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	<title>Traumdieb.com &#187; Individualist</title>
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	<description>Anachronistisch &#38; impulsiv schreibt hier der Traumdieb</description>
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		<title>M&#228;nner-Magazine</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 14:34:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Brüste]]></category>
		<category><![CDATA[echte Kerle]]></category>
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		<description><![CDATA[Endlich! Wir M&#228;nner d&#252;rfen uns nun offiziell besser verstanden f&#252;hlen. Gruner + Jahr begl&#252;ckt die Stehpinkler unter uns in wenigen Tagen mit gleich drei neuen Magazintiteln. F&#252;r echte Kerle. Naja, beinahe zumindest, schlie&#223;lich wird hier kein Rad neu erfunden. Alle Titel sind quasi Abklatsch von Formaten, die f&#252;r Frauen l&#228;ngst so gemacht wurden. Aber auch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich! Wir M&#228;nner d&#252;rfen uns nun offiziell besser verstanden f&#252;hlen. Gruner + Jahr begl&#252;ckt die Stehpinkler unter uns in wenigen Tagen mit gleich drei neuen Magazintiteln. F&#252;r echte Kerle. Naja, beinahe zumindest, schlie&#223;lich wird hier kein Rad neu erfunden. Alle Titel sind quasi Abklatsch von Formaten, die f&#252;r Frauen l&#228;ngst so gemacht wurden. Aber auch diese Tatsache, da&#223; wir M&#228;nner von den Verlagen nicht f&#252;r voll genommen wurden, ist ja nichts neues: Ein Mann ist ja schlie&#223;lich mit dem barbusigen Girl auf Seite 1 zufrieden, was braucht der denn mehr?</p>
<p><span id="more-492"></span>[<a href="#gala_men">Gala Men</a>] &#8211; [<a href="#beef">Beef</a>] &#8211; [<a href="#business_punk">Business Punk</a>]</p>
<p><a name="gala_men"></a><strong>Nicht nur Titten</strong><br />
<img align="right" title="gala_men" src="http://www.traumdieb.com/wordpress/wp-content/uploads/gala_men.jpg" alt="gala_men" width="200" height="239" />Wir M&#228;nner interessieren uns nicht nur f&#252;r Titten, sondern eben auch, wem Sie geh&#246;ren. Deshalb lesen weit mehr M&#228;nner Gala als man so meinen m&#246;chte. Vermutlich beim Arzt oder Fris&#246;r, denn au&#223;erhalb dieser Mikrokosmen komme ich mit dieser Zeitung nie in Kontakt. Dennoch: Wir lesen das Ding wegen dem ganzen Klatsch und Tratsch, simmerdochmalehrlich. Weil Gruner &amp; Jahr uns M&#228;nner so gut verstanden hat, bringen sie jetzt Gala Men und berichten &#252;ber Mode, Fittness und K&#246;rperpflege. &#214;h, hab ich was verpa&#223;t? Wir lesen diese Zeitung doch, um was &#252;ber die Mode (Paris Hilton ohne Schl&#252;pper), die Fittness (Michele Hunziker oben ohne beim Schwimmen) und die K&#246;rperpflege (Katie Price beim Nacktduschen im Dschungelcamp) von Promis zu erfahren, doch nicht um unsere eigenen Defizite zu entdecken! Da kann ich ja gleich die unaussprechliche  Men&#8217;s Health lesen und mich aus Frust vom Balkon st&#252;rzen, weil ich es auch mit den hundersten &#8222;11 Tipps f&#252;r einen Sixpack&#8220; mit dem Definieren der Muskulatur darunter nicht durch die hartn&#228;ckige Speckschwarte dar&#252;ber schaffe. Aber weit gefehlt, das Heft stillt nicht unseren voyeuristischen Urtrieb, sondern ist eher was f&#252;r &#8222;M&#228;nner, die im Leben angekommen sind und seine Herausforderungen mit Freude und Gelassenheit annehmen.&#8220; Aha. Und darum gibts auch keine Beyonce im Bikini auf dem Cover (dort prangt in Hochglanz ein faltiger Brad Pitt), sondern eine Homestory &#252;ber ihren Bodyguard.</p>
<p><a name="beef"></a><strong>Fleisch!</strong><br />
<img align="left" title="beef" src="http://www.traumdieb.com/wordpress/wp-content/uploads/beef.jpg" alt="beef" width="180" height="227" />Da wir M&#228;nner ja -welche Frau in l&#228;ngerer Beziehung w&#252;rde das nicht schon vor dem vierten Prosecco &#246;ffentlich so best&#228;tigen- unseren primitiven Vorfahren noch ein wenig n&#228;her stehen als unsere geb&#228;renden Gegenst&#252;cke, ist es auch keine Schande zuzugeben, da&#223; wir trotz BSE, Antibiotika und Regenwald gern mal ein gebratenes St&#252;ck Fleisch verkosten. Gruner &amp; Jahr hat jetzt anscheinend auch mal einen heterosexuellen Mann eingestellt, der denen das berichtet haben mu&#223;. Wieso sollte man sonst ein Kochmagazin f&#252;r M&#228;nner herausgeben wollen? M&#228;nner und Essen, ok. Aber M&#228;nner und Kochen? Gut, da&#223; &#8222;Whiskey, Fleisch, scharfe Messer und junges Gem&#252;se, gew&#252;rzt mit einer Prise exquisitem Humor&#8220; genau die Themen sind, auf die wir Quartalsk&#246;che bei einem Heftpreis von 10 Euro gewartet haben! Ich bef&#252;rchte allerdings, da&#223; die Messer das einzig scharfe und die Steaks das einzige aus Fleisch sein werden in diesem Magazin. Denn was n&#252;tzt mir das beste Steak der Welt, wenn ich damit als T&#252;pfelchen auf dem i nach einem Abend in der Oper, einer philosophischen Lesung und einer Bio-Weinprobe die Herzensdame mit der Fettsch&#252;rze am Bauch vergraule?</p>
<p><a name="business_punk"></a><strong>Punk&#8217;s not dead?</strong><br />
<img align="right" title="business_punk" src="http://www.traumdieb.com/wordpress/wp-content/uploads/business_punk.jpg" alt="business_punk" width="180" height="230" />Weil die Wirtschaftskrise ja nun wohl vorbei ist, haut G+J gleich noch einen raus, und zwar f&#252;r die &#8222;Leistungselite der Generation Xing&#8220;. Die Zielgruppenbeschreibung als &#8222;bedeutungsschwanger&#8220; zu bezeichnen, ist ja schon fast untertrieben. &#8222;Business Punk&#8220; geht an alle, die &#8222;radikal, kompromisslos, erfolgreich&#8220; (oder umgekehrt) sind. Die Leser, zwischen 25 und 40, &#8222;verdienen ihr Geld, um es auszugeben&#8220;. Aha. Tu ich auch &#8211; gezwungenerma&#223;en allerdings. Ohne Visionen geht bei denen nix, sie brennen f&#252;r ihren Job und ihr Leben. &#8222;Was w&#228;re dieses Land ohne diese High Performer? Nichts. Und trotzdem fordert die Krise sie heraus, m&#252;ssen sie ihren Lebensstil stets verteidigen, ihren Erfolg vor anderen rechtfertigen. Business Punks brauchen Selbstbest&#228;tigung. Sie brauchen Vorbilder und Tipps f&#252;r ihre knappe Freizeit. Sie brauchen ein Zuhause f&#252;r ihr Lebensgef&#252;hl zwischen Erfolgsmentalit&#228;t und Hedonismus.&#8220; -Entschuldigung, ich mu&#223; mich mal eben &#252;bergeben gehen, mir kommen gerade die <a rel="nofollow" href="http://www.sprachnudel.de/woerterbuch/beraterpommes">Beraterpommes</a> wieder hoch&#8230;</p>
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		<title>Fleckenteufel &#8211; Versuch einer Rezension</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 15:59:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Brüste]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Strunk]]></category>
		<category><![CDATA[Individualist]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum ich beinahe sehns&#252;chtig auf das neue Buch von Heinz Strunk gewartet habe? Nun, weil ich seit &#8222;Fleisch ist mein Gem&#252;se&#8220; mehr davon will, wie Heinz Strunk die Welt und das Sein in Formeln wie &#8222;der Mensch ist eben kein Beilagenesser&#8220; komprimiert. Frisch ist es erschienen, und ich habs in den letzten beiden Tagen durchgelesen. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Fleckenteufel - Heinz Strunk" href="http://www.amazon.de/dp/3499252244/?tag=traumdiebcom-21" target="_blank"><img title="Fleckenteufel" src="http://www.traumdieb.com/wordpress/wp-content/uploads/fleckenteufel.jpg" alt="Fleckenteufel" width="141" height="240" align="left" /></a>Warum ich beinahe sehns&#252;chtig auf das neue Buch von Heinz Strunk gewartet habe? Nun, weil ich seit &#8222;<a title="Fleisch ist mein Gem&#252;se - Heinz Strunk" href="http://www.amazon.de/dp/3499237113/?tag=traumdiebcom-21" target="_blank">Fleisch ist mein Gem&#252;se</a>&#8220; mehr davon will, wie Heinz Strunk die Welt und das Sein in Formeln wie &#8222;der Mensch ist eben kein Beilagenesser&#8220; komprimiert. Frisch ist es erschienen, und ich habs in den letzten beiden Tagen durchgelesen.</p>
<p>Jetzt, da es neben <a title="Feuchtgebiete - Charlotte Roche" href="http://www.amazon.de/dp/3832180575/?tag=traumdiebcom-21" target="_blank">Charlotte Roches &#8222;Feuchtgebiete&#8220;</a> ausgelesen im Regal steht, wundere ich mich schon ein wenig, warum viele Kritiker sich von der Covergestaltung haben derart beeinflussen lassen, da&#223; sie schrieben, Heinz Strunk habe mit diesem Buch eine peinliche Fortsetzung von Feuchtgebiete geschaffen. Das ist -wenn man von der &#196;hnlichkeit der Cover mal absehen mag- sachlich komplett falsch: Helen, die Protagonistin aus Feuchgebiete, ist eine Anarchistin und provoziert, wo immer sie kann, gegen die Angepa&#223;theit der Gesellschaft &#8211; und letztlich ohne es gro&#223; zu merken, auch immer gegen sich. Thorsten, der Fleckenteufel, ist da ganz anders: Er ist hilflos, ein Wurm im Sog der Pubert&#228;t.<span id="more-381"></span></p>
<p>Und Heinz Strunk l&#228;&#223;t uns so teilhaben an Thorstens Irrungen und Wirrungen, die dieser im Anti-Kontinuum bestehend aus F&#252;nf-Freunde B&#252;cher, Landserromanen, Darmproblemen, Geschlechtsteilen und Apfelkorn auf einer 14t&#228;gigen christlichen Jugendfreizeit in Scharbeutz erlebt. Ich selbst habe zwar nie an einer solchen Freizeit partiziperen <span style="text-decoration: line-through;">d&#252;rfen</span> m&#252;ssen, doch klingt mir die Formel der Dorfjugend von damals noch immer gut im Ohr: &#8222;Kennste Lenzte flennste&#8220;. Da wurden die ersten Zigaretten heimlich in den D&#252;nen geraucht, die ersten Bierr&#228;usche gelitten, die ersten Zungenk&#252;sse erlebt und die ersten Liebeskummer produziert. Und der 16j&#228;hrige Thorsten mittendrin, st&#228;ndig gepeinigt und &#252;berfordert von den Funktionen seines heranwachsenden K&#246;rpers. Heinz Strunk vers&#228;umt nicht, uns seitenlang daran teilhaben zu lassen, was so ein Darm alles b&#246;ses produzieren kann, das stimmt schon. Aber letztenendes waren es genau diese Textpassagen, wo ich vor lauter Lachtr&#228;nen nicht mehr richtig weiterlesen konnte. Der Mensch ist eben ein Voyeur mit einem ausgepr&#228;gten Hang zum F&#228;kalhumor, das ist mir schon bei Charlotte Roche bewu&#223;t geworden.</p>
<p>Nicht erwartet h&#228;tte ich das Ausma&#223; homoerotischer Fantasien: Mal ehrlich, sp&#228;testens nach der zweiten Beschreibung von Andreas&#8216; m&#228;chtigem Gem&#228;cht hatte ich genug dazu geh&#246;rt (&#8222;Andreas, klemm dir bitte deinen Penis zwischen die Beine und fixiere ihn mit Paketband. Und dort bleibt er bis zur Abfahrt.&#8220;) Stattdessen h&#228;tte er sich gern ein wenig mehr den anderen 50% seiner Sexualit&#228;t (Frauen) widmen d&#252;rfen, was aber nicht geht, weil da nunmal nicht viel mehr geht in Thorstens Leben au&#223;er festgestellten Brustgr&#246;&#223;en der Teilnehmerinnen.</p>
<p>Am Ende wird dann doch noch alles gut: Der Fartmaster schlie&#223;t Frieden mit seiner Verdauung (&#8222;Ein Leben ohne Magen-Darm-Trakt, mit schweinchenrosa Rosette und ewig guter Laune, das w&#228;r&#8217;s.&#8220;), Susanne Bohne wird gleich mehrfach entzaubert, Bukowski ersetzt Landserhefte und Enid Blyton, eine Demarkationslinie zwischen Jungen und M&#228;dchen verhindert Schlimmeres, und selbst auf die Salzorgien des Salzigen werden die anderen aufmerksam.</p>
<p>Das Buch w&#228;re nicht von Heinz Strunk, enthielte es nicht eine F&#252;lle von philosophischen Formeln, Simplifizierungen aus den Augen eines Heranwachsenden. Und gerade die machen, da&#223; ich durchaus rate, dieses Buch zu lesen: &#8222;Man kann als Zwerg hundert Jahre alt werden ohne Geschlechtsverkehr, aber ein Riese ist nach zwei Wochen ohne Schei&#223;en tot. Ja, das ist die Wahrheit.&#8220; Unterhaltung auf niedrigem Niveau, ja, aber Unterhaltung. Und wer sich noch wundert, warum das Buch <a title="Fleckenteufel - Heinz Strunk" href="http://www.amazon.de/dp/3499252244/?tag=traumdiebcom-21" target="_blank">Fleckenteufel</a> hei&#223;t, dessen Zweifel sei nach der ersten Begegnung von Thorsten mit sich selbst im Schlafsack zerstreut&#8230; Reise, reise!</p>
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		<title>Bom Chicka Wah Wah</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 21:31:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist inzwischen Herbst geworden, und ich alter K&#228;mpfer k&#228;mpfe immernoch mit meinem Knie, und das jahreszeitgem&#228;&#223; haupts&#228;chlich im Fitnessstudio. Ja richtig: Eisenreis(s)en in der Muckibude, zwischen all den anderen hirn- und freundeskreislosen Individualisten (so nennt man ja heute Menschen, die keine sozialen Bindungen hinbekommen) gemeinsam verschwitzte Luft einatmen und aus Pudding Muskeln machen. Hat [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist inzwischen Herbst geworden, und ich alter K&#228;mpfer k&#228;mpfe immernoch mit meinem Knie, und das jahreszeitgem&#228;&#223; haupts&#228;chlich im Fitnessstudio. Ja richtig: Eisenreis(s)en in der Muckibude, zwischen all den anderen <strong>hirn- und freundeskreislosen Individualisten</strong> (so nennt man ja heute Menschen, die keine sozialen Bindungen hinbekommen) gemeinsam verschwitzte Luft einatmen und aus Pudding Muskeln machen. Hat damals zumindest der Arni schon gesagt, ich glaube im Kindergartencop. Spielt auch weiter keine Rolle, denn man mu&#223; nicht unbedingt mit Trainingserfolg beseelt werden, um einen guten Abend da zu haben, manchmal reicht auch einfach schon der Anblick der anderen Leute. So wie im Sommer in der Fu&#223;g&#228;ngerzone: Nix gekauft, aber einen Haiden-Spa&#223; vom Zugucken gehabt. Keine Angst, ich zieh mir den Schuh des immer-l&#252;sternden, gemeinen Zynikers gerne f&#252;r meine Leser an, die dann umgekehrt in bestem <strong>Second-Hand-Voyeurismus</strong> meine Erlebnisse nachf&#252;hlen k&#246;nnen.<br />
Im Herbst rennen sie wieder alle ins Studio, gilt es doch, noch vor Silvester den guten Vorsatz vom letzten Silvester einzul&#246;sen: &#8218;N&#228;chstes Jahr mach ich Sport&#8216;. Die Resultate dieser guten Vors&#228;tze kann man im Sommer in jedem x-beliebigen Freibad oder Badesee, am Strand oder auch in den Fu&#223;g&#228;ngerzonen begutachten. Kennt jeder, braucht man nicht weiter drauf eingehen. Da wird geschwabbelt was die Epidermis hergibt. Im Herbst jedenfalls wird dann all das in enge, eigens f&#252;r diesen Zweck nagelneu angeschaffte, farblich meist unertr&#228;gliche Stretch-Sportdresse gezwengt. Und dann Atacke, <strong>ran an den Speck</strong> &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes.<br />
Ein Highlight, nein, besser Fashion-Victim ist ein Mitt-F&#252;nfziger mit klassischer Birnenfigur. Also oben extrem schmal, dann bis zur H&#252;fte stetig an Umfang zunehmend, der &#220;bergang Love-Handles/Hintern bildet den &#196;quator, und darunter (er selbst sieht sich da nicht mehr) kommt wieder nix mehr. Der Typ tr&#228;gt eine gelbe Trainingshose und kombiniert stilsicher ein ebenso gelbes T-Shirt. Er sieht darin aus <strong>wie Willi von Biene Maja, nur ohne Streifen</strong>.<br />
Da&#223; Schwitzen elementarer Bestandteil des Konzepts &#8222;Sport&#8220; ist, wird leider selten bedacht. So zerflie&#223;en bei den meisten Anf&#228;ngerinnen buchtst&#228;blich jegliche Bestrebungen, gleichzeitig dabei eine gute Figur durch optimales Styling zu machen: Makeup und Haarfrisur melden sich bereits beim ersten Trainingszyklus gnadenlos ab und sind darum als komplett &#252;berfl&#252;ssig anzusehen. In engem Zusammenhang dazu steht die Nicht-Verwendung statisch h&#246;her belastbarer Unterw&#228;sche, wie sie der einen oder anderen Dame etwa beim BodyAttack (neudeutsch f&#252;r Schattenboxen), Aerobic-Geh&#252;pfe oder schlichtweg auf dem Laufband die verfr&#252;hte Kapitulation des Bindegewebes im Brustbereich ersparen w&#252;rde. Ich hab neulich gelesen, da&#223; Br&#252;ste  17 cm hoch- und runterh&#252;pfen k&#246;nnen. Das ist eine Amplitude von 34cm im Extremfall &#8211; und diese Sorte Extremf&#228;lle tummeln sich dieser Tage vermehrt in den Kursen der Fitnessstudios. Komisch, ich mu&#223; seit Heinz Strunk&#8217;s &#8222;Fleisch ist mein Gem&#252;se&#8220; immer an <strong>Busen-Maike</strong> (&#8222;Sie ist halb Mensch, halb Busen&#8220;) denken, wenn ich sowas sehe. -&#220;brigens, mir f&#228;llt beim Betrachten des Wortes &#8222;Fitnessstudios&#8220; auf, da&#223; ich es f&#252;r falsch geschrieben erachte, so auf den ersten Blick. Ist das was &#196;hnliches, wie wenn die Leute bei &#8222;Tischlampe&#8220; immer sofort erstmal &#8222;Schlampe&#8220; lesen?<br />
In der Umkleide habe ich irgendwie immer den Spint neben Luigi. (Der Name wurde bewu&#223;t von der Redaktion ge&#228;ndert, weil ich seinen Namen gar nicht kenne.) Luigi ist ein waschechter Italiener, das kann ich mit Bestimmtheit von seinem unvergleichlichen Akzent ableiten. Und w&#228;re da nicht der Akzent, so ginge bestimmt der Tricolore-Aufkleber auf seinem rosso-roten Alfa Romeo 155 als eindeutiges Merkmal durch. Oder eben seine imposante K&#246;rperbehaarung, an der sich sicher bereits die vierte Generation von Remington Langhaarschneidern buchst&#228;blich die Z&#228;hne ausbei&#223;t. Er ist ein lieber Kerl, isse immere feundelisch su mire (auch da mu&#223; ich immer an den Antonio Marcipane aus &#8222;Maria, ihm schmeckts nicht&#8220; denken!). Aber Luigi erinnert mich extrem an einen dieser r&#246;mischen Offiziere aus Asterix. Wi&#223;t Ihr noch? -So mit Streichholz-Beinchen und einem gewaltigen, V-f&#246;rmigen Oberk&#246;rper, der den darauf sitzenden, extrem runden Kopf einfach nur komplett unterdimensioniert erscheinen l&#228;&#223;t? DAS ist Luigi! Toller Mann, w&#252;rde er sich nicht, bevor er sich selbst auf die sicher schon erwartungsvoll sabbernde Frauenwelt losl&#228;&#223;t, noch einmal so richtig von oben bis unten (ja! richtig gelesen, is kein Scherz, auch wenn M&#228;nner untereinander &#252;ber Umkleide-Erlebnisse den Mantel des Schweigens ausbreiten&#8230;) mit Axe einr&#228;uchern w&#252;rde. Ja Luigi, Sie haben alle D&#252;fte verbessert, <strong>Bom Chicka Wah Wah</strong>, viel hilft sicher viel!</p>
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