Shout, shout, let it all out!
Geschrieben in Weblog am 21. Juli 2004 0 Kommentare »
Gegen?ber, in der anderen H?userreihe, schreit sich eine frustrierte Loverin den Ha? gegen?ber ihres Lovers von der Seele. Ganz frei heraus br?llt sie, was ihre Lungen hergeben, als g?be es kein Morgen mehr, da ihren Typen zusammen. W?ren die beiden nun in einem Partnerschaftsseminar w?rde jetzt ein wei?haariger Guru, bestimmt ein ?berbleibsel aus der 68er-Zeit, ihnen ermutigende Worte wie “la? alles raus! ja, gut so! schrei es dir von der seele! wirf ballast ab!” zurufen und sie anfeuern. nachdem dieser selbsternannte seminarleiter dann an den obligatorischen “Vers?hnungsfick” erinnert h?tte, h?tte die Runde bestehend aus anderen Paaren begeistert geklatscht und ein gesch?ftiges gegenseitiges Umarmen h?tte begonnen. Wenn, ja wenn die beiden in einem Seminar gewesen w?ren. Waren sie aber nicht! Sie waren in meiner verschissenen Neighborhood bei offenem Fenster derart am Br?llen, da? ich nur darauf gewartet habe, bis ein Schu? f?llt und einer nicht mehr mitbr?llt! Nicht, da? das Spektakel nur 2 Minuten gedauert h?tte und dann einer w?tend das Feld ger?umt h?tte, neeeiiin, das zog sich den gesamten Nachmittag. Ein Fremder k?nnte sich wundern, wie man ohne Gesangsausbildung so lange und so laut br?llen kann, aber wer hier die Stimmen der M?dels nach 3 Jahren Verbindungs-Karriere und entsprechend vielen und intensiven Saufgelagen kennt, den wundert das nicht mehr. Der gemeine Holl?nder ist halt gern etwas lauter und legt keinen Wert darauf, seine Lautst?rke f?r sich zu behalten, im Gegenteil, er ist so gro?z?gig, sie mit allen anderen zu teilen. Was ist das nur f?r ein Land hier?
Mein bekloppter Mitbewohner macht es mir auch nicht gerade leicht, dieser Tage gute Worte f?r seine Landsleute zu finden. Mila sagt ja, aus seinem Zimmer kommt immer so ein komischer Gestank, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Das wundert mich ehrlichgesagt kein bi?chen, denn seine Definition von Sauberkeit unterliegt klar der eines Wildschweines. Er war mit dem Putzen dran. Putzen: Eine T?tigkeit, die der S?uberung dient. Es steht au?er Frage, da? man das auf verschiedene Arten machen kann, aber eine dreckige Toilette durch Saugen des Flures zu reinigen halte ich ehrlichgesagt f?r ausgeschlossen. Effektiver ist dagegen sein -scheinbar angeborener- Ansatz, den Boden mit Baumwollsocken zu s?ubern. Dumm daran ist nur, da? er dabei die Socken anhat. [ekel-mode]Sorry, aber wer bitte geht in einem Studentenhaus, wo st?ndig irgendwelche Grobmotoriker neben das Klo pissen, nur mit Socken an den F??en auf’s Klo?[/ekel-mode] Nee nee, unbeschreiblich, echt wahr. Wenn das seine gelebte Interpretation von Sauberkeit ist, dann will ich um keinen Preis wissen, wie es in seinen Unterhosen aussieht!
Wenn ich sowas hier immerwieder mitansehen mu?, altere ich innerhalb von Sekunden um 40 Jahre und werde zum Oberspie?er. Traurig aber wahr: Ich ertrage diese mir entgegengebrachte Ignoranz und Dummheit nur noch sehr begrenzt.
Die Deutschen schreiben und lesen wieder! Ja ist es denn zu fassen, der Deutschen liebstes Gut und h?chster Wert erfuhr dieses Jahr eine beispiellose Renaissance. Wer nun allerdings glaubt, diese Nation h?tte sich mit Dichterf?rsten, Philosophie und Klassikern befa?t, der wird derbe entt?uscht. “An meinem 27. Geburtstag hielt ich ein ganz besonderes Geschenk in der Hand: Meinen ersten Pornoschwanz.” So m?ssen heutzutage B?cher beginnen, um Einzug in deutsche Wohnzimmerschr?nke zu halten! Goethe, Schiller, Hesse und wie sie alle hei?en, es sei Euch post mortem eines gesagt: “Bebende Busen” und “brennendes Verlangen” sind heute abgemeldet, wenn sie nicht gerade in Gina Wild’s Biographie stehen.
Auch wenn man das im linken Bild Verbotene eigentlich den lieben langen Tag tun m?chte, ja sogar vielleicht tun sollte, ist solch ein Schild an der Lorenzkirche inmitten des bekannten