Männer-Magazine

Endlich! Wir Männer dürfen uns nun offiziell besser verstanden fühlen. Gruner + Jahr beglückt die Stehpinkler unter uns in wenigen Tagen mit gleich drei neuen Magazintiteln. Für echte Kerle. Naja, beinahe zumindest, schließlich wird hier kein Rad neu erfunden. Alle Titel sind quasi Abklatsch von Formaten, die für Frauen längst so gemacht wurden. Aber auch diese Tatsache, daß wir Männer von den Verlagen nicht für voll genommen wurden, ist ja nichts neues: Ein Mann ist ja schließlich mit dem barbusigen Girl auf Seite 1 zufrieden, was braucht der denn mehr?

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Stinker!

Heute, nach einunddreißigeinhalb Jahren, weiß ich endlich ein wenig besser, was unsere Eltern damit meinten, als sie uns stets ermahnten, uns anständig zu benehmen, denn unser Verhalten fiele nämlich auf sie zurück.

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Bei diesem Wetter gibt’s kein Halten mehr, da zieht’s einfach jeden nach draußen. Muttervatterkinderomaopahund, egal ob se wollen oder nicht, heute wird gewandert! Mal was zusammen machen, so in Familie und so. ‚Papa kauft dir auch eine Wurst, wenn wir da sind. Jaha, und ne Fanta.‘

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Also eigentlich kann man ja nur hoffen, daß Obama wirklich das Rennen macht. Allein schon wegen Frau Palin. Findet auch Matt Damon:

gefunden auf: azurblau.de

Thomas Gottschalk is ne Wurst!

Wetten, daß ich das sicherste Indiz habe, daß Thomas Gottschalk ne Wurst ist? -Genau: Gestern Abend hat er es selbst eindrucksvoll der ganzen Fernsehnation bewiesen! Die Rede ist hier nicht von einer der schlechtesten „Wetten daß…“ Sendungen aller Zeiten -das hat gute Tradition: jede neue Sendung ist automatisch wieder die neue schlechteste Sendung aller Zeiten- , nein, gestern hat der Thommy es richtig krachen lassen und hat sich, wie es einer guten Nürnberger Wurst halt bestens zu Gesicht steht, in Senf tunken lassen. Ein wahrer Höhepunkt öffentlich-rechtlicher Premium-Unterhaltung!

Da fühlst du dich als Zuschauer gut, weißt du doch, daß die gezahlten Verarschungsgebühren nicht auf Liechtensteiner Konten die Aufmerksamkeit der Steuerfahnder erregen können, im Puff von Aufsichtsräten versoffen werden oder als Bürgschaft für bankrotte Immobilienfinanzierer draufgehen. Obwohl, genug der Lästerei: Hätte der Gottschalk nicht Selma Hayek und ihre Premium-Brüste einladen (und diese dann später nach verlorener Wette im extraweiten Dirndl-Dekolleté öffentlich-rechtlich gemacht), wären die Quoten sicher schon beim zum Vergessen schlechten Auftritt von Atze Schröder im Arsch gewesen. Und auch Karl Lagerfeld ist immer eine gute Wahl, wenn die ZDF-Couch sonst vor Langeweile durchzuhängen droht. Denn so hatte Sylvie van der Vaart auch endlich jemanden, mit dem sie ihr mäßig sensationelles Kleid besprechen konnte, nachdem ihr Selma Hayek mit ihrem Eintreffen endgültig die Show gestohlen hatte und fortan Gottschalk über die Rocky Mountains anstatt das Fichtelgebirge witzelte.

Na was solls: Niveau ist eben keine Hautcreme.

Produktmanagement in der Praxis
DAS ist die Realität! -Und dafür hab ich mal studiert ;)

Das war ein schnelles Wochenende. Nicht, daß es bloß wiedermal viel zu schnell rumging (Zitat Thomas: „Hell-dunkel, hell-dunkel, Montag“), sondern auch physikalisch zu schnell.

Wir haben wiedermal „Klassenfahrt“ gehabt, uns Freitag ganztags und ganz viel mit Strategie beschäftigt, waren aber nicht ganz ohne Hintergedanken im schönen Kerpen einquartiert. Am Samstag sollte wieder der diesjährige Schnellste im Kartfahren bei Schumachers ermittelt werden.  Wie gesagt, dieses freizeitlich anmutende Highlight galt es sich erst beruflich zu verdienen. Am Abend haben wir uns dann bei viel zu viel Alkohol und kalorienbombigem Essen erstmal warmgekegelt. „Bowl-Position“ heißt da in Kerpen der Magnet für die Jugend und alle Junggebliebenen, wohl deshalb, weil man dort direkt neben der Schumacher-Kartbahn amerikanisch kegelt. Beim sogenannten Disco-Bowlen brennt da echt die Luft, Flirt-Fever ohne Gleichen, ein Potpourrie der guten Laune mit Star-DJ Günther. Besonders sexy wird es dann, wenn das Schwarzlicht angeht. Denn dann leuchten nicht nur die neonfarbenen Kugeln spektakulär auf ihrer Bahn Richtung Ziel, sondern auch die blondierten Mähnen der Golf-GTI-Beifahrerinnen und die Tops der Olgas und Natashas. Wie gesagt, ein wenig Alkohol ist schon ratsam dort…

Wohl mit jeder Menge R-OH ging es dann früh um 10 auf Michas Piste. Und die Erwartungen waren hoch, es galt schließlich, sich gegenüber der Ergebnisse von letztem Jahr zu verbessern und verlorene Positionskämpfe von letztem Mal nach wochenlanger Vorarbeit wieder aufzunehmen. Im Endeffekt ist es diesmal für mich der dritte Platz geworden. Das mag an einer deutlichen Verbesserung der persönlichen Bestleistung in puncto Höchstgeschwindigkeit und Rundenzeit gelegen haben, andererseits war diesmal das Konkurrenzfeld nach vorne noch ein klein wenig dünner als letztes Mal, wo ich fünfter wurde. Stark beeindruckt haben mich allerdings todesmutige Kolleginnnen, die mit dem Messer zwischen den Zähnen auf der Geraden bis zur letzten Sekunde Vollgas gehalten und ihren Platz auch in der Kurve wie eine Löwin verteidigt haben. Und trotz Vorwissen immerwieder das große Staunen, wie naß geschwitzt man da nach 19 Runden aus dem Kart aussteigt. Große Gaudi also und ein kleiner Blech-Pokal für’s Regal im Büro.

Am Sonntag Abend auf der Heimfahrt von meinen Eltern ging es dann leider nicht mehr so spaßig zu. Vorbemerkung: Ich fahre seit 10 Jahren regelmäßig die A3 zwischen Limburg und Köln. Nehme ich nur einmal im Monat an, so bin ich die Auffahrt von der B49 auf die A3 also mindestens 120 Mal gefahren. Ich würde sagen, ich bin sie sogar mindestens 200 Mal gefahren! Jetzt kommt leider der statistische Ausreißer: Am Sonntag ist es nicht gutgegangen. Die Auffahrt besteht aus einem Doppel-S, also rechts, links, rechts zum Beschleunigungsstreifen. Rechts ging gut, links ging gut, dann plötzlich bei wieder rechts schiebt der Leon über die Vorderachse, das Heck geht weg, ich Fuß vom Gas, Heck dreht sich nochmehr ein, zu viel Gegenlenken, der Wagen dreht sich in die andere Richtung, gegen die Fahrtrichtung, es geht jetzt rückwärts, leicht seitwärts, RUMMS, Einschlag in die Leitplanke mit dem Heck, eine halbe Sekunde später hängt die ganze Seite drin und ich komme endlich zum Stehen. -Ein wirklich unschönes Gefühl, wenn die Lichter auf der Autobahn auf einen zukommen… Der Motor lief noch, zum Glück ist dort noch eine zweite Beschleunigungsspur, Gegenverkehr kam da zum Glück grad keiner. Also Augen auf, Gang rein, Gas – nur da weg.

Ich verzichte jetzt mal auf die weiteren Details (und rege mich nicht auf, daß ich kein ESP hatte oder gar zu schnell war!), nur soviel: Ich hatte größeres Glück, denn weder mir ist was passiert außer einem gezerrten Nacken und einer gestauchten Hand, sondern auch die Reifen sind nur mäßig beschädigt worden, sodaß ich meinen sorgenden Vater wieder heimschicken konnte und selbst nach Bonn weitergefahren bin. Der Rest vom Wagen sieht allerdings bitter aus. Das Gutachten kommt zwar erst am Freitag, aber nach der Schätzung des Meisters bei VW kommt der Schaden wohl so hoch, daß ich schonmal überlegen soll, ob ich den denn überhaupt reparieren will. Der Teufel scheißt halt immer auf den dicksten Haufen!

So langsam wird es Zeit -auch für notorische Fußball-Muffel wie mich-, die schwarz-rot-gold Gimmicks aufzurüsten und mich auf die EM vorzubereiten. So hat eben ein Spielplan-Poster seinen Platz an der Wand im Büro gefunden, und den EM-Spielplan habe ich im Outlook, dem Handy und dem iPod synchronisiert. Von einer Fahne am Auto sollte man angesichts der momentanen Spritpreise absehen, was aber nicht heißt, daß man mit der Flagge so umgehen sollte, wie diese Gehirnspender hier.

Ob das dieses Mal dann auch wieder ein Sommermärchen werden wird, überlasse ich lieber Sönke Wortmann als Jogi Löw. Klar, daß ich unseren Jungs trotzdem die Daumen halte, was ich im folgenden Bilderrätsel mal schnell visualisiert habe:

EM 2008 Deutschland

Alle Jahre wieder

Der Segen einer Studentenstadt liegt manchmal auch sehr nahe an dessen Seuche. Wieder ist ein Jahr rum, mann, verdammt schnell ging das. Mein Verbindungsidioten-Nachbar und ich reden noch immer nicht mehr als das N?tigste miteinander, also mu? der Groll doch recht tief sitzen. Erinnern wir uns: Seine Horden sind bei uns eingefallen, raubten und brandschatzten und hinterlie?en etwas, was diesem Vokabular folgend im verkleinerten Ma?stab gut mit ‚verbrannter Erde‘ bezeichnet werden kann. Heuer ist es wieder soweit, diese Stadt und ihre nicht-involvierten Bewohner m?ssen die Krankheit ertragen, die die Verbindungen einmal im Jahr auf „die Neuen“ loslassen: die INKOM.
Inkom, das ist wie Diarrh?, Husten, Schnupfen, Ohr- und Zahnschmerzen gleichzeitig. Das klebrige, gelbe Sekret sind all die, die dieser Virus befallen hat. Fast wie bei Stephen King glaubt man nicht nur dem Ausnahmezustand gegen?berzustehen, sondern auch daran, da? alle anderen irgendwie Zombies sind, vor denen man sich besser gut h?ten sollte.
Pilgernd ziehen sie gen Mecc(a), sich alle supi kennenzulernen w?hrend man ohne R?cksicht auf kollaterale Sch?den oder v?llige Verbl?dung mit asozialem Verhalten als Resultat sich betrinkt. Ach nein, ich verga? schon wieder! Hier hat dieser Zustand ja einen Namen, ja eine eigene Vokabel: gezellig!
Morgen fr?h werden wieder dutzende Studenten von dieser fiesen Pl?rre, die man bei den traditionsreichen Festivit?ten ausschenkt, schier unendliche Kopfschmerzen haben. Andere werden zwischen stark reinigungsbed?rftigen Laken entweder in ihrem eigenen Erbrochenen oder mit einer im n?chternen Zustand h?chst widerw?rtigen Person, die man vor 8 Stunden nichtmal kannte, geschweigedenn h?tte kennen wollen, aufwachen. Hier ist die Frage erlaubt, welches das ?blere ?bel ist. Kondome wird man zum Gl?ck in den Welcome-Packs verteilen – allerdings erreichen die meisten eh nicht ihre Bestimmung. Diese ‚gezelligen‘ M?chtegern-Erwachsenen werden 1001 Anwendung daf?r finden: Egal ob ?berdenkopfziehenundaufblasen, Autoantennendekoration, oder mit Wasser gef?llt zum ach so witzigen Rumwerfen. Klasse.
Den Deutschen Studi erkennt man auf 50 Metern auch noch mit 8 Promille und verbundenen Augen. Nicht, da? wirklich jeder dieser Tage seine Eltern dabei haben zu scheint, nein, noch nie ist es mir so deutlich gewesen, wie sehr sich Optik, Haptik und ?berhaupt das ganze Audio-Visuelle von den niederl?ndischen Spa?machern unterscheidet. Damit meine ich nichtmal die Trekking-Sandalen, Eastpack-Rucks?cke und Salewa-Allwetterjacken, die aus dem Golf IV mit D?sseldorfer, K?lner oder Aachener Kennzeichen aussteigen und gleich so einen gewissen pfadfinderischen Ehrgeiz an den Tag zu legen scheinen, wie man sich denn nun hier, im Ausland!, wohl am geschicktesten bewegt. Und wohin vor allem. Andere tauschen im Dialog auch brandhei?e Neuigkeiten ?ber die „in-come“ aus. S??, ausgesprochen goldig, sowas. Hach ja, wir waren auch mal jung…
All das geht aber dieses Jahr nicht vonstatten, ohne da? das Wetter als mein extrapolierter, hoch empor gehaltene Mittelfinger fungiert, der meine Ansprache, Willkommensbotschaft und Mitteilung an diese ganzen Gehirnspender ist, die ab heute 4 Tage Narrenfreiheit mit Hirnausschalten gebucht haben und darum meinen, die Stadt geh?re ihnen: Es gie?t zeitweise in Str?men! Nein Freunde, in Wahrheit geh?rt Ihr dieser Stadt, und es wird ein verdammt langer und anstrengender Weg, bis sie Euch wieder in die Realit?t erbricht. Wehe dem, der sich bei der S?ure und Peristaltik, die ihn/sie in den kommenden Jahren erwartet, nicht besser ein dickes Fell zulegt.

PS: Nicht vergessen, mir in die Comments zu schreiben, da? ich ja nur neidisch auf ein richtiges Studentenleben mit exzessiven Exzessen, l?sternen Gel?sten, l?cherlichen Lachnummern, freundlichen Freunden, und nat?rlich -nicht zu vergessen- lebenswertem Leben bin!

Schade Deutschland…

… alles ist vorbei! -Und mit dem hochkar?tigen Untergang gestern gegen unsere neuen EU-Br?der h?rt hoffentlich auch das ganze Dummgesabber rund um unsere 11 in diesem Zirkus in Portugal auf. Schlecht gespielt haben diese j?mmerlichen und ?berbezahlten Waschlappen, weiter nix! Respekt vor dem Gegner, von mir aus, aber Angst? Eine wahrhaft bemitleidenswerte Vorstellung war das gestern, und man sollte besser sagen, da? sie verdient nach Hause fahren. Wer sich so derma?en na?macht, wenn er in Ballbesitz dem gegnerischen Strafraum n?her kommt, aber dann erst noch sein Kaffeest?ckchen auspackt und einen Latte schl?rft, bei dem er schriftlich ein Ersuchen, ein Tor schie?en zu d?rfen, einreicht, bevor hier der Designerschuh das Leder streichelt und selbiges dem feindlichen Torwart direkt in die Arme zu bugsieren, dem ist einfach nicht mehr zu helfen! Bis dahin haben die Tschechen zweimal ihre Trikots getauscht und treten frisch geduscht in die Defensive! Da ist kein Zidane, der vor dem die gegnerische Abwehr Angst hat, wenn er nur angelaufen kommt und der deswegen immer kurzen Proze? mit ihr macht. Da ist auch kein Rooney, den alle erstmal f?r einen Hooligan halten, der sich irgendwie auf den Platz gemogelt hat, und man dann leider viel zu sp?t erkennt, da? der ja tats?chlich ein echtes Trikot anhat, mit seiner Nummer drauf. Bums, Tor – und das ist richtig so! -Aber bei uns? Ein Olli Kahn, den diese Wichte vor dem Tor allein lassen, weil der n?chste Latte bereitsteht, oder ein Ballack, der nur dann ein Tor schie?en kann, wenn seine Frisur richtig sitzt. Ein Schneider, der die H?tte einfach null trifft, aber immer richtig steht, und ein Schweinsteiger, der alles will, aber wenns drauf ankommt mit 34 Gegenspielern alleingelassen wird. Aber eines ist richtig schade, n?mlich da? „uns Rudi“ seinen Hut nimmt. Der kann am allerwenigsten daf?r, wenn seine Sch?tzlinge es einfach nicht bringen.
Richtig dumm an der gestrigen Niederlage ist ja blo?, da? die Holl?nder ihren Willen bekommen haben. Ich bleib dabei Alex, dieser Nistelrooy ist der Ober-Unsympath, f?r dessen Ausscheiden sich in jedem Fall eine rote Karte lohnt. Nur gut, da? wir Holland nicht nach Hause geschickt haben, sonst m??te man hier zu Lande wieder Angst um sein Auto haben, weil die Gehirnspender in diesem Land es einfach nicht checken, was ein sportlicher Wettstreit ist. Aber is klar, die Sache mit den Radios und Fahrr?dern geh?rt wenn nicht im Stadion dann wenigstens an deutschen Autos ausgetragen. Bravo van Nistelidiot, wenigstens mit dem Bullshit bleibst Du mir in Erinnerung!
Die gute Nachricht des Tages ist ganz anderer Natur: Ich war bei meinem Supervisor, der mein Thema super-interessant findet und mir ergo das OK zum Loslegen gegeben hat. Und das ganz ohne Fu?ball-Kommentar…

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