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	<title>Traumdieb.com &#187; Kamera</title>
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	<description>Anachronistisch &#38; impulsiv schreibt hier der Traumdieb</description>
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		<title>Gewonnen! oder: Der entscheidende Moment</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 14:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe vor einiger Zeit bei einem Contest auf Kwerfeldein, dem sagenhaft guten Digitalfotografie-Blog von Martin Gommel, mitgemacht. In dem Contest ging es um den entscheidenden Moment (pers&#246;nlich oder technisch) in der Fotografie. Ich hab das dort so dargestellt: Viele “entscheidende Momente” in der Photographie stehen schon hier. Der entscheidenste Moment f&#252;r mich allerdings war [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe vor einiger Zeit bei einem <a title="Kwerfeldein Contest Der entscheidende Moment" href="http://kwerfeldein.de/index.php/2008/08/20/der-entscheidende-moment-eine-blogparade-mit-preisen/" target="_blank">Contest auf Kwerfeldein</a>, dem sagenhaft guten Digitalfotografie-Blog von Martin Gommel, mitgemacht. In dem Contest ging es um den entscheidenden Moment (pers&#246;nlich oder technisch) in der Fotografie. Ich hab das dort so dargestellt:</p>
<blockquote><p>Viele “entscheidende Momente” in der Photographie stehen schon hier. Der entscheidenste Moment f&#252;r mich allerdings war der Erwerb meiner ersten digitalen Kamera.<br />
Warum? -Ganz einfach: Ab diesem Tage gab es nur noch den vollen Speicherchip oder leeren Akku als nat&#252;rliche, knappe Ressourcen bei der Aus&#252;bung von etwas, das ich heute als eines meiner wichtigsten Hobbies bezeichne. Zu Schul- und Studiumszeiten, wo Geld leider kein nachwachsender Rohstoff ist, habe ich sicher viel zu viele Bilder NICHT gemacht. Die Digitalfotografie hat in diesem Punkt meine Welt f&#252;r immer ver&#228;ndert: Heute fotografiere ich was ich will, wo ich will und vor allem so oft ich will. Denn ich entscheide, wie oft ich ein Bild vor Ort mache bis es so ist, wie ich es will, und nicht mehr mein Geldbeutel. Der “entscheidende Moment” ist also die Freiheit &#8211; und Freiheit d&#252;rfte f&#252;r k&#252;nstlerisches Schaffen das wichtigste sein.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827326923?ie=UTF8&amp;tag=traumdiebcom-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3827326923"><img class="alignleft size-full wp-image-282" style="float: left;" title="Der entscheidende Moment" src="http://www.traumdieb.com/wordpress/wp-content/uploads/51ztjh71eel_sl160_.jpg" alt="Der entscheidende Moment" width="159" height="160" /></a>Gro&#223;e Worte, ich wei&#223;. Aber so ist es halt. Tja, und vor einigen Tagen erreichte mich die Nachricht, da&#223; ich gewonnen habe. Ich erinnerte mich schon gar nicht mehr genau daran, denn <a title="highresolutiontextures.com" href="http://www.highresolutiontextures.com" target="_blank">Alex</a> schickt mir jede Woche mindestens einen Tipp, wo gerade mal wieder grell teure, aber supergute Fachb&#252;cher zum Thema Webdesign, Kommunikation oder eben Fotografie verlost werden. Da kann man schon den &#220;berblick verlieren. Umso mehr hat es mich gefreut und echt vom Stuhl gehauen, da&#223; ich <a title="Der entscheidende Moment" href="http://www.amazon.de/dp/3827326923?tag=traumdiebcom-21&amp;camp=2514&amp;creative=9362&amp;link_code=as3" target="_blank">dieses affengeile Buch von Joe McNally </a>gewonnen habe, das im Original-Titel &#8222;The moment it clicks&#8220; hei&#223;t, und &#252;berall nur extrem gute Kritiken geholt hat. Freu mich schon drauf, damit <a title="Traumdieb's Photoblog" href="http://photos.traumdieb.com" target="_blank">mein Photoblog</a> wieder mehr hochwertiges Futter bekommt!</p>
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		<title>Bilder und Galerie mit Resize f&#252;r WordPress</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jun 2008 22:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich ja neulich nicht nur meinen Blog sondern auch den meiner lieben Schwester auf WordPress migriert habe, bestand nun in der frisch eingel&#228;uteten &#196;ra nach Blogger die Notwendigkeit, meiner Schwester eine gute L&#246;sung f&#252;r das Pr&#228;sentieren von Bildern auf Ihrer Seite bereitzustellen. Dazu habe ich mich auf die Suche nach geeigneten WordPress Plugins f&#252;r [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich ja neulich nicht nur meinen Blog sondern auch den <a title="Dr. Nini's Welt" href="http://nini.traumdieb.com" target="_blank">meiner lieben Schwester</a> auf WordPress migriert habe, bestand nun in der frisch eingel&#228;uteten &#196;ra nach Blogger die Notwendigkeit, meiner Schwester eine gute L&#246;sung f&#252;r das Pr&#228;sentieren von Bildern auf Ihrer Seite bereitzustellen. Dazu habe ich mich auf die Suche nach geeigneten WordPress Plugins f&#252;r Bilder gemacht.</p>
<p><span id="more-265"></span></p>
<p>Die <strong>Anforderungen</strong> waren relativ klar:</p>
<ol>
<li><strong>keinen Code h&#228;ndisch</strong> in den Post einpflegen m&#252;ssen, um das gew&#252;nschte Ergebnis zu erzielen</li>
<li><strong>Einzelbild </strong>ist Pflicht, <strong>Galerie-Darstellung</strong> ein nice-to-have</li>
<li>Output der Bilder in voller Gr&#246;&#223;e á la <strong>Lightbox</strong> oder einem der vielen Derivate</li>
<li>wenn von unterwegs -quasi direkt von der Speicherkarte der Kamera- gebloggt werden soll, mu&#223; das anzeigte Bild <strong>on the fly</strong> und ohne weitere Software auf dem Server kleingerechnet oder beschnitten werden k&#246;nnen (<strong>crop &amp; resize</strong>)</li>
</ol>
<p><a title="WordPress Plugins Bilder/Images" href="http://wordpress.org/extend/plugins/tags/images" target="_blank">Plugins f&#252;r Bilder gibt es f&#252;r WordPress viele</a>, aber wie das richtige finden? Alle ausprobieren ist sicher nicht der Weg der Wahl. <a title="Alex' high resolution textures" href="http://www.highresolutiontextures.com" target="_blank">Alex</a> empfahl mir daher zun&#228;chst <a title="NextGEN Gallery" href="http://alexrabe.boelinger.com/wordpress-plugins/nextgen-gallery/" target="_blank">NextGEN Gallery</a>. Die Installation ist einfach, und das Plugin f&#252;gt sich gut in die Optionen des Backend ein.</p>
<p>NextGEN Gallery ist unglaublich m&#228;chtig: Der Upload (einzeln, Batch, als Zip oder per Ordner) wird organisiert als Galerie, Album oder Einzelbild, wobei ein Album in der Regel mehrere Galerien enthalten kann, um diese thematisch separat anzulegen, sie dann aber im Album vereint darstellen zu k&#246;nnen. Angezeigt wird dann im Post entweder ein einzelnes Thumbnail oder eben die Thumbs der Galerie bzw. des Albums. Bei Klick &#246;ffnet sich im Stil von Lightbox dann das Bild in voller Gr&#246;&#223;e, auf Wunsch mit Caption und Slideshow. Zu den interessanten Funktionen geh&#246;rt aber ohne Zweifel die M&#246;glichkeit, die Bilder mit einem frei gestaltbaren Watermark zu versehen und sie im Sidebar-Widget als Slideshow mit Zufallsfunktion und nicht allzu albernen Blendeffekten anzuzeigen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Sehr interessantes und vielseitiges Plugin. Genial f&#252;r gr&#246;&#223;ere Galerien, aber fast schon ein wenig too much, wenn es einfach nur um Einzelbilder geht. Au&#223;erdem erf&#252;llt es Kriterium 4 nicht, da die hochgeladenen Originalbilder in der GreaseBox-Ansicht nur skaliert anzeigt werden, also bei naturbelassenen DSLR-Fotos mehrere MB pro Bild geladen werden m&#252;&#223;ten.</p>
<p>Also googelte ich weiter und stie&#223; auf den <a title="Imagemanager" href="http://www.soderlind.no/archives/2006/01/03/imagemanager-20/" target="_blank">Imagemanager</a>. Einige Plugins mehr verfolgen den selben Ansatz, z.B. <a title="Flexible Upload" href="http://wordpress.org/extend/plugins/flexible-upload/" target="_blank">Flexible Upload</a>, allerdings kann der Imagemanager noch ein wenig mehr. Freies Croppen zum Beispiel, und den Upload und die Verwaltung der Bilder sehr sch&#246;n und unfangreich darstellen. An Optionen mangelt es dort jedenfalls nicht! Ein Bild wird in einen zuvor erstellten bzw. freigegebenen Ordner auf dem Server hochgeladen (Dateiberechtigungen beachten!). Dort kann man es frei skalieren, croppen und mit beliebiger Kompression und wenn gew&#252;nscht anderem Dateinamen abspeichern. Dann wird daraus ein Thumbnail sowie der nach Vorgaben und Style-Angaben der Code f&#252;r den Post generiert und automatisch eingestellt. Auch das Watermark-Tool l&#228;&#223;t das Plugin nicht vermissen. Einziges Manko: Die Thumbnail-Gr&#246;&#223;e mu&#223; in den Optionen vorher festgelegt werden.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Sp&#228;tenstens mit der Kombination der beiden Plugins ist man vorz&#252;glich ausgestattet. So macht Bilder posten Spa&#223;! -Und ich habe jetzt auch deutlich weniger Hemmungen, <a title="Traumdieb's Photoblog" href="http://photos.traumdieb.com" target="_blank">meinen Photoblog</a> eventuell auch auf WordPress umzustellen. Denn die Anzahl brauchbarer Bilder-Plugins ist bei WordPress nunmal uneinholbar h&#246;her als bei <a title="Pixelpost" href="http://www.pixelpost.org" target="_blank">Pixelpost</a>, was ich bisher einsetze.</p>
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		<title>Kampf der Kulturen</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 03:02:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch 5einhalb Stunden sind es bis Miami, und offen gestanden m?chte man angesichts des durchaus als &#8222;w?rzig&#8220; zu subsummierenden Geruches in der von meiner Lieblings-Airline betriebenen Boeing 747 am liebsten nur noch in einen komat?sen Schlaf fallen oder aber sich mehr von der edlen Brause oder dem vergorenen Traubensaft aus der Boardk?che holen. Kommt auf&#8217;s [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Noch 5einhalb Stunden sind es bis Miami, und offen gestanden m?chte man angesichts des durchaus als &#8222;w?rzig&#8220; zu subsummierenden Geruches in der von meiner Lieblings-Airline betriebenen Boeing 747 am liebsten nur noch in einen komat?sen Schlaf fallen oder aber sich mehr von der edlen Brause oder dem vergorenen Traubensaft aus der Boardk?che holen. Kommt auf&#8217;s gleiche raus: <strong>Ausschalten oder zumindest Dimmen der Wahrnehmungsreize</strong>.<br />
Eine geschlagene Stunde hat es gedauert, bis endlich jeder seinen Platz hatte. Etwas befremdlich ist das schon, denn meine Platznummer haben die von der Lufthansa mit beim Einchecken freundlicherweise gleich mit aufs Ticket gedruckt &#8211; die ahnten wohl, da? ich lieber am Schalter ?ber meinen Sitzplatz verhandle als an Board. Da wurde munter umdisponiert, als ginge es um Hotelzimmer oder das Erbteil. &#8222;Ja aber mein Mann sitzt jetzt da hinten&#8220;, &#8222;Ich habe einen Gangplatz gebucht!&#8220;, &#8222;Nein, ich stehe hier ?berhaupt nicht mehr auf!&#8220;, &#8222;Es zieht hier so&#8220;, &#8222;Haben Sie noch einen Notausgang?&#8220; -und dazwischen die Herren und Damen in der Uniform mit dem Kranich, mit Engelsgeduld &#8222;Macht es Ihnen etwas aus, wenn&#8230;?&#8220; Ja, offensichtlich macht es den meisten sehr wohl etwas aus. Da treffen die Kulturen aufeinander. Keine 10 min sitze ich in diesem Flieger und schon habe ich mindestens f?nf Sprachen geh?rt.<br />
Da ist Rodriguez (ich habe nat?rlich keine Ahnung wie der Mann hei?t, er ist jedenfalls totsicher ein Hispanic). Der hat den iPod auf den Ohren und wohl f?r den langen Flug extra <strong>seine pers?nlichen Greatest Hits</strong> draufgepackt. Jedenfalls intoniert er v?llig unbeeindruckt von den anderen 100 Passagieren in unserem Kabinenabschnitt &#8222;ohhhh Mariaaaa, Mariaaaaa&#8230;.&#8220; &#8211; mu? ja ne ganz dolle sein, denn entweder hat er den Player auf Dauerwiederholung und jedes Lied handelt von Maria. Der spricht also Spanisch. Und Englisch, wie er seinem Sitznachbarn, der eigentlich nur versucht, seine Computerzeitung zu lesen, eindrucksvoll in kurzweiligen Plaudereien zu demonstrieren versucht. Er geizt dabei nicht mit K?rpersprache, schlie?lich ist man auf 10300m und mit nur 10cm Schwei?dr?senabstand quasi Familie.<br />
Vorne sitzt eine asiatische Mutter mit asiatischen Kindern. Die schlafen, was es nicht besser macht, da? mir beim ?ffnen des Zeitungsfaches ?ber ihnen die ganze Wochenauslage frischer Hochglanzmagazine entgegenkommt und unsanft auf ihrer Famile niederprasselt. Ich entschuldige mich h?flich, schlie?lich ist es mir saupeinlich, da? gerade <strong>die GQ, das schwerste und am solidesten gebundene Magazin</strong>, ihrem J?ngsten mit der Bindekante auf den Kopf gefallen ist. Hilft nix, da mu? er durch, und ihren Schimpfanfall auf einer Sprache, von der ich sicher nichtmal geh?rt habe, kann daran auch nichts mehr ?ndern. Von wegen, Asiaten seien so tempered. Bei den Bambini h?rt es wohl auf. Italiener sitzen schr?g vor mir, haben Rastas respektive verfilzte Haare, sind unrasiert respektive ungewaschen und schlafen. Das &#8222;wie immer&#8220; verkneife ich mir jetzt nicht, denn wann immer ich junge Italiener reisen sehe, sehen die genau so aus: verlottert, verzottelt und garantiert noch nicht unterm Wasser gewesen heute.<br />
Vor mir sitzt ein Finne mit seiner Frau. Wir m?gen uns ab Sekunde eins schon nicht. Sowas gibts: Da steht man in der Security und hat nur einen Gedanken: <strong>Hoffentlich sitzt das Arschloch nicht neben mir!</strong> Tut er nicht, super, daf?r sitzt er vor mir. Und da kann er mich noch viel besser ?rgern. Hat wie ich sein Notebook offen und werkelt an einem Text, der sehr viele Jahreszalen enth?lt. Wie gesagt, ich halte ihn f?r einen Arsch, denn er stopft dauernd seine Decke und sein Kissen unter seinen Sitz, also zu meinen F??en. St?rt ihn gar nicht, findet er wohl normal. Gut, soll er sie haben, die Limburger! Er fliegt ?brigens mit permanent nach hinten geklapptem Sitz. Das sorgt daf?r, da? ich kaum aus meinem Sitz rauskomme, geschweigedenn meinen Text auf dem Bildschirm lesen kann, denn die Tastatur habe ich fast am Kinn. Also jetzt ?bertrieben gesprochen, aber so ?hnlich. Kann ich was daf?r, da? seine Frau 10 Jahre ?lter aussieht als er? Warum l??t er das an mir aus? Weil dieses Brett von Model-Italo-Spanierin mich beim Reinkommen angeschaut hat, w?hrend sie ihre Sitznummer gesucht hat? Immerhin war ich es nicht, der <strong>besagter Hammerfrau eine gef?hlte halbe Stunde auf den Arsch geschaut</strong> hat!<br />
Ein Hammer ist auch das Paar neben mir. Warum hab ich immer so ein Pech? Letztes Mal das Ehepaar, das mich mit Keksen gef?ttert hat und ?ber die ich aus Faulheit vergessen habe zu schreiben. Er Marke Erdkunde-Lehrer, in Sandalen mit Socken, stilsicher kombiniert mit Trekking-Hose und Angler-Weste, dazu eine historische No-Name Japan-Kamera, wahrscheinlich <strong>ein Vorkriegsmodell, seit anderthalb Generationen in Famlienbesitz</strong>, verpackt und zuhause in einer soliden Ledertasche, an der ein ebenso solides Taschen-Stativ baumelt. Die Kamera wird sogar vor meinen Augen eingesetzt, mit einer 50mm Standard-Optik ans beschlagene und gefrostete Flugzeugfenster gehalten, um Impressionen von New York bei Nacht auf Film zu bannen. Blende richtig eingestellt? -Dann los, klick, noch eins zur Sicherheit, klick , &#8222;brauch man eigentlich ja nicht, die Kamera macht heute noch immer Spitzenbilder, auch ohne digital!&#8220; unkt er mich an, als ich gerade mein Handgep?ck sortiere und er meine 350D ersp?ht. &#8218;Ja nee, is klar, und zwei Fotos m?ssen auch echt reichen, dann ist <strong>nach 3 Wochen New York endlich der 36er Film voll</strong>. Komm, nimm lieber noch ein Pl?tzchen von deiner Mutti, die wird sonst noch fetter.&#8216;<br />
Aber zur?ck zu meinen aktuellen Nachbarn. Unschlagbar, was mir da wieder das Schicksal (oder die Lufthansa aus reiner Bosheit?) hingepflanzt hat. Beide um die 70 und aus Ru?land. Herzlichen Gl?ckwunsch, das ist bei allem, was hier aus freiem Willen an Board gekommen ist, echt der Hauptgewinn. Kein Wort Deutsch sprechen die beiden, ganz zu schweigen von Englisch. Das stecke ich der total perplexen Stewardess, als die n?mlich ihr Curry-H?hnchen oder die Rindsroulade nicht an die beiden loswurde. Ich vermittle, weil ich ja nunmal <strong>so ein lieber Kerl mit Helferkomplex</strong> bin und hoffe, da? ihnen die Rouladen genauso gut geschmeckt haben wie mir. Zwischen Donauwewllen und Einreiseformular nimmt die Dame, deren Figur am besten mit &#8222;breit wie hoch&#8220; umschrieben werden kann, offensiv Kontakt auf. Nach einer Weile des Aufmicheinredens auf Russisch verstehe ich sie sogar &#8211; soweit man das nach einem Lufthansa Gin Tonic und 5 Rotwein sagen kann. Sie fragt mich, ob ich Kinder habe, verheiratet bin, beklagt den Sitzabstand und das Fernsehprogramm (welches sie aus Versehen heute nicht auf Russisch ausstrahlen&#8230;), und kommt schlie?lich zur Sache und fragt, ob ich Deutscher sei. Ich bejahe auf Gutgl?ck (&#8222;Da&#8220;) und die beiden freuen sich wie Pl?tzchen. Entweder haben sie mich gefragt, ob ich sie in Miami durch die Stadt f?hre oder -und das ist beinahe wahrscheinlicher- freuen sie sich wirklich. Als Deutscher erh?lt man glaube ich eher selten solche Reaktionen von Russen der Kriegsgenetation. Und w?hrend ich mir schon deren Kopf zerbreche, wie diese beiden wohl ?berhaupt die Einreise in den Sonnenstaat schaffen werden, r?cken sie mit der Sprache raus, l?ften endlich das Geheimnis: Sie sind auch Deutsche, eigentlich jedenfalls, und ihre Eltern haben Deutsch in der Schule gelernt, aber sie nicht mehr. -All dies bilde ich mir zumindest ein. Es ist durchaus m?glich, da? der Rotwein sein ?briges dazu getan hat, aber ich habe es bewu?t vermieden, meine aus 3 W?rtern bestehende Polnisch-Kenntnisse an den beiden auszuprobieren (&#8222;is ja fast wie russisch!&#8220;). Gleichzeitig setze ich f?r alle Eventualit?ten des R?ckflugs auf die Todo-Liste, mich wieder daran zu erinnern, was &#8222;ich spreche kein Polnisch&#8220; hei?t. Wo die Oper ist, brauche ich jedenfalls sicher niemanden fragen. Wie konnte ich nur so derma?en unvorbereitet auf Reisen gehen?!</p>
<p><span id="more-241"></span><br />
Nachtrag dazu:<br />
1. Die Italiener waren Deutsche. Mein Bild von Reisenden im Allgemeinen und im Speziellen von reisenden Italienern werde ich ?berpr?fen.<br />
2. Rodriguez ist kein Spanier, auch kein Kubaner, sondern Grieche. Das verr?t eindeutig sein Pa?.<br />
3. Die Russin erkl?rt mir kurz vor der Landung in wenigen Worten -darunter einige in deutsch-, da? sie Deutsch in der Schule gelernt haben, aber da waren sie noch kleine Kinder. Also haben sie mich vielleicht doch eher nicht danach gefragt, ob ich Kinder habe&#8230; Sie verabschiedet sich mit &#8222;Auf Wiedersehen&#8220;, ich mit &#8222;Doswidanja&#8220;. Sie freuen sich wieder wie Pl?tzchen.<br />
4. Die beiden Russen reisen ein. Aber wie&#8230; Schlimm: Der Heimatschutz-Beamte (&#8222;We are the face of our nation&#8220;) scheucht die armen beiden wie Vieh durch die Gegend, nochmal zum Lufthansa-Schalter zur?ck, weil wahrscheinlich irgendwo ein Komma auf den Einreisepapieren falsch war, und schlie?lich hinterlassen die beiden ohne ein Wort sagen zu m?ssen noch ihre Zeigefinger und Visage im Rechner des gro?artigsten Landes der Welt und reisen ein. Hallelujah.<br />
5. Ich sollte im Flieger weniger Rotwein trinken.</p>
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		<title>Ab in den S?den</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2007 19:11:21 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Halb 6 auf der Autobahn, gewohntes Bild auf der A61: Ein gelbes Nummernschild nach dem anderen. Alle wollen Sie dahin, wo wir bis eben auch noch hinwollten. Resentiments beiseite, ist ja Urlaub, <strong>Holl?nder sind eben auch nur Menschen</strong>. Zwar solche, die mit ihren Fahrzeugen, meist v?llig ?berladen und bis an den Rand des Zumutbaren nicht mit Winterausr?stung ausgestattet, aber gut. Doch irgendwann is genug, is einfach mal Schlu? mit der ewigen V?lkerverst?ndigung, dem gelebten Europa ohne Grenzen, denn meine Br?der aus der Nachbarschaft beginnen mir bereits nach km 7 mit ihrem Fahrstil geh?rig auf den Zeiger zu gehen. Xenon im R?ckspiegel, ich mache dem Tiefflieger mit Bonner Kennzeichen schnell mal Platz, aber ein holl?ndischer Familienpappa hat wohl den Ernst der Lage nicht sofort begriffen und setzt zum ?berholen eines Landsmannes an. Der Nachthimmel wird kurz glockenell erleuchtet, zweimal kurz hintereinander blitzt das Xenon-Fernlicht des BMW auf, der linke Blinker wird gesetzt und der Lenker des Familenkombis hat noch eben gef?hlte 2ms Zeit, seine Sippe in Sicherheit zu bringen. Also gut, der Krieg ist er?ffnet, ich setze mich wieder auf die linke Spur und schiebe alles mit gelbem Nummernschild von der Bahn, was mir vor den nicht vorhandenen Bullf?nger kriecht. <strong>Deutschland &#8211; Holland, und zwar in der dritten Halbzeit wird hier nachgespielt.</strong><br />
Zur Blauen Stunde lasse ich das Hunsr?ck hinter mir, im Radio spielt SWR3 just dazu Summer Wine. G?nsehaut und kein Zweifel, on the Road again. Fast allein auf der Autobahn, die holl?ndische Prozession habe ich schon vor km hinter mir gelassen.<br />
Stunden sp?ter und reichlich Nerven ?rmer, f?hren in der N?he von F?ssen auf einmal fast alle Wege zu den &#8222;K?nigsschl?ssern&#8220;, den Lust- und Romantikbuden von K?nig Ludwig von Bayern. Neuschwanstein, pl?tzlich steht es vor mir, nat?rlich im vollen Gegenlicht, soda? kein Foto m?glich ist. Man braucht dann nur den ganzen Japanern zu folgen. Oder noch besser denjenigen, die offenbar noch nicht mitbekommen haben, da? ein &#8222;P1&#8243; am Ortsrand immer den am weitesten zur Sehensw?rdigkeit entfernten Parkplatz bezeichnet, worauf in aller Regel noch P2 bis P5 folgen. In Hohenschwangau trifft man sie dann alle wieder. Japanische Japaner mit japanischen Kameras fotografieren wie die Weltmeister jeden Stein, bannen so die gesamte Bayerische Kitscharchitektur auf <strike>Film</strike> Chip. Wenn das Fotografieren Geb?ude abnutzen k?nnte, st?nde da kein Stein mehr auf dem anderen. Ich hab darum auf meinen tourischtischen Obulus verzichtet und nur <a href="http://photos.traumdieb.com/index.php?showimage=23" target="_blank">Schlo? Hochenschwangau</a> abgelichtet, es sah einfach sch?ner aus als das Postkartenmotiv auf der anderen Seite des Berges.<br />
Ein paar Kilometer weiter hat das Elend wieder sein bekanntes Gesicht. Im Stau sind alle gleich. Erstmal, zumindest. Wer sich da abheben will, der kann sich 1,50m neben der Stra?e <strong>ins kn?chelhohe Geb?sch schlagen</strong> und den hellen Holzzaun nach Herzenslust kreativ bepinkeln. Sieht ja schlie?lich keiner. Kennzeichencheck? -Klar, gelb-schwarz.<br />
Pa?stra?en fahren ist nicht einfach, und in L?ndern, wo es keine Erhebungen ?ber 120m gibt, mu? man es auch nicht gewohnt sein, die Bremse gegen die <strong>Hangabtriebskraft</strong> einsetzen zu k?nnen. F?hrt man allerdings gern nach ?sterreich zum Skifahren, kann  es Sinn machen, sich die einfachen Regeln des Fahrens im Gebirge zu eigen zu machen. Wir erinnern uns: M?glichst gleichm??ig ohne viel zu schalten bergauf, dann im selben Gang die Bremskraft des Motors ausnutzend wieder hinunter. Schont den Motor, die Bremsen, und die Nerven all derer, die kein schwarz-gelbes Nummernschild haben. Doch da wird bergauf geschoben und gedr?ngelt, zum ?berholen angesetzt, um dann festzustellen, da? die PS-Leistung nur in L?ndern, die unter dem Meeresspiegel liegen, reicht. Bergab wird dann das ganze Grauen deutlich: <strong>Da wird dank des Kennzeichens der Polo pl?tzlich zum 40-Tonner</strong>, besonders dann, wenn es mit Serpentinen nach unten geht. Immer sch?n weit ausholen, damit die ungebremste -im Winter nicht vorhandene- Anh?ngelast auch noch mit rumkommt. Schei? auf den Gegenverkehr, hier bin ich Mensch, hier will ich sein! ?brigens das Grundmotiv der Batavier, wie bereits an zahlreichen anderen Stellen dieses Blogs zu lesen&#8230;<br />
Ich seh sie schon vor mir, auf der Piste: <strong>Voll mit Heineken und J?germeister</strong> (?brigens das einzige wirklich akzeptierte ur-deutsche Getr?nk jenseits der Maas) stochern sie sich gewohnt charmant und zur?ckhaltend talw?rts, sitzen nicht mitten auf der Piste und warten auf die anderen, stehen nicht dumm am Lift im Weg und treten einem nicht auf die Ski. Erfrischend, auch mal andere Holl?nder in der Gondel zu belauschen, die sich zwar philosophisch einer ganz zentralen Frage des Landes n?hern, aber schlie?lich ist ja der Weg das Ziel. Sie befinden, da? Holland ja an sich sch?n ist, es aber noch sch?ner w?re, wenn man Gebirge und -gaaanz wichtig- Gletscher h?tte. Aber nicht zu viele, wegen weil kein Platz. Ja nee Jongens, is klar: <strong>Vorm Haus den Strand und im Garten die Berge.</strong></p>
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		<title>Chicago, the windy city</title>
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		<pubDate>Thu, 25 May 2006 11:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Letztes Wochenende war ich -weil ich nichts besseres zu tun hatte- in Chicago. F?r einen Kurztrip. Und weil es ja auch kein big deal ist, f?r ein als h?chst ?berfl?ssig geglaubtes Internetmarketing Seminar binnen weniger Tage <strong>8000 Pr?mienmeilen</strong> auf die Miles&#038;More-Karte zu ballern und f?r 48 Stunden Aufenthalt mit Wissensinfusion 30 Stunden zu reisen.<br />
Aber gut, ich war ja immmerhin mal wieder vor der Haust?re und hab neue fremde Betten kennengelernt. Da fragte mich doch noch gestern der Typ aus der Buchhaltung, warum ich denn bei 4 Tagen Reise nur 2 ?bernachtungen abrechnen w?rde. Gerne h?tte ich ihm meinen R?cken und meine Beine antworten lassen, da? das unglaubliche Ph?nomen der Erdrotation f?r diese <strong>Sparma?nahme</strong> zust?ndig war. Ich verzichtete und sagte im nur, da? ich eine Nacht im Flieger war. Apropos Flieger. Mann mann, was ist das doch alles f?r ein Nepp! Gestern abend war ich im Kino und hatte einen besseren Sitz als in der Economy-Class von United Airlines! Und die Leinwand war auch gr??er, vom Sound gar nicht zu sprechen! Menschen mit meiner K?rpergr??e bzw. Beinl?nge haben da aber auch echt nichts zu lachen. Eingepfercht und bewegungsunf?hig vertreibt man sich mit ollen Filmen die Zeit ?ber den Wolken, nur unterbrochen von menschlichen Bed?rfnissen, Airline-abh?ngigen <strong>kulinarischen Verbrechen</strong> und dem Bewegungsdrang nachgegeben habenden Spazierg?ngen mit der Kamera im Anschlag.<br />
Mit etwas Gl?ck gibt es irgendwo eine interessante Konversation, der man lauschen kann. Mit meinem ?blichen Pech hingegen hat man so Spaten vor sich sitzen wie den einen frankfurter Yuppie, der mich bald in den Wahnsinn getrieben hat. Der sitzt neben einem hilflosen indischen Gesch?ftsmann und textet den armen Menschen von A bis Z in seinem extrem vergeblichen Englisch f?r zum Davonlaufen zu. Auf einmal h?r ich diesen Schmock sagen: &#8222;the advantage of Germany is that it&#8217;s big, and <strong>India is small, you know?</strong>&#8220; &#8211; und es rei?t mich bald vom Stuhl.<br />
In London verlaufen wir uns erstmal ganz klassisch, gehen nicht durch die &#8222;Connection flight&#8220;-Schleuse sondern reisen mal eben ein. Die nette Dame am United-Schalter stellt dann an unser Statt fest, da? es arg Zeit wird, zum Gate zu gehen und bringt uns im Stechschritt durch die Security und zu einem Gef?hrt, das sonst nur ?ltere und Gehbehinderte durch den Flughafen kutschiert. Gut, ein wenig peinliches Auftreten geh?rt halt dazu, wenn man was erleben will. Beep-beep-beep-beep&#8230; so geht es im <strong>super-pursuit mode</strong> durch Heathrow, unser Fahrer br?llt alle, die uns im Weg stehen aus sicherer Entfernung zusammen, soda? gerade so niemand zu Schaden kam. Was ein Erlebnis!<br />
Etwas weniger relaxed ging es dann mal wieder bei der Einreise in die Staaten zu. Man machte 2 Warteschlangen: Eine f?r die ehrenwerten american people, die andere f?r die Terroristen. -Rate, in welcher Schlange wir fast anderthalb Stunden standen! Dieses Land ist echt das allerletzte, ein ?berwachungsstaat par excellence, wo einem eine Gestapo &#8218;willkommen&#8216; hei?t. What a great country!<br />
Wer mal nach Chicago reist, der sollte es dringend vermeiden, in einem Subburb wie Itasca abzusteigen. Wenn ?berhaupt ein Taxifahrer dahin kutschieren will, dann kostet das $55 ab O&#8217;Hare. Mit der Bahn nach Downtown sind es zwar nur $5 ($80 gegn?ber einem Taxi gespart), aber daf?r dauert das Unterfangen gleich 40 Minuten. Wirklich viel gesehen habe ich nat?rlich nun nicht wirklich, aber immerhin war ich auf dem Sears-Tower und habe mir das Spektakel von oben angeschaut, was angesichts der 412 Meter hohen Aussicht schon was hermacht. Rauf geht es da echt wie im SciFi-Film: Mit 488 Meter pro Minute, also knapp 30 km/h. 12 Dollar, die sich lohnen. Wenn jetzt noch die Fenster sauber gewesen w?re, h?tte ich noch bessere Fotos&#8230;<br />
Auf dem R?ckflug gab es noch eine skurrile Figur &#8211; die Amis haben es ja immer so mit der Religion. Da sitzt also dieser Meat-Loaf, schiebt das Tablett mit dem Fr?hst?ck beiseite und packt ein schwarzes, in Leder gebundenes Buch aus. Dazu h?ngt er sich zur Deko ein riesiges, goldenes Kreuz um den Hals und beginnt sein Lekt?re-Ritual. Am Ende laufen ihm dann aus den erf?llten Augen dicke Tr?nen ?ber die fleischigen Wangen. Zum Abschlu? k??t er die Bibel. -Kinder, la?t die Finger von den Drogen!</p>
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		<title>Mit meiner Lateeeeeeeeeeerne&#8230;.</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2005 21:28:40 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>In anderen Kulturkreisen st?nde dieser Tage wieder mal <strong>mein Namenstag</strong> an. Nun ist das ja bei uns so wenig verbreitet, da? ich das selber nichtmal genau wei?, wann ich denn nun an der Reihe bin. Googeln hilft da zwar, aber mehr als sch?n zu wissen, da? es der 11.11. sein wird, ist es nun einmal nicht. Au?er, da? da <strong>die Bekloppten</strong> ihren Startschu? in diese uns?gliche Erfindung des Brauchtums &#8222;Karneval&#8220; erleben und begehen, werden die Rheinl?nder wohl nichts anderes mit diesem Datum verbinden.<br />
Umso sch?ner ist da dieser Brauch mit den <strong>Laternenz?gen</strong>. Vor gut einer Woche flatterte uns hier eine Ank?ndigung in den Briefkasten, wahrscheinlich vom Kindergarten auf der anderen Stra?enseite. Dort war von einem Laternenzug durch unsere Stra?e die Rede, und da? man doch bitte eine Kerze oder sonstwas stimmungsvoll Illuminierendes in seine Fenster stellen solle, damit die Kinder was zum Gucken h?tten. Verziert war das ganze dann durch einen namenlosen K?nstler mit etwas, das mich nach zwei Pullen Rotwein durchaus an eine Blume erinnern k?nnte.<br />
Heute jedenfalls war dann der Umzug. Unsere Fenster waren selbstverst?ndlich unbeleuchtet, wie k?nnte es auch anders sein! Als ich diese kleinen Racker dann aber durch die Stra?en hab ziehen sehen, ist mir doch etwas sentimenal geworden. Alle <strong>so putzig im dicken Anorak</strong> (sagt man das heute noch zu warmen, unm?glich geschnittenen Jacken?), mit der Laterne in der einen Hand und Mutti an der anderen, und nat?rlich aus voller, stolzer Brust die typischen Ges?nge intonierend: &#8222;Ich zieh mit meiner Lateeeeeeeeeeeeerne, und meine Laterne mit mir&#8220;. Oder auch &#8222;das Licht ist aus, wir gehn nachhaus, <strong>rabimmel rabammel rabumm</strong>&#8222;. Und so weiter, und so weiter. W?re ich noch l?nger da drau?en dabei stehen geblieben, h?tte ich mir wohl eine Laterne &#8222;organisiert&#8220; und w?re mitgelaufen, die Texte konnte ich jedenfalls noch weitgehend mitsingen.<br />
Aber ach, was w?re das f?r eine kl?gliche Vorstellung geworden? -Nur mitgehen, um sich als Besserwisser da einzumischen und die Peinlichkeiten und die Schmach der eigenen Laternenumz?ge zu lindern? Nein, macht man nicht. Kinder m?ssen da durch, jedes Jahr von neuem. Ich erinnere mich gut an meine Laternen. Und auch, da? ich jedes Mal zu denen geh?rte, die das Teil immer -mehr oder weniger- heil und am St?ck wieder mit nach Hause gebracht haben. &#8218;War ja klar, du ewiger Spie?er&#8216; sagen die einen, die anderen werden mir wohl wieder den Lamer anzuheften versuchen. Das gr??te Drama meiner Martinsumz?ge waren damals auch keine Wachsflecken in dem Lampion und st?ndig ausgehende Kerzen, sondern vielmehr die dauernden H?nseleien durch all die <strong>Schwachmaten</strong>, die das zweifelhafte Gl?ck hatten, einen Namen zu tragen, der mit keinem Event einherging.<br />
Gerechtigkeit kam dann damals dewegen auch in mehreren Formen: Ich erinnere mich noch als sei es gestern gewesen, an heulende Kindergartenkameraden, deren M?tter die lichterloh brennende Laterne  mit dem Laternenstecken als Sch?rhaken brandmeisterlich fachm?nnisch am Stra?enrand den Elementen ?bergaben. Wem das 200 Meter nach dem Start passierte, bei dem war wortw?rtlich &#8222;<strong>das Licht ist aus, wir gehn nach Haus</strong>&#8220; angesagt, aber sowas von! Im n?chsten Jahr wollte man dann cooler sein und vor allem nicht mehr zum Gesp?tt des ganzen Zuges werden, und vermied es deshalb, den Erfolg auf so l?cherliche Dinge wie eine sichere Kerze zu bauen. Technische Aufr?stung war das Gebot der Stunde, als die Laternenstecken auf einmal einen Batteriegriff hatten und vorne ein Birnchen dranhing. Energietechnisch waren die Teile eine absolute Katastrophe, wurden doch die mit Anerkennung belohnt, die so schlau waren, sich eine Ersatzbatterie f?r die letzten 800 Meter mitzunehmen, wo bei anderen schon l?ngst <strong>aufgrund versagender Babyzellen dunkel im Karton</strong> war. Ich hatte dann irgendwann auch mal so ein batteriebetriebenes Teil, und alles, woran ich mich in diesem Zusammenhang erinnere, ist die wohl einzige jemals durchgebrannte Birne, die je auf einem Martinszug in einen Lampion gesteckt wurde. Tja, so spielt das Leben eben. Da helfen auch keine Schmalzbrote und kein hei?er Kakao am Ende des Zuges (wobei heute sowieso unendlich fraglich erscheint, ob diese Nahrung bez?glich der <strong>biochemischen Prozesse</strong>, die solch eine fatale Kombination in einem Kinderinnenleben ausl?st, wirklich ein geeigneter Anreiz f?r die Teilnahme an einem Martinszug sein kann).<br />
Aber ich w?re wohl sicher nicht ich, h?tte ich nicht damals schon das Risiko gemieden und in Form einer mitgebrachten <strong>Backup-Kerze</strong> antizipiert&#8230;</p>
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		<title>Smart shopping safety warriors</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2005 07:54:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wie Der Spiegel hier schreibt, hat der Reifenhersteller Michelin eine Studie durchgef?hrt, die thematisch das Thema meiner Diplomarbeit streift. Die Frage lautete: &#8222;Welcher Reifentyp sind Sie?&#8220;. Die Studie bringt f?nf scheinbar unterschiedliche Gruppen von Reifenk?ufern hervor, verfehlt aber im Kern den Bezug auf den Grad der Beeinflu?barkeit der unterschiedlichen K?ufer. Es scheint, als n?hme man [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,358438,00.html" target="_blank">Der Spiegel hier schreibt</a>, hat der Reifenhersteller Michelin eine Studie durchgef?hrt, die thematisch das Thema meiner Diplomarbeit streift. Die Frage lautete: &#8222;Welcher Reifentyp sind Sie?&#8220;. Die Studie bringt f?nf scheinbar unterschiedliche Gruppen von Reifenk?ufern hervor, verfehlt aber im Kern den Bezug auf den Grad der Beeinflu?barkeit der unterschiedlichen K?ufer. Es scheint, als n?hme man bei Michelin an, mit klassischem Marketing allein k?nne man neue K?ufer gewinnen. Ich meine, da? es so einfach nicht ist!</p>
<p><span id="more-195"></span>Zun?chst ist nichts an der Kategorisierung auszusetzen. Die Gruppe der &#8222;aufgekl?rten K?ufer&#8220; spiegelt sicherlich die Realit?t einer K?uferschicht wider, die eine rational-intelligente Strategie bei der Kaufentscheidung verfolgt. Da? diese K?ufer 37% der Kundschaft im Reifenmarkt stellen, verwundert allerdings ein wenig, wenn man bedenkt, da? Reifen zwar ein hoch-technologisches Produkt sind, aber in aller Regel als sog. Erfahrungsgut gehandhabt werden, also als solches, das man erst selbst ausprobiert haben mu?, um urteilen zu k?nnen. Demnach sollten eigentlich auch die Karten immer neu gemischt werden, wenn ein neues Modell auf den Markt kommt. Der aufgekl?rte K?ufer wei? in so einem Fall, da? ihm Testberichte bei seiner Entscheidung ma?geblich helfen k?nnen und informiert sich entsprechend im Vorfeld.<br />
Demgegen?ber stellen die &#8222;Ratsuchenden&#8220; mit 23% die zweitgr??te Gruppe. Im Prinzip sind das die Reifen-n00bs, oder aber -positiver gesagt- die, die kein Verst?dnis von oder Interesse an den technischen Grundwerten eines Pneus haben. Meist scheitern auch diese Menschen an Gr??en- und Typbezeichnungen, wissen nichts vom Load-Index und auch nicht, wo sie im KfZ-Schein danach suchen m?ssen. Mit anderen Worten, sie sind auf Beratung im weitesten Sinne angewiesen. -Ideale Prototyp-Opfer f?r das Marketing also!<br />
Eine etwas komplexere Gruppe sind die &#8222;Smart Shoppers&#8220;, die ihrerseits jeden f?nften Reifenk?ufer stellen. In diese Gruppe fallen alle Schn?ppchenj?ger und Ebay-Scharfsch?tzen. Sie wissen immer, wo sie weit unter dem ?blichen Preis einkaufen k?nnen. Meistens kaufen sie deshalb antizyklisch, um schon die g?nstigsten Winterreifen im Keller zu haben, w?hrend andere sich mit dem Aufblasen der Luftmatratze und der Wahl der richtigen Sonnenmilch besch?ftigen. Wenn diese Gruppe Konsumenten einmal nicht wissen, wo und wie sie am besten ein Sch?ppchen machen, wissen sie zumindest, wen sie dazu fragen m?ssen.<br />
Nicht minder interessant sind die &#8222;Safety Warriors&#8220;, obwohl sie die eigentlichen Langeweiler sind. Diese Menschen -immerhin 11%- gehen deshalb immer auf &#8218;Nummer sicher&#8216;, weil sie weder etwas neues ausprobieren, sprich, einem neuen Hersteller oder einem neuen Reifen eine Chance geben, noch gewillt sind, mit ihrer Kaufentscheidung irgendwelche anderen Risiken einzugehen. Ihnen ist das Image etwas wert, und Testberichte interessieren nur dann, wenn der Testsieger von der eigenen ?berzeugung abweicht. Diese Menschen gehen zu ihrem H?ndler, der ihnen erz?hlt, was sie h?ren wollen, und kaufen schlie?lich auch bei ihm.<br />
Die h?rtesten N?sse f?rs Marketing sind die &#8222;Brand Advocates&#8220;, ganz einfach weil sie eigentlich immer die selbe Marke kaufen. Das Denkschema ist mindestens als einfach zu bezeichnen, man k?nnte sogar von stark eingefahren oder extrem routiniert sprechen. Wohingegen einem aufgekl?rten oder smarten K?ufer klar ist, da? auch ein Reifenhersteller qualitativen Fluktuationen unterliegen kann, und darum nicht zwangsl?ufig der beste Hersteller von vor 20 Jahren auch heute noch die Nummer eins ist, pfeift der Brand Advocate auf solche Argumente und setz auf das, was sich bew?hrt hat. Immerhin 9% der Reifenk?ufer passen auf diesen Typus.<br />
Nun, wo hinkt diese Typologie? Meiner Einsch?tzung nach ist es fragw?rdig, ob die Methoden des klassischen Marketings anwendbar sind, um Kunden aus den verschiedenen Gruppen f?r sich zu gewinnen. Dabei gilt es, das Augenmerk auf zwei Dimensionen zu richten: Preis und Qualit?t.<br />
F?r den Brand Advocate wird der Preis eine eher untergeordnete Rolle spielen, auch wird er nicht versuchen, irgendwo ein Schn?ppchen zu machen. Er hat seinen H?ndler und f?hlt sich dort mit dem von ihm als qualitativ hochwertig empfundenen Reifen gut bedient und basta. ?hnlich ergeht es dem Safety Warrior, der danach strebt, das beste f?r sein Geld zu erhalten. Die anderen drei K?ufergruppen anzusprechen, ist relativ einfacher: Aufgekl?rte K?ufer wissen, worauf sie achten m?ssen, also bereite man die Information richtig auf; Smart Shopper suchen im Zusammenspiel von Preis und Qualit?t das Optimum, n?mlich das Schn?ppchen (Q=opt bei P=min) und verwenden dabei eine Vielzahl von Kan?len zur Informationsbeschaffung; und Ratsuchenden mu? man eigentlich nur erz?hlen, da? sie mit einem bestimmten Produkt das Richtige tun.<br />
Das Internet erweist sich in den geschilderten F?llen als sehr hilfreich, ja gar essentiell. Lassen wir f?r den Moment au?er Acht, da? jemand zuerst einmal Zugang zum Netz erlangen mu?, bieten sich Online Communities einmal mehr an, um die verschiedenen Gruppen gezielt anzusprechen. Zwei generelle strategischen Vorgehensweisen stehen zur Verf?gung: defensiv und offensiv. Der defensive Ansatz beinhaltet, da? ein Reifenhersteller aufmerksam verfolgt, was im Internet ?ber seine Reifen geschrieben wird, und daraus seine Schl?sse zieht. Denn was hilft eine Typisierung der potenziellen Kundschaft, wenn ich die tats?chliche nicht kenne? So wird au?erdem deutlich, warum &#8222;Ratsuchende&#8220; meine Produkte pl?tzlich nicht mehr kaufen, ist doch bei dieser Gruppe das Beeinflussungspotenzial besonders hoch. Auch und besonders finden Smart Shopper ?ber diese Kan?le ihre Schn?ppchen und lernen aus Erfahrungen anderer, welcher Reifen ?berhaupt ein solches ist. Auch der aufgekl?rte K?ufer, der verschiedenste Quellen zur Meinungsbildung in der Vorkaufsphase heranzieht, wird fr?her oder sp?ter auf das Internet sto?en. Was f?r Digitalkamera und Urlaubsresort gut ist, kann f?r Reifen ja eigentlich auch nicht schlecht sein: Preis- und Meinugsseiten im Internet. Gerade unsere Safety Warriors und die Ratsuchenden d?rften darauf sehr einsteigen, sind sie es doch, denen viel an der Wahl des &#8222;richtigen&#8220; Reifens liegt.<br />
Wer lieber richtig offensiv vorgehen will, der sieht zu, da? er selbst bestimmt, was die Wahrheit ist! Durch gezieltes Platzieren von sogenannten Opinion-Leaders, also Meinungsf?hrern, die sich als &#8222;Fellow Consumer&#8220; ausgeben, aber ganz bewu?t nur die Informationen verbreiten, die die Firma vorgibt, l??t sich so manche harte Nu? knacken. Voraussetzung ist allerdings, da? man unerkannt bleibt, sonst kommt zum Auffliegen des Schwindels auch noch ein richtig schlechter Nachgeschmack im Mund des Kunden dazu, und das wird ja keiner wollen.<br />
Klingt alles ein bi?chen so, als lie?e sich die Typologie doch noch gut verwenden. Die gro?e Schwierigkeit d?rfte aber bei Hybrid-Kunden liegen, oder solchen, die mal so und mal anders kaufen. Oder auch: Sind Brand Advocates wirklich solch harte N?sse? -Was passiert, wenn die sich ein neues Auto kaufen, auf dem werkseitig andere Reifen montiert sind, die -oh Wunder!- auch super sind. Kauft dieser super-loyale Kunde beim n?chsten Mal anders? Und die aufgekl?rten, die das Internet aber als Schn?ppchenparadies entdeckt haben und ratsuchend die Erfahrungen anderer suchen, wie passen die dann ins Bild?</p>
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		<title>Hit me with marketing, dude!</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2004 20:44:58 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Deutscher sorgt hier in Holland f?r einen Tag daf?r, da? die Diskussion vergessen scheint, wie denn nun die Brille des integrationsunwilligen Muselman, der van Gogh gemeuchelt hat, ausgesehen hat. Zumindest machen das die Nachrichten glauben. Interessant dabei ist nur, da? <b>Prinz Bernhard</b> f?r alles Gute in seinem Leben gerne heute als aufrechter Niederl?nder betrauert wird, alles Schlechte an ihm aber umso mehr f?r das Erz-Schlechte der Deutschen steht und so sein Ableben nur die allertreusten Royalisten hinter dem warmen Ofen hervortreibt, die an seinem Palast eine Nelke an den Zaun  kordeln. Im feucht-kalten Dezember zu sterben ist wahrlich kein Segen, schon per se nicht, das versteht sich von selbst, aber eben auch, weil es deutlich zu Tage f?rdert, wie hoch man in der Gunst seiner Untertanen wirklich stand. Wer es ganz b?se meint, spricht dieser Tage gar davon, da? Holland nun endlich ein weiteres St?ck &#8222;<b>ent-deutscht</b>&#8220; sei. -Ohne Worte.<br />
Aber weil ich eigentlich ?ber Marketing sprechen wollte, erw?hne ich erstmal, da? mein Supervisor heute wieder ganz zufrieden mit mir war. Sch?n war auch seine wie immer <b>subtile Art</b>, mir mitzuteilen, da? ich ruhig etwas -na sagen wir mal- progressiver vorgehen k?nne. Schlie?lich sei es zwar ihm egal, wann ich graduiere, aber mir doch wohl nicht. Womit er recht hat. Also w?lze ich mich durch die Marketing Messskalen um <b>mit halbwegs fundierten Fragen</b> meinen Fragebogen zu gestalten. Kein Spa?, aber man macht das ja schlie?lich f?r sich selbst, und nicht f?r die Uni. -Ja nee, is klar!<br />
Und da sitze ich, unschuldig wie ne Braut, in der Mensa, schl?rfe einen Becher Douwe-Egberts Cappuccino, auf dem steht, <b>da? 5 Minuten Nichtstun mit DE-Kaffee sich anf?hlen wie eine ganze Stunde</b>, und k?mpfe mich durch einen 1200 Seiten gewaltigen W?lzer, der eine gigantische Ansammlung von -einfach gesprochen- statistischem Quatsch der allerersten G?teklasse. Unsch?tzbar wertvoll, wenn man eine empirische Untersuchung veranstaltet, unendlich unn?tz, sobald man damit fertig ist. Ich bin also quasi voll im Element, als sich ein paar <b>goldige Zweitjahrs-Empiristen</b> auf mich st?rzen, ich m?ge ihnen doch eben ihren Marketing-Research ausf?llen. Ich hatte das Treiben ja schon einige Minuten beobachtet, und scheinbar wissen die Kids heute auch bescheid: Die attraktiven Weibchen k?mmern sich um die m?nnliche Kundschaft, die attraktiven M?nnchen bem?hen sich um die Gunst der weiblichen Klientel. Wer sich nun fragt, was die unattraktiven derweil machen, ganz einfach: Die coden den Datensalat und schlagen sich <b>ihre ohnehin langweiligen N?chte mit SPSS</b> um die Ohren w?hrend die werten Teamkameraden ihren sozialen Verpflichtungen nachgehen. Ich wechsle noch ein paar Worte mit der Schnucke und gebe ihr ihren -leider- ?u?erst dilletantischen Fragebogen wieder, nat?rlich wahrheitsgem?? ausgef?llt. -Da? ich trotz enormer allgemeiner Genervtheit ?berhaupt noch Kraft habe, so ein freundlicher Mensch zu sein, <strike>?berrascht</strike> erschreckt mich manchmal selber&#8230;</p>
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		<title>Breaking the waves</title>
		<link>http://www.traumdieb.com/review/breaking-the-waves</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2004 09:06:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer <a href="http://german.imdb.com/name/nm0001885/" target="_blank">Lars von Trier-Filme</a> grunds?tzlich nicht mag, sollte heute besser gar nicht erst weiterlesen.</p>
<p><span id="more-146"></span><br />
Es gibt Filme, die sind einfach rundrum gut. Will sagen, der Film gibt ordentlich was her. Das kann auf vielerlei Art, sei es der Plot, das Drehbuch, der Regisseur, die Location, die Schauspieler, die Art des Filmens, oder einfach was transportiert wird. Es gibt zudem Filme, die auf kl?gliche Art und Weise versuchen, von den Defiziten des Hauptfilms abzulenken, und daf?r die DVD prall mit Extras und Specials f?llen. Und dann gibt es Lars-von-Trier-Filme. G?nzlich unkategorisierbar, von den einen als Junk verschrien, von den anderen als gro?e Kunst gelobt.<br />
Gestern schauten wir &#8222;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B00004RYMR/qid%3D1094374585/028-9478595-8022940" target="_blank">Breaking the Waves</a>&#8222;, der wie andere seiner Werke nach dem sogenannten &#8222;Dogma &#8217;95&#8220; gedreht wurde. Dogma 95 ist eine Vereinbarung d?nischer Avantgarde-Regisseure, bewu?t auf &#8222;Qualit?t&#8220; zu verzichten. -Hoppla, was geht denn da? Hab ich was verpa?t? Immerhin war der Film Oscar- und Cannes-Kandidat!<br />
Was man unter weggelassener Qualit?t erwarten darf, demonstriert uns Herr von Trier ?ber 150 Minuten lang in der Schottischen Ein?de: Handkamera, zum Teil brutalst verwackelt weil es da halt richtig stramm windet, Farbfehler, Tonfehler, Artefakte der Komprimierung, und zum Teil richtig richtig schlechte Schnitte. Will sagen, damit steht er sicher so manchem Amateur-Campingplatz-Urlaubsvideo nach. Aber das Dogma verlangt es nunmal so, keine &#8222;Aufpolierung&#8220; bei der Nachbearbeitung, keine Kunstgriffe, kein Schnickschnack. Was ?brig bleibt neben der Frage, warum sowas ?berhaupt auf DVD erscheint, ist nat?rlich eine Lars-von-Trier Geschichte und seine grandiose Umsetzung der selben. ?ber die schauspielerische Leistung haben andere schon genug geschrieben, besonders die von <a href="http://german.imdb.com/name/nm0001833/" target="_blank">Emily Watson</a> ist hervorzuheben, die auch schon in &#8222;Angela&#8217;s Ashes&#8220; brillierte. Es w?re gelogen zu behaupten, dieser Film rei?e einen nicht mit, sauge einen nicht auf. Allerdings bleibt die Distanz zu den Protagonisten und der eigentlich haarstr?ubenden Story itself so gro?, weil dieser Rahmen aus sektengleicher Glaubensgemeinde, Ideologie, Wahnsinn und sexueller H?rigkeit mit einer guten Portion wahrlich unwirklichen Verhaltens einem schlicht den Zugang versagt. Man kann nur mitansehen und zehntausenmal &#8222;oh nein, was macht sie denn nur?!&#8220; sagen.<br />
Das Ende ist der Killer, absolute Obergrotte. Nach &#8222;Vanilla Sky&#8220; und &#8222;Dogma&#8220; und all denen, die mir nun nicht mehr einfallen, schl?gt dieses Ende mit plakativem Glockengel?ute wortw?rtlich aus dem Himmel eindeutig alles bisher dagewesene. Klar, der Kreis hat sich geschlossen, aber das war einfach nur Panne.<br />
<b>Fazit: </b>Keine Ahnung, ob das ein guter Film ist, vielleich mu? man ihn mehrmals sehen um sich nicht auf Schritt und Tritt an der miserablen fotografischen und technischen Leistung zu st?ren. Das beiseite genommen legt Herr von Trier hier einen im weitesten Sinne einzigartigen und beeindruckenden weil gro?en Film vor, der ein wenig zu sexuell ist, f?r meinen Geschmack. Wie immer ein gro?er Spa? ist der &#8222;scottish accent&#8220;, wodurch die Englische Original-Fassung unbedingt zu bevorzugen ist. -Sehen, aber nicht kaufen!</p>
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		<title>Kein Gold</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2004 15:45:01 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.google.de/logos/summer2004_fencing.gif" align="left" class="blogimage">Auch wenn unsere olympioniken Pappnasen bis dato eher die Peinlichkeitsliste als den Medaillenspiegel anf?hren (sogar Holland ist vor uns!), macht Olympia doch hin und wieder Spa?. Freilich nicht, wenn VL und MH daf?r ausfallen, aber im mittleren Durchschnitt ist das doch recht brauchbar, was wir da ansehen k?nnen. Obgleich mich die Coverage des Deutschen Fernsehens jeden Tag wieder aufs Neue fertig zu machen droht: Soviel D?nnschi? wie da w?hrend einer Wettkampf?bertragung gesabbert wird, ist schon fast ein Grund, auf &#8222;mute&#8220; zu stellen. Alice und ich fragen uns gar des ?fteren, ob die da die selben Bilder sehen wie wir, wenn auf einmal Franzi &#8222;gaaanz vorne dabei&#8220; ist. -Aber gut, ich m?chte deren Job auch nicht machen m?ssen, mu? man doch begr?ndete Angst haben, einer Schwimmerin mit so einem Kreuz und diesen Oberarmen nach einem verkackten Wettkampf die Frage zu stellen, ob denn vielleicht das Geprahle in Richtung Gold angemessen war. Autsch. Ich h?tte dem ja grad eine gewatscht. Aber immer fair bleiben, und nicht wie diese Ober-Zicke auf ihrem Drahtesel als Dank f?r Silber erstmal den ganz und gar unfemininen Stinkefinger in die Kameras gehalten hat. Tse. Ich dachte, das seien alles Amateure! Ein Effenberg kann sich sowas-auch finanziell-leisten, aber die?! Gl?cklicherweise haben die den Totalversager Ullrich nicht mehr interviewed. Zumindest hab ich nichts dergleichen gesehen. Diese Ober-Schnarchnase! Erst vergeigt er die &#8222;Tur de Frangs&#8220; (sein O-Ton), und dann hier so ein grottiger, zweistelliger Platz. Alles nicht schlimm, w?rde er nicht nur so reden wie Lance Armstrong, sondern auch so fahren! Da wird ein Ullrich geh?tschelt und get?tschelt, bekommt wahrscheinlich einen ganzen Stab griechischer Nymphen abgestellt, eine f?r&#8217;s linke Bein, eine f?r&#8217;s rechte, eine f?r dazwischen &#8211; und schon ist der Burschi au?er Form! Ich frage mal provokant: War er denn jemals in Form seit seinem letzten Tour-Sieg? L?cherlich, dieser Heini! Ich w?rde den morgens nur noch mit&#8217;m Rad f?r die Mannschaft Br?tchen holen fahren lassen. Aber das ist meine, wie immer unbedeutende Meinung.</p>
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