der hat in so einem Irrenhaus nichts verloren! Oder bin ich es, der da fehl am Platz ist? -Kann gut sein, denn das w?rde meine jahrelange, sich aber mildernde Allergie gegen Menschenaufl?ufe dieser Art erkl?ren! Deswegen fl?chteten Alice und ich uns nach einer Zeit, die wir psychisch wie physisch f?r angemessen hielten in die N?rnberger Einkaufsstra?en. Leider war auch dieses Bestreben, die letzten noch fehlenden Geschenke zu besorgen, nicht von Erfolg gekr?nt, soda? wir nach einem letzten Versuch, das Ultimative am N?rnberger Christkindlesmarkt zu entdecken, in die U-Bahn stiegen und zu unserem Park&Ride-Parkplatz gondelten. (?brigens sehr zu empfehlen!)
Andere Baustelle: Mein Prof f?r Konsumentenverhalten hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich frohlockte doch schon seit Wochen, da? ich dieses Jahr zum ersten Mal seit X Jahren keine Klausur rund um meinen Geburtstag zu schreiben habe… Guess what! -Am 18ten Dezember ?ffne ich nicht nur ein weiteres T?rchen in Alices tollem Adventskalender, nein, ich werde auch einen Pr?fungsbogen aufschlagen und in einer Stunde plus 30 Minuten Erasmus-Bonus versuchen, 3 ECTS klarzumachen. Meine G?te, was weihnachtet es mir!

Fr?her war alles besser!

Schwerm?tig wird man schon ein bi?chen, wenn man die Lokalit?t der Wahl betritt, und feststellt, da? man gerade in der Sekunde des Erscheinens den Altersdurchschnitt der bei der Festivit?t Anwesenden um nicht blo? die zweite Stelle nach dem Komma angehoben hat. Fr?her war dieses Erlebnis zumeist den ?30-ern (lese: ?ber 30) vorbehalten, heute trifft es einen schon mit 25.

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Hey there! In two hours from now, I will be sitting in the train to Charleroi where Ryanair is going to pick me up to bring me to Dublin in exchange for Euros. If everything goes smoothly, I will have plenty of time at this big and interesting Charleroi airport (h? h?), but would you trust Belgian public transportation? See, me neither! So I take one train earlier in order to avoid any stress since I am forcing myself to look at my trip as if it was holidays. I really need „Tapetenwechsel“ as we would call it in German, some odd feeling of not being able to feel well in one’s 4 walls anymore. Especially after the tests, which went quite ok I think. Weather forecasts are bad to really bad for continental Europe in the next days, so hopefully the weather in Dublin will be the complete opposite. I really wanna see the ‚green‘ exposed to phatt sunlight. Must be marvelous. Another thing radically removing barriers to travel nowadays is the Internet. I was really astonished to find myself with really ALL information I could possibly need for my journey in less than two hours. I even have a map of the arrival area in Dublin, and therefore know where the toilets are… for example ;). The website of the Belgian Railways turned out to be really informative as well. But they didn’t bother to put travel-related information like maintenance-work, which apparently is the no. 1 reason for late trains in Belgium, in languages other than french. Really handy. Apart from that, there is still one variable left, namely, whether they speak Dutch or English at the Vis? train station, where I need to buy a combined, reduced ticket, including a roundtrip Vis? – Charleroi and the bus transport to the airport. Nice, and only 22 Euros. — My suitcase is full, and full here means a level where I think I would not be troubled by the nice ladies at the boarding desk who will weigh my luggage. Last time we managed to trick them and save Alice a fortune for her suitcase was almost double the weight she was allowed to carry, but I am not sure if I can lift the tablet of the scale again without someone noticing. By the way, I tried this trick also in the supermarket yesterday and got 3 apples for the price of one. Drie halen, 1 betalen! Yes, this is the only effective means against price increases. — I am getting nervous here. Dunno why exactly. Simply a certain, let’s call it respect of air transport will always remain. I am not afraid of flying, surely not, but you can never be sure that everybody contributing to such a flight has done his/her homework, if you know what I mean. After all, you are in the air, and if shit happens, you can only blame Newton for inventing gravitation ;). — Anyways. I am really look forward to seeing Alice and having some nice days in Dublin with broadenig my horizon. Should I not return, you know, I love you all. — I will blog you upon return!

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