PubCon 2008 Las Vegas – 3 Highlights

Die letzten drei Tage habe ich mich auf der PubCon 2008 rumgetrieben. (Ja, Geschäftsreisen nach Amerika zu sogenannten “industry-leading online marketing conferences” sind eine tolle Sache, aber wenn man in Las Vegas den ganzen Tag ohne Tageslicht Vorträgen lauscht und nur mittags zum Auftauen an die Sonne kommt, ist das nicht immer nur die reine Freude, vom Jetlag mal ganz abgesehen.)

Drei Sachen finde ich über meinen langen Notizenzettel hinaus erwähnenswert:

  1. Matt Cutts, das Gesicht von Google, hat wieder zu seinen Jüngern gesprochen. Und ich war live dabei, als er in einer sogenannten Clinic-Session die Hotelbuchungs-Seite eines Menschen aus Belize auseinandernahm und folgender, fast unübertreffbarer Spruch in Richtung des Betreibers fiel:

    You know, find yourself two people -you can call them site-buddies or whatever- who look over your site once in a while and tell you things like “you might wanna add another i to Hawai in the site title.”

  2. Ein weiterer Spruch mit Weltklasse-Niveau kam von einem anderen Spezi:

    Look you gotta understand, the site title is not a wishlist you compile and send out to Santa for all the things you want for christmas.

    Spitze! Das erzähl ich nach meiner Rückkehr meinen Kollegen auch.

  3. Ein bekannter Betreiber eines bekannten deutschsprachigen Webmaster- und SEO-Podcast hat mir was erklärt:

    Naja, wir sind ja auch eher auf dem Blackhat-Level unterwegs.

    Aha. *lach*

Volltextsuche und SEO

Oftmals sind es genau die kleinen Mißverständnisse, die Programmierern auf der einen und Webmastern auf der anderen Seite das Leben schwer machen. Heute sorgte das Thema “Volltextsuche”, vielmehr das daraus resultierende, dem User zu präsentierende Ergebnis für beiderseits gestiegenen Blutdruck. Die Agentur geht ihrem klar definierten Auftrag nach, eine Volltextsuche über den gesamten Inhalt der Präsenz bereitzustellen und liefert ein Suchergebnis ab, mit dem ich inhaltlich extrem uneins war. Vereinfacht gesagt hat die Agentur eine Suche programmiert, die einen Artikel mit 15 mal Madonna drin von 1987 über einen Artikel von vorgestern stellt, in dem halt nur 10 mal Madonna vorkommt.

Alle Ergebnisse werden also gemäß ihrer Relevanz ausgegeben. Daran ist auch zunächst nichts schlechtes, allerdings muß man sich schon auch über die strategische Ausrichtung der Seite Gedanken machen, bevor man den Suchalgorhitmus festzurrt. Sortiert man dann nach Relevanz oder Datum? Oder nach beidem? Mit welcher Gewichtung? Dazu ein paar Überlegungen im Zeitalter von SEO und Suchmaschinen-Schreibe: Weiterlesen »

Olympia? Wo denn?

Mal ehrlich: Schaut dieses Mal überhaupt jemand Olympia? Verzeihung, “die olympischen Spiele” natürlich! Olympia ist ein Ort und eine Olympiade die Zeit zwischen zwei Olympischen Spielen… soviel Zeit muß sein.

Ich erwische die Spiele eigentlich auch nur abends in den letzten Zuckungen oder in der Zusammenfassung – und dank der ausgeprägten Pressefreiheit in China sehen wir ja ohnehin jeden neuen Schwimm-Weltrekord zeitverzögert. Aber das wird genauso an der langen Leitung von China liegen, wie eben besagte Schwimmrekorde an den neuen Badeanzügen. Alles Nepp, da kann mein Idol Michael Albatross Gross tausendmal anderer Meinung sein! Denn was ARD und ZDF für die Verarschungsgebühren in die erste Reihe liefern, hat wirklich extrem wenig Unterhaltungswert. Und Youtube ist auch ein weichgespülter Verein geworden: Die zensieren permanent dieses Video von dem armen Gewichtsheber, dem bei 148 Kilo… ach, seht lieber selbst.

Aufgefallen ist mir nur, daß die olympischen Spiele wirklich noch den einzigen Grund darstellen, Breitensportarten wie Wasserball im Fernsehen zu übertragen. Und dann regnet es auch noch dauernd! Früher hatten die Kommunisten das alles besser im Griff: Strahlender Sonnenschein auf verstrahlte Landschaften. (“Bitte nur bis zum Zaun gehen!”) Kein Wunder, daß sogar der Hambüchen vorbeigreift, der wird vor lauter Smog die Stange nicht gesehen haben! Aber gut, wir haben bisher keinen wirklichen Grund zu unken, immerhin sind wir dritter im Gesamtranking. Und das will was heißen, wenn China dreimal soviele Goldmedallien hat wie wir, die aber eben auch 12einhalb mal soviele Menschen haben. Na, wer war da wohl effizienter, hm?

Alle sind bester Laune, das ist doch die Hauptsache! Und da find ich es einfach eine Frechheit, sich wegen dem bißchen Krieg in Georgien die Stimmung versauen zu lassen!

Wieviele Medaillen holt Deutschland in Peking?

  • Weniger als China (54%, 7 Stimmen)
  • Mehr als 1980 und 1948 zusammen (23%, 3 Stimmen)
  • Wo ist Peking? (15%, 2 Stimmen)
  • 426 (8%, 1 Stimmen)

Teilnemer: 13

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Hint: Die Google-Medaillenfunktion

Wegwerfadresse mit Yahoo Mail

Ich mache keinen Hehl daraus, daß mir immer mehr Gründe einfallen, weshalb ich Yahoo ganz klar Google vorzuziehen hätte. Einer davon liegt -schon wieder- bei Yahoo Mail. Dort kann man sich Wegwerfadressen anlegen, die einem in sein normales Yahoo-Postfach zugestellt werden. Auf Wunsch sortiert Yahoo die Mails der jeweiligen Wegwerfadressen in eigene Ordner ein. Natürlich wird auch der Spamfilter auf Wegwerfadressen angewendet. Logisch, denn eine E-Mail Adresse wird ja meist erst dann zur Wegwerfadresse, wenn sich regelmäßig Tonnen von Spam darauf einfinden.

So geht’s:

  1. Wer noch kein Yahoo-Account hat, besorge sich eines. Auf @yahoo gibt es eine lange Liste Endungen zur Auswahl. Wer stylisher und 2nulliger unterwegs sein möchte -oder wer seinen Alias mit dem bisherigen @yahoo.??? nicht mehr bekommen hat-, dem sei geraten, sich jetzt bei Yahoo seinen Alias mit @ymail.com zu sichern. Sprachlich ist diese Domain zwar nicht ganz so geschickt wie gmail, aber sei’s drum. (“Y mail? -I just give you a call!”)
  2. Im “neuen” YahooMail Kontrollzentrum ist das Feature Wegwerfadressen noch nicht implementiert, man muß also oben rechts in die Classic-Version wechseln.
  3. Unter Optionen > Mail findet man schließlich den Wizard für die Erstellung der Wegwerfadressen.
  4. Im Schritt 1 wählt man einen neuen Alias, der nichts mit der eigenen Yahoo-ID zu tun hat. Beispiel: Bienemaja.
  5. Schritt 2: An Bienemaja kommt jetzt noch ein Zusatzwort dran. Also: Wegwerfalias-Zusatzwort@yahoo.com ergibt dann unsere Wegwerfadresse. Das Zusatzwort kann sinnvoller Weise den Verwendungszweck der Adresse bezeichnen. So weiß man später genau, wo man diese Wegwerfadresse eingesetzt hat. Beispiel: bienemaja-buntebildchen@yahoo.com.
  6. Als letzen Schritt kann ich nun entscheiden, ob die Mails in meinen Posteingang oder einen besonderen Ordner zugestellt werden sollen. Außerdem kann man sie farblich markieren. Nice! Optional kann man noch Filter einrichten oder SpamGuard ausschalten. Endgültig interessant werden dürfte die Yahoo Wegwerfadresse dadurch, daß man bei Bedarf auch von ihr Mails versenden kann.

Was tut denn nun der Traumdieb damit? -Nun, dadurch, daß ich beruflich bedingt einen brutale Menge E-Mail Newsletter abonnieren, analysieren und wieder abbestellen muß, ist der Bedarf an frischen, unbenutzten E-Mail-Adressen, auf die garantiert noch nichts anderes angemeldet wurde, höher als beim Durschnittsmenschen. Aber: Wer gerne Newsletter per E-Mail bekommt oder sich für einen Freebie-Zugang schnell per E-Mail anmelden muß, der kann sich mit den Yahoo-Wegwerfadressen bequem eine übersichtliche und verwaltungstechnisch beherrschbare Ordnung einrichten, die es ihm und ihr erlaubt,

  • jeden Newsletter in einen separaten Ordner laufen zu lassen,
  • anonyme Abos ohne Bezug auf die private E-Mail Adresse zu bestellen,
  • dennoch alles unter nur einer Adresse zu lesen und zu verwalten,
  • die unendlichen Speicherplatz bietet und von überall erreichbar ist,
  • und die Wegwerfadressen ganz einfach zu löschen, wenn man sie nicht mehr braucht oder will.

Vorbei sind also die Zeiten, wo man sich auf seinen privaten Webspace 27 verschiedene Accounts angelegt hat, die dann alle im Outlook eingebunden werden wollten. Noch dazu muß man sich auch nie wieder von E-Mail Newslettern abmelden, man löscht einfach die Adresse und läßt die Mails bouncen. -Ich bin überzeugt, einmal mehr von Yahoo.

Welchen Webmailer nutzt Du hauptsächlich?

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China Hotel

Was hatten sich die Organisatoren blo? dabei gedacht: Museumsmeilenfest in Bonn, noch dazu an einem Sonntag, Hinz und Kunz auf den F??en, um mal schnell 3 Strahlen Sonne abzukriegen und die China-Ausstellung mit altchinesischen Grabfunden zu besichtigen. F?r umme, versteht sich.
Drumherum hat man sich auf beiden Flanken viel M?he gegeben, ein Rahmenprogramm zu pr?sentieren: Linker Hand eines dieser typischen “Familienfeste”: W?rstchen, Crepes, Fanta mit Strohhalm, Kinderwagen, Buden, allerlei Spielger?t – Spielen und L?rmen nicht blo? erlaubt, sondern Kern, Sinn und Zweck der Veranstaltung. Sch?tzungsweise 2 Millionen Kinder und exponential mehr Erwachsene machten Gebrauch von diesem Angebot. Auf der anderen Seite des Museums sind auch jede Menge Kinder, sch?tzungsweise 4 Millionen, darunter nur einige Erwachsene, das Durchschnittsalter liegt bei 12-13.
Ich will es gar nicht spannender als n?tig machen, die Rede ist klar von einer min?tlich wachsenden Warteschlange zum Tokio Hotel-Konzert in Bonn. (Was mir allein diese Verwendung von “Tokio Hotel” bei Google bringt, macht mich fertig!) Da stehen diese Kinder seit morgens 8 in der Reihe an, umh?llt von W?rmefolie, damit sie in ihren Minishirts und H?ftg?rteln nicht blau frieren, bis das Konzert am Abend anf?ngt, und halten selbstgebastelte “Bill”- und “Tom”-Plakate oder einfach die letzte Bravo hoch. Zur Pflichtausr?stung geh?rt au?erdem ein “Bill”- oder “Tom”-Schriftzug mit Lippenstift oder Kajal auf dem Gesicht. Nebenbei: Wenn ich bei Tokio Hotel spielen w?rde und nicht Bill oder Tom hie?e, ich m??te mir ernsthaft Gedanken um meine Wirkung auf meine Zielgruppe machen! Einige Kinder haben sich dann auch noch als Bill verkleidet und gestylt. V?llig geschlechtsneutral, wie das Original.
Was mich ja in der Hauptsache “nur” zum intensiven Kopfsch?tteln angeregte und in Verst?ndnislosigkeit ?ber die Jugend von heute sinnierend hinterlassen hat, war f?r meinen Vater ganz klar Marktforschung und vielleicht auch mal ein erfrischendes Erlebnis dahingehend, da? er v?llig beruhigt sein kann dar?ber, da? andernorts die Kidz offensichtlich genauso bekloppt sind wie die, die er zum Lernen anzuregen hat. Also an den schreienden Hordern vorbei, rein ins Museum und dann drinnen China, drau?en Tokio.
Kleiner Ortswechsel f?r eine Randbemerkung: K?ln. Diese Stadt ist ein einziger Container, so kommt es einem vor. Eine gigantische Sch?rfstelle f?r Castingopfer. Ich habe mich immer gefragt, wo diese ganzen Spacken hergeholt werden, die nachmittags bei Oli Geissen und Co drinsitzen, die in den Container oder Dschungel gehen, zu denen die Super-Nanny nach Hause kommt, oder die in Doku-Soaps a la “Unser Baumarkt” mitspielen. Die bittere Wahrheit ist: Die kommen alle aus K?ln und/oder Umgebung. So, jetzt isses raus. Und wer es nicht glaubt, der soll einfach mal zum Shoppen in diese grauenvolle Stadt fahren und da nur 10 min Leute beobachten und derem Talk zuh?ren. Kleine Kostprobe gef?llig? “Ey, isch hatt grat nen Descha-W?.” -”En wat? -Du, isch kann doch kein Franz?sisch!”

Hahn… Loch… Stopfen?

Auf die blo?e Gefahr hin, da? sich ab morgen die Welt ?ndert, nutze ich die heutige Gelegenheit, um mal wieder was zu Byte zu bringen. Das liegt nicht wirklich daran, da? einer meiner Arbeitskollegen heute dem Dienstwagen von Otto Graf Lambsdorff hinten drauf geschallert ist, und ich das so als politischen Aufh?nger nutzen k?nnte. Noch dazu an einem so denkw?rdigen Tage, an dem die Uhren sich nun angeblich anders zu drehen begonnen haben, nur weil Frau Merkel nun Frau Bundeskanzler hei?t. Oder Bundeskanzlerin? -Grausame Vorstellung, sich nur noch durch Phrasen wie “Eure Exzellenz” in Sicherheit wiegen zu k?nnen. Daran hat wohl keiner gedacht, als Merkel zur Debatte stand. ?brigens schreiben unsere amerikanischen Kooperationspartner die neue Kanzlerin konsequent “Merkle”, analog dazu einer der Kollegen immer “Googel” statt Google.
Aber gut, wenn sich die Ereignisse seit Wochen nur so ?berschlagen, werden die eigenen Erlebnisse pl?tzlich wesentlich unspektakul?rer. Eigentlich ist es auch gef?hlsm??ig ein bi?chen viel f?r ein Jahr. Also so ?hnlich wie es drau?en gerade gef?hlte minus 10 sind, tats?chlich aber nur minus 4. Papst werden, Kanzlerin werden, Deutschland sein… Also ich finde ja, das reicht f?r dieses Jahr. Man soll ja sein Pulver nicht auf einmal verschie?en, daf?r hat Angie mit uns Deutschl?ndern ja noch so einiges vor. Damit wir bisher aber nicht die Lust am Matriachat verlieren, gibt es die Steuererh?hungen erstmalig in 2007, bis dahin l?uft sicher noch viel Wasser den Rhein und die Spree runter. Apropos Rhein: Fr?her w?re Schr?der jetzt mit seinem Hofstaat nach Bonn gegangen und h?tte dort im Wasserwerk die Republik neu ausgerufen! Aber was macht er stattdessen? -Handtuch werfen, Waffen strecken, F??e hoch legen. Gut, wenn man es sich verdient hat, schlecht, wenn man noch was vor hatte.
Aber was hilft das ganze Lamentieren, es ist unterm Strich ja doch eher so, da? nur sicher ist, da? ich hier gerade sitze. R?rup oder Riester, privat oder betrieblich, besteuert oder unbesteuert – klar ist nur, da? dieses Land ganz schnell seine Vollkasko-Mentalit?t ablegen mu?, sonst werden wohl viele bald ein langes Gesicht machen. Die Zeiten ?ndern sich eben, und ich wei?, da? ich mich beeilen mu?, wenn ich nochmal einen automobilen Traum verwirklichen will. Sonst ist irgendwann Hybrid- oder Gasantrieb unter Aerodynamik-Karosse anstelle von 6-Zylinder und Chrom angesagt. Und mal ehrlich: Wer kann ein Auto wollen, von dem man nichts h?rt? Das ist wie alkoholfreies Bier…
Hab ich schon erw?hnt, da? ich ein “Gelber” bin? -Damit schlage ich nicht etwa den Bogen zum Anfang zur?ck, nein, ich wurde f?r eine schier unglaubliche Tagesgage analysiert. Soll hei?en, ich habe einen Fragebogen mit ca. 40 geschlossenen Fragen angekreuzt und ein allem Anschein nach renommierter Management-Berater hat meinen Bogen dann durch ein Programm gejagt und mir die aus Textbausteinen zusammengeklebte Berichtmappe dann feierlich vorgestellt. Zun?chst die gute Nachricht: Ich geh?re zu den “Guten”, was immer das auch hei?en mag. Die schlechte: Ich hab keine Ahnung mehr, wie “ehrlich” ich den Bogen dieses Gurus ausgef?llt habe. Bei der Besprechung suchte ich h?nderingend nach dem Namen von dem “Chacka”-Hansel aus Holland, um mich ein wenig von dem “das ist super” und “machen Sie weiter so” abzulenken. Emil Rattelband hei?t der, das fiel mir dann abends doch noch beim Tomatenschneiden ein. Aber was hei?t nun Gelb? Erstmal nix Schlimmes, soviel ist sicher, denn after all hoffe ich, da? mir doch etwas mehr Pers?nlichkeit und Charakter innewohnt, als man ihn mit einer noch so vollen Datenbank mit Textbausteinen beschreiben k?nnte. Offiziell, also nach Carl Jung, dem Erfinder des dem Insights-Konzept zu Grunde liegenden psychoanalytischen Ansatzes, bin ich als Gelber folgendes:

Inspiratoren sind extravertiert und gesellig und suchen ein angenehmes soziales Umfeld, in dem sie Kontakte kn?pfen und erhalten k?nnen. Sie sind f?hig, in anderen Begeisterung f?r eine Sache zu wecken und unterhalten ein ausgedehntes Netzwerk an Kontakten, das eine gute Grundlage f?r ihre Gesch?fte bildet. Gesellschaftlich gewandt, schliessen sie leicht Freundschaften und ?berwerfen sich mit anderen nur selten ernsthaft. Sie sind verbal geschickt und verkaufen ihre eigenen Ideen gut und wecken dabei Begeisterung in anderen.

Meine sprachliche Gewandtheit kommt in Wahrheit daher, da? ich samstags, wenn mir langweilig ist, in Baum?rkte gehe und mir von Verk?ufern neue Vokabeln beibringen lasse. So wie diesen Samstag, wo ich meinen Grundwortschatz um ein neues Wort erweitern konnte, nachdem ich in bester Dingsda-Manier auf einen Sanit?rfachverk?ufer zuging und nach einem “Chromdeckel f?r das zweite Loch in der Sp?le, also das, was nicht gebraucht wird” fragte. Sich in sicherer ?berlegenheit w?hnend (und darum auch f?r einen Moment unglaublich arrogant grinsend) stolzierte er zum betreffenden Regal und holte dem d?mlichen Akademiker mit einem gezielten Griff das Gew?nschte aus dem Regal. “Hier” sagte er, “es hei?t so, wie es tut: Ein Hahnlochstopfen.”

Schizo!

Wer ein aus mehr als 20 Sections auf mehr als 110 Seiten bestehendes, in 4 Vor-, 7 Haupt- und 8 Nachkaptiel untergliedertes, 112+ Seiten, 3700+ Abs?tze, 30000+ W?rter und 165000+ Zeichen z?hlendes Dokument in Micro$oft Word 2003 ?ber 8 Monate bearbeitet hat und dar?ber noch nicht schwachsinnig geworden ist, der beginnt an Wunderheilung zu glauben, wenn das marktf?hrende Textverarbeitungsprogramm 3 Tage vor Abgabe das komplette Layout zerhackst?ckelt und wirklich alles an Formatierung und Nummerierung zerst?rt und sich nicht wieder dazu bringen l??t, den alten Zustand herzustellen, daf?r aber am n?chsten Morgen pl?tzlich gerne dazu bereit ist. -Ich f?hle mich in 386er Zeiten zur?ckversetzt! [Mum, what's 386? -Look it up on Google!]
Um es in anderen Worten zu sagen: Word ist der allergr??te Schund, den Bill Gates jemals unters Volk gebracht hat, ja eine Beleidigung an den Homo erectus! Da? dieses Produkt mit einem Marktanteil von >90% weltweit tagt?glich unz?hlige Menschen unsanktioniert um den Verstand bringen darf, spricht einmal mehr daf?r, da? die Vorstellung von Markteffizienz eben doch nur graue Theorie zu sein scheint, und die Dummheit und Bequemlichkeit der Menschen die Welt zu dem macht, was sie heute ist.
To do (falls ich mal ?ber Software zu entscheiden haben sollte): Word blacklisten!

Kein Gold

Auch wenn unsere olympioniken Pappnasen bis dato eher die Peinlichkeitsliste als den Medaillenspiegel anf?hren (sogar Holland ist vor uns!), macht Olympia doch hin und wieder Spa?. Freilich nicht, wenn VL und MH daf?r ausfallen, aber im mittleren Durchschnitt ist das doch recht brauchbar, was wir da ansehen k?nnen. Obgleich mich die Coverage des Deutschen Fernsehens jeden Tag wieder aufs Neue fertig zu machen droht: Soviel D?nnschi? wie da w?hrend einer Wettkampf?bertragung gesabbert wird, ist schon fast ein Grund, auf “mute” zu stellen. Alice und ich fragen uns gar des ?fteren, ob die da die selben Bilder sehen wie wir, wenn auf einmal Franzi “gaaanz vorne dabei” ist. -Aber gut, ich m?chte deren Job auch nicht machen m?ssen, mu? man doch begr?ndete Angst haben, einer Schwimmerin mit so einem Kreuz und diesen Oberarmen nach einem verkackten Wettkampf die Frage zu stellen, ob denn vielleicht das Geprahle in Richtung Gold angemessen war. Autsch. Ich h?tte dem ja grad eine gewatscht. Aber immer fair bleiben, und nicht wie diese Ober-Zicke auf ihrem Drahtesel als Dank f?r Silber erstmal den ganz und gar unfemininen Stinkefinger in die Kameras gehalten hat. Tse. Ich dachte, das seien alles Amateure! Ein Effenberg kann sich sowas-auch finanziell-leisten, aber die?! Gl?cklicherweise haben die den Totalversager Ullrich nicht mehr interviewed. Zumindest hab ich nichts dergleichen gesehen. Diese Ober-Schnarchnase! Erst vergeigt er die “Tur de Frangs” (sein O-Ton), und dann hier so ein grottiger, zweistelliger Platz. Alles nicht schlimm, w?rde er nicht nur so reden wie Lance Armstrong, sondern auch so fahren! Da wird ein Ullrich geh?tschelt und get?tschelt, bekommt wahrscheinlich einen ganzen Stab griechischer Nymphen abgestellt, eine f?r’s linke Bein, eine f?r’s rechte, eine f?r dazwischen – und schon ist der Burschi au?er Form! Ich frage mal provokant: War er denn jemals in Form seit seinem letzten Tour-Sieg? L?cherlich, dieser Heini! Ich w?rde den morgens nur noch mit’m Rad f?r die Mannschaft Br?tchen holen fahren lassen. Aber das ist meine, wie immer unbedeutende Meinung.