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	<title>Traumdieb.com &#187; Handy</title>
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	<description>Anachronistisch &#38; impulsiv schreibt hier der Traumdieb</description>
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		<title>Training &amp; Sport mit GPS tracken</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 15:31:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Viele Jogger, Wanderer und Mountainbiker kennen das: Sobald man die gut ausgebauten Waldautobahnen mal verl&#228;&#223;t und einen kleinen Trail vorzieht, ist es meistens hinterher so gut wie unm&#246;glich, die genaue Strecke auf einer handels&#252;blichen Wanderkarte nachzuvollziehen, geschweigedenn jemandem die Tour vom Wochenende zu beschreiben. Im Jahr 2009 ist das jedoch mit einem Symbian-Handy von Nokia [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Jogger, Wanderer und Mountainbiker kennen das: Sobald man die gut ausgebauten Waldautobahnen mal verl&#228;&#223;t und einen kleinen Trail vorzieht, ist es meistens hinterher so gut wie unm&#246;glich, die genaue Strecke auf einer handels&#252;blichen Wanderkarte nachzuvollziehen, geschweigedenn jemandem die Tour vom Wochenende zu beschreiben. Im Jahr 2009 ist das jedoch mit einem Symbian-Handy von Nokia und einem GPS-Empf&#228;nger kein Problem mehr: Der Nokia SportsTracker macht es m&#246;glich!</p>
<p><span id="more-455"></span>Meine Grundausr&#252;stung f&#228;llt sehr bescheiden aus: Ein Symbian S60 Handy von Nokia (E65) mit der aktuellen Version des Nokia SportsTracker installiert, sowie einem externen GPS-Empf&#228;nger (z.B. Nokia LD-3W), weil das E65 noch keinen internen besitzt. Nokia bietet den SportsTracker momentan (nat&#252;rlich) nur f&#252;r die Nokia N- und E-Serie an und empfiehlt au&#223;erdem den Einsatz des neuen Nokia GPS-Moduls LD-4W, was um einiges dezenter und wegen des Schl&#252;sselrings auch praktischer ausgefallen ist als der Vorg&#228;nger. Das Handy wird gut gesch&#252;tzt verstaut. Ich nutze daf&#252;r den Deuter Phone-Bug aus Neopren, der easy auf das Oberrohr geklettet wird und somit in kurzen Pausen schnellen Zugriff auf das Handy gew&#228;hrt. Der &#252;ber Bluetooth verbundene GPS-Empf&#228;nger findet im Trinkrucksack Platz. Da st&#246;rt er &#252;berhaupt nicht und hat zudem den wahrscheinlich optimalen Empfangsplatz, was man von der Hosentasche beim Joggen nicht behaupten kann &#8211; vom dauernden Geb&#228;mmel in der Tasche ganz zu schweigen.</p>
<p>Im Men&#252; lassen sich die unterschiedlichen Sportarten leicht mit den jeweiligen Pr&#228;ferenzen konfigurieren. Bei &#8222;Radfahren&#8220; bietet sich beispielsweise an, die Funktion &#8222;Auto-Pause&#8220; auf Geschwindigkeiten unter 2 km/h sowie die Geschwindigkeitsmessung auf einen gleitenden Durchschnitt der letzten 5 oder 10 Sekunden einzustellen. Dadurch wird einerseits die Kurve etwas gegl&#228;ttet, und man f&#228;hrt nicht 5 min mit 0 km/h, nur weil man nicht bei jedem Verschnaufen am Handy auf &#8222;Pause&#8220; dr&#252;ckt. Dann kann es auch schon losgehen: Aktivit&#228;t w&#228;hlen, GPS konnektieren, Signalempfang abwarten und los. Der GPS-Empfang ist selbst im Wald voll ok, schlie&#223;lich geht es hier ja nicht darum, die n&#228;chste Kreuzung dem Fahrer im richtigen Moment anzusagen, sondern einfach nur den Weg aufzuzeichnen. Daf&#252;r reichen durchaus auch mal weniger als 9 Satelliten. In der Praxis ist es so, da&#223; eigentlich immer 4 Satelliten empfangen werden k&#246;nnen, nur im tiefsten Wald unter dichtester Belaubung kann das Signal mal f&#252;r einige Minuten ausfallen. Der Nokia SportsTracker errechnet dann einen Mittelwert bzw. stellt die Strecke bis zum n&#228;chsten Koordinatenpunkt als Linie dar.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-459 aligncenter" title="Nokia SportsTracker" src="http://www.traumdieb.com/wordpress/wp-content/uploads/nokia-sport-tracker.png" alt="Nokia SportsTracker" width="379" height="342" /></p>
<p>Bei der Auswertung der Daten nach der Tour wird im Vergleich zum Radcomputer schnell deutlich, wer hier genau mi&#223;t und wer &#8222;Pi mal Daumen&#8220;. Allerdings sind die Abweichungen durchaus zu verschmerzen: Bei mir liegt die Abweichung in der gemessenen Wegstrecke rund bei 8%, bei der H&#246;henmessung etwa 10%, jeweils zugunsten der GPS-Messung. Sind die Daten zum Portal des Nokia SportsTracker hochgeladen (dies kann direkt vom Handy erfolgen), kann man dort die Strecke revue passieren lassen und im Detail ansehen. Ferner besteht die M&#246;glichkeit, sich die Streckendaten als KML- oder GPX-Datei runterzuladen. KML-Dateien lassen sich dann in Google Earth laden oder mit einer Google Map darstellen. Beispiele f&#252;r die Darstellung auf der eigenen Homepage sowie Links zu Nokia SportsTracker-Training gibt es auf der Seite mit meinen <a title="Mountainbike-Touren" href="http://www.traumdieb.com/mountainbike-touren" target="_self">Mountainbike-Touren</a>.</p>
<p>Hier noch ein paar Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://sportstracker.nokia.com" target="_blank">Nokia SportsTracker Portal</a></li>
<li><a href="http://sportstracker.nokia.com/nts/download.do" target="_blank">Nokia SportsTracker Download</a></li>
<li><a href="http://www.matusz.ch/blog/projekte/xml-google-maps-wordpress-plugin/" target="_blank">XML Google Maps Plugin f&#252;r WordPress</a></li>
<li>Alternative: <a href="http://www.smartrunner.de" target="_blank">SmartRunner</a></li>
</ul>
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		<title>Der T-Mobile GAU?</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 16:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Also mal ehrlich: Wenn bei T-Mobile einmal im Jahrtausend f&#252;r 2-6 Stunden die Leitung tot ist, wird so getan, als w&#228;re die Informationsgesellschaft ins Mittelalter zur&#252;ckversetzt worden. Das ist dann sogar eine Kolumne mit Feature-Special bei bild.de wert. -&#220;ber die allt&#228;glich grottige Netzqualit&#228;t von E-Plus regt sich hingegen die &#214;ffentlichkeit nicht auf, das interessiert kein [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Also mal ehrlich: Wenn bei T-Mobile einmal im Jahrtausend f&#252;r 2-6 Stunden die Leitung tot ist, wird so getan, als w&#228;re die Informationsgesellschaft ins Mittelalter zur&#252;ckversetzt worden. Das ist dann sogar eine Kolumne mit Feature-Special bei bild.de wert. -&#220;ber die allt&#228;glich grottige Netzqualit&#228;t von E-Plus regt sich hingegen die &#214;ffentlichkeit nicht auf, das interessiert kein Schwein.</p>
<p>Dabei ist es mindestens genauso brisant: Gestern waren so ungef&#228;hr alle Besserverdiener ohne Handy, bei E-Plus trifft es alle Sch&#252;ler, Studenten, Spa&#223;telefonierer und solche armen Schweine wie mich, die mit diesem Netzanbieter ein Firmenhandy nutzen <em>m&#252;ssen </em>jeden verdammten Tag!</p>
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		<title>0180-LUFTHANSA &#8211; Spa&#223; mit Vanity</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 18:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vanity-Nummern sind eine tolle Erfindung. Die Lufthansa hat sich auch eine zugelegt und teilt die interessierten Menschen auf ihrer Homepage mit. Wer -so wie ich- auf dem Flughafen in Las Vegas einen relativ dringenden Sachverhalt hinsichtlich des Gep&#228;cks mit der Lufthansa-Hotline besprechen m&#246;chte, der bedankt sich freundlich bei seinem guten Freund T., der ihm die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vanity-Nummern sind eine tolle Erfindung. Die Lufthansa hat sich auch eine zugelegt und teilt die interessierten Menschen auf ihrer Homepage mit. Wer -so wie ich- auf dem Flughafen in Las Vegas einen relativ dringenden Sachverhalt hinsichtlich des Gep&#228;cks mit der Lufthansa-Hotline besprechen m&#246;chte, der bedankt sich freundlich bei seinem guten Freund T., der ihm die Nummer mal schnell aus dem Internet besorgt und via Handy durchgegeben hat, legt auf und steht pl&#246;tzlich im Zeitalter von Blackberry und Smartphone vor einem bislang g&#228;nzlich unbekannten Problem:<br />
<span id="more-339"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-340 aligncenter" title="Nokia e61i" src="http://www.traumdieb.com/wordpress/wp-content/uploads/02_e61i.jpg" alt="Nokia e61i no Vanity" width="423" height="271" /></p>
<p>Mir blieb nichts anderes &#252;brig, als mit meinem anderen Handy die Vanity-Nummer erst zu &#8222;entschl&#252;sseln&#8220;&#8230;</p>
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		<title>EM-Vorbereitungen zum Sommerm&#228;rchen</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 10:35:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[So langsam wird es Zeit -auch f&#252;r notorische Fu&#223;ball-Muffel wie mich-, die schwarz-rot-gold Gimmicks aufzur&#252;sten und mich auf die EM vorzubereiten. So hat eben ein Spielplan-Poster seinen Platz an der Wand im B&#252;ro gefunden, und den EM-Spielplan habe ich im Outlook, dem Handy und dem iPod synchronisiert. Von einer Fahne am Auto sollte man angesichts [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>So langsam wird es Zeit -auch f&#252;r notorische Fu&#223;ball-Muffel wie mich-, die schwarz-rot-gold Gimmicks aufzur&#252;sten und mich auf die EM vorzubereiten. So hat eben ein Spielplan-Poster seinen Platz an der Wand im B&#252;ro gefunden, und den <a title="EM-Spielplan f&#252;r Outlook" href="http://www.sportsinoutlook.com/euro_2008/" target="_blank">EM-Spielplan</a> habe ich im Outlook, dem Handy und dem iPod synchronisiert. Von einer <a title="Deutschlandflagge am Auto" href="http://www.stern.de/em2008/analyse/hintergrund/:EM-2008-F%E4hnchen-Sturm/622330.html?nv=rss_all" target="_blank">Fahne am Auto</a> sollte man angesichts der momentanen Spritpreise absehen, was aber nicht hei&#223;t, da&#223; man mit der Flagge so umgehen sollte, <a title="Gr&#252;ne Fahnenpinkler" href="http://www.pi-news.net/2008/06/gruene-fahnenpinkler/" target="_blank">wie diese Gehirnspender hier</a>.</p>
<p>Ob das dieses Mal dann auch wieder ein Sommerm&#228;rchen werden wird, &#252;berlasse ich lieber S&#246;nke Wortmann als Jogi L&#246;w. Klar, da&#223; ich unseren Jungs trotzdem die Daumen halte, was ich im folgenden <strong>Bilderr&#228;tsel</strong> mal schnell visualisiert habe:</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-259" title="em_2008" src="http://www.traumdieb.com/wordpress/wp-content/uploads/em_2008.jpg" alt="EM 2008 Deutschland" width="450" height="82" /></p>
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		<title>Von Techno, T?cken und der Thesis</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Mar 2005 12:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>In einer Woche werde ich wohl mit einer CD und einem guten Grund bewaffnet die Uni-Bib aufsuchen gehen. Mein Vater fragte mich am Wochenende, warum ich eigentlich keinen USB-Stick f?r den Datentransport benutze. Gut, er hat sich etwas anders ausgedr?ckt; er sagte &#8222;Du, ich hab da die Tage beim <i>[insert name of random technophile colleague here]</i> gesehen, der hat so einen kleinen Dings, den schiebt er da nur in den Computer rein, und da hat er alles drauf, was er so braucht, und das immer dabei&#8220;. Aber gut, ich war erstmal baff! Mein Vater redet von USB-Sticks, ich fasste es kaum. Ich nannte als Grund, da? ich noch nicht wirklich einen gebraucht h?tte und daher wegen meiner grunds?tzlich ablehnenden Haltung jedes neuen Gimmicks gegen?ber und aus Geiz bisher von der Anschaffung eines solchen Wunderwerks der Technik abgesehen h?tte. Er wollte dann wissen, was wohl so ein Stick kostet. Er kam in der Folge zu dem Schlu?, mich mal wieder nicht verstehen zu k?nnen, schlie?lich seien 40-50 Euro f?r sowas tolles doch nun wirklich kein Geld. ?Da? aber meine Mutter noch immer auf seinen Segen wartet, sich endlich DSL legen lassen zu k?nnen, damit sie mit ihrem neuen Notebook endlich mal vom <b>Berg-hoch-LKW-bitte-ganz-rechts-Streifen</b> auf die ?berholspur der Datenautobahn wechseln kann, sollte ich besser argumentatorisch vermeiden, denn sonst verf?llt seine gewonnene Lust am Forstschritt gleich wieder in die f?r ihn so typische Schockstarre. An dieser Stelle die geistige Notiz unter die Hirnrinde, sp?ter mal nicht so werden zu wollen.<br />
Ob ich dies Versprechen allerdings einhalten kann, ist arg fraglich, zumal ich absolut ?berhaupt keinen Sinn darin sehe, mir in der S-Bahn einen Film im Briefmarkenformat auf meinem Handy anzusehen oder mir dabei zusehenzulassen, wie ich auf dem Klo telefoniere. Tja, die Cebit wirft wirklich mit allerlei Schund um sich, und irgendwie wird das von Jahr zu Jahr schlimmer. Ich frage mich, ob die Hersteller das einfach nicht wahrhaben wollen, da? wir hier nicht Japan sind! Vielleicht sollte man sie mal bei der Hand nehmen und in einem Rundgang gemeinsam feststellen lassen, da? es bei uns keine <b>Barbiepuppen mit 3 K?rper?ffnungen</b> in an der Stra?e aufgestellten Automaten gibt, wo man auch getragene Schl?pper von Schuldm?dchen ziehen kann. Bei uns pinkeln zudem echte Hunde auf den Teppich, dazu brauchen wir keine Roboter. Und genauso wenig brauche ich diesen ganzen <b>Firlefanz am Handy</b>. Ok, die Knipse f?r Schnappsch?sse, von mir aus. Dann aber bitte richtig, und nicht so, da? sich nur <b>Freibad-Spanner</b> damit vergn?gen k?nnen und alles, was sich in geschlossenen R?umen schneller bewegt als ein Gummibaum auf dem Bild dann ungef?hr genauso viel k?nstlerischen Anspruch und Charme hat wie das Erbrochene neben statt in einer Kneipentoilette. Warum packt eigentlich niemand mal eine Infrarot-Funktion als Fernbedienung in so ein Teil? Und wann kommen endlich Bezahlsysteme mit dem Handy, die auch wirklich funktionieren? ?Aber um sowas macht sich keiner Gedanken, stattdessen soll ich mir Herr der Ringe auf 280&#215;280 Pixeln bei 65tausend Farben in der wackeligen Stra?enbahn ansehen. Klasse Idee. Da bei mir jetzt auch wieder die Vertragsverl?ngerung ansteht, werde ich einen Teufel tun, und mir ein UMTS Handy aufschw?tzen lassen, und das hat nichts mit Technophobie zu tun.<br />
Mein Vater hat da ja sowieso gar keinen Vertrag mit solchen Sachen. F?r ihn gilt der Grundsatz: <b>Ich will nur das haben, was nix kostet.</b> Billich willich sozusagen. Und irgendwie kommt er seit Jahren auch tats?chlich um jegliche Investition rum. Zum Beispiel, ich gebe ihm mein &#8218;altes&#8216; Handy, weil seins zickt, er aber nicht den Sinn sieht, sich ein neues zu kaufen, weil er es nicht versteht, da? ein Handy nach 5 Jahren durchaus mal den Geist aufgeben darf. Ja, ausdr?cklich <i>darf</i>! Rumtragen will so ein Teil dann eh keiner mehr, davon bekommt man mindestens einen Haltungsschaden. Oder aber, ?berall wird das gewohnte terristische Fernsehen abgeschaltet, auch die letzten Nachbarn m?ssen nun gezwungenerma?en auf DVB-T oder Sch?ssel umsteigen. Zwar haben wir schon seit Jahren eine Sch?ssel, aber mirakul?serweise ist unser Haus das einzige in der Stra?e, dessen Antennen noch immer ein brauchbares Bild aus dem Vogelsberg empfangen, seit von Frankfurt nischt mehr kommt.<br />
Goldig war auch, wie er mir einen guten Ratschlag bez?glich des Druckens meiner Diplomarbeit geben wollte. Er meinte, ich solle da doch mal besser vorher einen Termin machen, bei ihm h?tten die das damals, also 1905 oder so, dann in 2 Tagen schon fertig gehabt. Ich hab ihm dann gesagt, da? ich da mit meiner CD -ja, verdammt, ich hab halt noch keinen USB-Stick- hingehe und ne halbe Stunde sp?ter mit 4 gebundenen Ausgaben den Salon wieder verlasse. Das hat ihn schon schwer beeindruckt, da? &#8222;die so schnell kopieren k?nnen&#8220;. Mann, irgendwie komme ich mir vor, als w?rde ich von meinem Uropa erz?hlen; man hat ja fast Mitleid mit ihm, da? ihm das alles so am Allerwertesten vorbeigeht!<br />
Naja, immerhin hab ich es jetzt trotzdem geschafft, Euch -fast ganz nebenbei- zu berichten, da? das leidige Thema Nummer eins fast ausgestanden ist.</p>
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		<title>Leute heute</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2004 08:57:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat die Uni wieder begonnen. -Und ich mittendrin. Dachte mir, gehste mal <b>Freshmen glotzen </b>und wirst ganz nebenbei ein wenig produktiv in der Bib.<br />
Da? ich mich offensichtlich f?r mein Alter ganz gut gehalten habe hat mir nicht nur letztens die Mitbewohnerin von einem Bekannten verdeutlicht, indem sie fragte, ob er und ich denn nun hier anfingen. Nein, auch da? mir nach den ganzen Jahren noch ein (B)Analitas-J?nger einen Flyer f?r ein &#8222;<b>Kennismakingsborrel</b>&#8222;, also eine Einladung zu so einem Verbindungs-Menschenf?nger-Abend, in die Hand gedr?ckt hat, fand ich dann doch schon ein starkes St?ck. Da? man aber auch so nicht unbedingt zum ?ltesten Eisen geh?rt zeigt sich daran, wieviele Leute aus dem Jahrgang nun doch wieder hier auftauchen. Jetzt, wo alle von den Malediven oder Papas Finca wieder am Start sind, treffe auch ich mal wieder ein paar bekannte Gesichter.<br />
Schaut man allerdings in die Unbekannten, wird einem wieder <b>das ganze Ausma? psychologischen Beeindrucktseins</b> bewu?t, das man selbst auch in seinen ersten Uni-Tagen erlebt hat. Lustig ist es schon, jetzt, wo der Abstand da ist, wie sie alle schauen: scheu und gleichzeitig enorm selbstbewu?t. Dem einen oder anderen steht 5 min vor Veranstaltungsbeginn auch gern mal <b>die nackte Angst</b> im Gesicht, wenn er noch nicht seinen Raum gefunden hat. Wie goldig! Richtig Eindruck schinden bei den Bunnys (danke <a href="http://nini.traumdieb.com" target="_blank">Nini</a> f?r das Wort!), wer sich nicht nur im Hauptgeb?ude sondern auch in der Bib auskennt. Scharenweise pilgerten gestern Gr?ppchen in die Bib, und die wahren Checker zeigten dann den staunenden <b>P?nzchen</b> das Regal, wo das richtige Buch steht. Ich h?tte schreien k?nnen! Aber nicht nur deswegen, sondern haupts?chlich wegen der Unruhe, die das Jungvolk da reingebracht hat. Warum erz?hlen die denen bei ihrer Bibliotheksf?hrung nicht, <b>da? man in den S??len die Fresse zu halten hat</b>, keine St?ckels anzieht, wenn man nicht lautlos darin zu gehen gelernt hat, und auch, da? man nicht telefoniert, das Handy auf stumm schaltet und auch nicht zu zweit hinter einem offensichtlich besch?ftigten Diplomanden wild auf Chinesisch zu diskutieren anf?ngt?! Ferner scheint den neuen auch keiner verraten zu haben, da? Holland ein kapitalistisches Land ist, in dem man gegen Bares die ben?tigten Fachb?cher erh?lt. Anders kann ich es mir nicht erkl?ren, da? ich gestern erst nach fast 15 min einen freien Kopierer im ganzen Geb?ude bekommen konnte. <b>Wie die Weltmeister</b> haben die da -nat?rlich, was das verkleinernde Kopieren von Doppelseiten angeht, kr?ftig Lehrgeld bezahlend- kopiert was aus dem Ding rauskam. *kopfsch?ttel*<br />
Die Mensa pr?sentiert sich auch im neuen Gewand. Ob ich das toll finde, wage ich noch nicht zu sagen, ich tu mich ja schwer mit so Sachen. Sitzpolster im <b>Kr?nung-Light mintgr?n</b>, Fu?boden mit moderner Kunst im Linoleum, v?llig umgestaltete Essensausgabe mit on-demand Zubereitung a la China-Schnellimbis, ja sogar eine Salatbar gibt es! Das war mir gestern irgendwie entschieden zuviel Innovation auf einmal, zumal ich f?r mein Broodje Gezond ohne Getr?nk fast soviel bezahlt habe wie Christoph f?r einen Teller Reis-Beilage und 0.5er Cola. Strange.<br />
K?nnte sein, da? es bald wieder was von der Spa?gesellschaft zu berichten gibt, denn <b>im Nachbarhaus sind neue Leute</b> eingezogen. Ich war ja erst so froh, da? diese Familie mit den gr??lichen Kindern endlich ausgezogen ist, aber angesichts der Truppe, die da nun wohnt, bin ich mir nicht sicher, ob ich meine Begeisterung aufrecht erhalten kann. Zu cool f?r diese Welt. Der eine Typ f?hrt nen S3, was an sich schon die gr??te Unversch?mtheit ist. Das macht man einfach nicht als Student! Da kannste besser noch <b>Mutters olles M3 Cabrio </b>fahren, da sagt man weniger was, als wenn Du mit nem schwazzen S3 ankommst. Frechheit. Der Poser hat dann auch nen Kollegen da wohnen, der gibt genauso society-m??ig Gas, allerdings hat es bei ihm &#8222;nur&#8220; zu nem normalen A3 gereicht. <a href="http://www.february-29.com" target="_blank">Alice</a> hat die beiden dann gestern beim Heimkommen gesehen, in Begleitung von zwei Volldosen, die aussahen, als h?tten die Jungs die grad <b>am Stra?enstrich aufgesammelt</b>. Kurzum: Marke &#8222;Pappi hat mir ein Haus f?r&#8217;s Studium in der Fast-Innenstadt gekauft und ich bin so gro?z?gig und vermiete ein paar Zimmer an meine mindestens coolen Freunde&#8220;. Bitte, wann&#8217;s schee mocht, aber ich mu? erstmal kotzen gehen!</p>
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		<title>Schlimmer geht&#8217;s immer</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2004 17:29:46 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Zerkratze Autos, zerstochene Reifen, abgetretene Spiegel, eingeschlagene Heckscheiben, gestohlene Antennen und Nummernschilder ? das nennt Ihr Hardcore?! <b>Kindergeburtstag</b>! Ich mu? hiermit zugeben ?und die Begr?ndung folgt auf dem Fu?e-, da? meine so verha?ten Holland-Chaoten direkt von den jungen Wilden aus Gie?en noch was lernen k?nnen. Unterschied war diesmal nur der, da? es nicht mich getroffen hat. Naja, wie man?s nimmt&#8230; Aber zum Tathergang: Ohne da anzufangen, wo f?r Thomas der sch?ne Teil des Tages anfing, n?mlich bei der Abholung seines nagelneuen Leons vom H?ndler am gestrigen Nachmittag, waren wir, das sind Alice, Thomas und ich, gerade auf dem R?ckweg nach Hause von der Havanna-Bar in Gie?en. Unweit des ehemaligen Auswegs standen wir also <b>im wenige Stunden alten Leon</b> als erste an der zu diesem Zeitpunkt roten Lichtzeichenverkehrsregelanlage. Unsere Unterhaltung wurde pl?tzlich j?h durch ein auf irgendetwas am Auto einschlagendes Ger?usch unterbrochen. Erschreckt schaut man sich sofort in alle Richtungen um, fragt sich gegenseitig, was das war und be?ugt, was sich im Wagen dahinter tut, und warum zum Teufel und hastenichgesehen und was und wie und wo&#8230;. *peng* *klirr* ?<b>ALTER GIB ASCHE!</b> FAHR, UNS HAT WAS GETROFFEN!? Fett heftiger Schock, dann ein Versuch an einen klaren Gedanken: Krass, neben mir ist die ganze Seitenscheibe zersplittert, ich hab ein paar Scherben auf dem Scho? und wir leben noch! Dann das sinnvollste, was man in so einer Situation tun kann: Ein gutes St?ck Fersengeld geben, Handy rauskramen, anhalten, aussteigen, <b>110 anrufen</b>. Ich hab dann angesichts dessen, da? die wohl kaum mit Watteb?uschchen die Scheibe eingeworfen haben, nach ein paar Metern in Richtung Tatort doch noch darauf verzichtet, selbst die Sch?tzen ausfindig zu machen. War wohl auch besser so. Die Polizei fand das ganze dann schon recht interessant, die Kripo diagnostizierte den Einschlag zweier Projektile, h?chstwahrscheinlich Steine, die mit einer Schleuder geschossen wurden. Der erste hatte die Heckscheibe in einem (f?r uns) g?nstigem Winkel getroffen und war abgeprallt, der zweite war ein Volltreffer in die hintere Seitenscheibe, neben der ich sa?. Ein bagatellhafter Kratzer von Glassplittern am Oberarm hielt mich dann auch nicht davon ab, den Wisch mit dem Titel ?<b>Strafanzeige wegen K?rperverletzung</b>? prompt zu unterschreiben. Wo sind wir denn, wenn man neuerdings mit einer Steinschleuder mitternachts an einer leblosen Kreuzung einer mittelhessischen M?chtegernstadt beschossen wird! ?Na, was wird wohl erst aus Gie?en werden, wenn der <b>offene Jugendstrafvollzug</b> kommt?!</p>
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		<title>Jawoll, wir waren Helden!</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2004 13:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr richtig:</p>
<p><i>&#8222;Als Kinder sa?en wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.<br />
Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.<br />
Die Fl?schchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten ?ffnen,<br />
genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.<br />
[&#8230;]<br />
T?ren und Schr?nke waren eine st?ndige Bedrohung f?r unsere Fingerchen<br />
und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.<br />
[&#8230;]<br />
Wir tranken Wasser aus Wasserh?hnen und nicht aus Flaschen.<br />
[&#8230;]<br />
Wir verlie?en morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Stra?enlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!<br />
[&#8230;]<br />
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Z?hne, und niemand wurde<br />
deswegen verklagt. Es waren eben Unf?lle. Niemand hatte Schuld au?er wir selbst.<br />
[&#8230;]<br />
Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkan?le, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.<br />
<b>Wir hatten Freunde!!!</b>&#8222;</i></p>
<p>gelesen bei <a href="http://www.m-e-x.de/blog/archive/001736.html" target="_blank">M-E-X Blog</a></p>
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		<title>Chlorfrei</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2004 21:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Traumdieb & Umwelt]]></category>
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		<category><![CDATA[Leute]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<p>Wahnsinn. Ich habe einen Sitzplatz. Und ein eigenes Schlie?fach. Ich h?tte sogar einen Rechner haben k?nnen. Nat?rlich mit Flachbildschirm. Selbst ein Fensterplatz w?re heute dringewesen! -Kurzum, bevor sich der geneigte Leser weiter wundert, ich bin in der Bib. Zum ersten Mal seit langem wieder einmal f?r l?nger als blo? auf einen Kaffee und zum Leute treffen. Das kann man n?mlich den ganzen Tag. -Uneingeschr?nkt wohlgemerkt. Wer allerdings einen der begehrten Sitz- oder Rechnerpl?tz will, mu? fr?h aufstehen. Und wer Wert auf einen Notebook-Steckplatz legt, kommt wie beim <b>Sommerschlu?verkauf</b> am besten noch vor Tores?ffnung und campiert im modernen Innenhof unter den Fahrradst?ndern. (Zum Gl?ck wurde WLAN noch nicht erfunden!) Der fr?he Vogel f?ngt auch hier wiedereinmal den begehrten Wurm, oder aber, wer zu sp?t kommt, den bestraft das Uni-Leben mit der Zechen-Garderobe.<br />
Ungeachtet dessen, da? drau?en schon die ersten B?ume bl?hen und die Natur sehr in den Startl?chern steht, l??t die <b>noble Bl?sse</b> einiger derer, die sich tagt?glich in der Bib internieren, darauf schlie?en, da? es ein langer Winter gewesen sein mu? und 8 Stunden vor dem Monitor eben doch nicht br?unen, so wie es mal in einer Netzzeitschrift am 1.4. letzten Jahres suggeriert wurde.<br />
Ach ja richtig, es sind ja Pr?fungen n?chste Woche. War mir, als (hoffentlich) endlich Scheinfreiem, schon g?nzlich entfallen. *h?stel* Und mit dem neuen, gleichsam segensreichen wie geha?ten Bachelor-Master-System kann der dritte Block schon einiges bedeuten. Da hei?t es unter Umst?nden schon bald wieder Koffer packen f?r diejenigen, die immernoch Daddy Glauben schenken, wenn er von den unausweichlichen Vorteilen einer Mitgliedschaft in einer dieser uns?glichen <b>Idioten-Vereinigungen</b> schw?rmt, und lieber vier mal die Woche saufen gehen, als mal ein wenig in ihren Unterlagen zu lesen. Naja, zum Gl?ck ist wohl der Mitgliederschwund ebenso gravierend wie bezeichnend, aber das hei?t noch lange nicht, da? nun auch weniger Leute mit diesen affigen Verbindungspullis rumrennen, nein, sie werden blo? immer ?lter.<br />
So wie ich. Aber heute habe ich es ja geschafft, den Anfang vom Ende einzuleiten. Ich sitze hier, mit f?nf fremden Diplomarbeiten und warte auf Eingebungen. Nunja, ich kann schonmal soviel sagen, da? ich bisher alle Arbeiten echt gruselig finde, was das Aussehen betrifft. Sicher, auf die inneren Werte kommt es an, aber doch nur, wenn man auch <b>?sthetisch</b> Lust hat, bis dahin vorsto?en zu wollen. Also soviel ist schonmal sicher: Da mache ich was anders!<br />
Ich frage mich nur die ganze Zeit, wo die Ausgabestelle f?r die intellektuellen Gesichtsausdr?cke ist, die hier jeder nach Passieren der Eingangst?r gefunden zu haben scheint. Auch, wo die St?cke zu finden sind, die hier so einige im Allerwertesten tragen. Aber vielleicht liegt es ja auch an der Luft hier drin, die zunehmend schlechter, lauter und durchdachter wird.<br />
Ich sitze an einer Tischgruppe mit lauter Leuten, die das selbe tun wie ich, so scheint es. Nat?rlich nicht gerade jetzt, wo ich diese Zeilen <b>analog</b> auf meinen Collegeblock blogge. Sie alle lesen ein bi?chen hier und da, pinnen sich das eine oder andere in ihre Bl?cke, notieren hier, markern da, aber eigentlich schaut jeder alle paar Zeilen auf, versucht ein gequ?lt-eloquentes Gesicht zu machen, das intensives Sinnieren ?ber die komplexesten Sachverhalte und das Aufstellen immer neuer, spannender Axiome und Theoreme vermuten l??t. Im Grunde aber geschieht das nicht etwa nach einer bestimmten Textpassage, sondern immer dann, wenn jemand vorbeil?uft, niest, gesch?ftig bl?ttert, redet, irgendwo ein Handy im Lautlos-Modus ?ber die h?lzerne Tischplatte h?pft &#8211; immer in der Hoffnung, da? etwas, das nur marginal interessanter ist also die gegenw?rtig ausge?bte T?tigkeit mehr Konzentration und Aufmerksamkeit verdient als nichtssagende Notizen auf chlorfrei gebleichtem Papier und noch weniger aussagekr?ftige Statistiken aus fremder Feder.<br />
Entlarvt. Ich und alle anderen.</p>
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		<title>Bodo mit dem Bagger (und das Baggerloch)</title>
		<link>http://www.traumdieb.com/traumdieb-umwelt/bodo-mit-dem-bagger-und-das-baggerloch</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2004 21:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Traumdieb & Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<p>Bodo und Irina kommen beide zu sp?t. Sie blo? 2 Minuten, er 3. Der Vorlesungssaal platzt schon aus allen N?hten, keine Chance mehr auf einen regul?ren Platz. W?hrend der Professor schon die ersten Folien auflegt, entschlie?t sich Irina endlich, vorn in der ersten Reihe, dort, wo niemand freiwillig sitzen mag, f?r einen Platz in der Stuhlreihe. Normalerweise turnt Bodo quer durch den Saal, um als Grundnutzen seinen angestammten Platz zu erreichen, und als Zusatznutzen mit dieser Aktion dem ganzen Publikum unmi?verst?ndlich zu demonstrieren, was er doch f?r ein geiler Typp ist. Anders heute, da l??t er es lieber, wittert er doch, da? ein Mi?lingen seiner Kletter?bung bei vollem Haus unweigerlich zu einem defizit?ren Image f?hren wird.</p>
<p><span id="more-100"></span><br />
Also auch erste Reihe. 43 leere St?hle hat er zur Auswahl. Er sieht Irina, die im rechten Drittel sitz und entschlie?t sich spontan mit Elan f?r den Platz neben ihr. -Das ist ungef?hr das selbe, als sich am Oktoberfest an einem 20 Meter langen Pissoir neben den einzigen gleichzeitigen Mitbenutzer zu stellen. Und genau so schaut ihn Irina dann auch an.<br />
Bodo ?bernimmt sofort die Initiative. Er ist der Prototyp eines deutschen BWL-Studentens, tr?gt hellblaue Hemden, Brax-Hosen, Hilfiger-Pullover, eine windschnittige Charakterfrisur, eine Designerbrille, die ebenso rahmen- wie geschmacklos ist und ihm nicht steht, daf?r aber sein fragw?rdiges Image unterstreicht. Nat?rlich ist er frisch rasiert, was ihn noch aalglatter wirken l??t, als sein Kaugummi-kauendes Gesicht, das mit aufgesetzter Selbstsicherheit und Coolness seine pr?-koitalen Anbahnungsabsichten in Eloquenz zu verwandeln versucht. Attacke! Er sitzt noch keine 2 Minuten still, schon versucht er sie in ein Gespr?ch zu verwickeln. Sie ist leichte Beute, denn als Austauschstudentin von weit her ist nat?rlich Tag der offenen T?r f?r seine Fragen. Also nimmt das Grauen seinen Lauf. Irina schl?gt sich tapfer. Sie geh?rt nicht zu denen, die nun in Verz?ckung geraten, weil sie endlich mal jemand angesprochen hat. Mu? sie auch nicht &#8211; sie ist sich offensichtlich ihres Marktwertes wohl bewu?t. Und sie ist h?flich, l?chelt h?flich, antwortet h?flich. Sehr sogar. Sie hat sich so schr?g wie m?glich auf ihren Stuhl gesetzt, um den r?umlichen Abstand zwischen ihr und ihrem neuen Fan zu maximieren, dreht sich aber zur einsilbigen Beantwortung seiner belanglosen Smalltalk-Fragen immer brav zu ihm hin.<br />
So haben die beiden bis zur Halbzeit sicher 60 Kontakte, 59 davon entfallen auf unseren Baggerfahrer. Irina hat ihn lediglich einmal um ein Taschentuch gebeten. Irina ist n?mlich erk?ltet und nutzt jeden Hustenreiz, um sich noch ein paar Zentimeter von Bodo wegzudrehen. Bodo aber gibt alles und baggert wie ein Weltmeister weiter. Er hat sie seiner Meinung nach voll am Haken. Er mustert seine neue Troph?e ohne Pause von oben bis unten. Er scheint sie aus- und wieder anzuziehen, w?hrend er ?berlegt, wann sie ihm denn endlich mal ihre Handynummer auf seinen Collegeblock schreiben will. Die Zeit wird zusehends knapper, er mu? nun endlich seinen Trumpf ausspielen. Aber hat er denn ?berhaupt noch einen? Sich nun noch schnell mit einer prise P6 benetzen erscheint ihm wohl mindestens genauso vergebens wie ihr Spanische Fliege in den kalten Kaffee zu tr?ufeln. Er sp?rt die sich anbahnende Niederlage, es sind noch 3 Minuten bis zum Ende der Volesung. Er setzt auf Verl?ngerung und taktiert erneut. Wenn sie schon nicht seine Handynummer will, dann sicher einen Kaffee. Ob Mensa oder bei ihm will er sich offenhalten, schlie?lich ist die Sache so gut wie geritzt, motiviert er sich selber. Da? er sich bei dem ganzen M?ll, den er ihr in den vergangenen zwei Stunden ans Ohr gelabert hat, noch keine Watschen gefangen hat, grenzt fast an ein Wunder. Doch irgendwann hat auch das Schicksal kein Erbarmen mehr mit Bodo. Die Vorlesung ist aus, Irina hat w?hrend er seinen mentalen 3D-Scan ihres K?rpers verarbeitete ihre Sachen eingepackt und nickt ihm nur noch kurz und nichtssagend zu, bevor sie als eine der ersten den Saal verl??t. Bis Bodo seinen Montblanc-Kugelschreiber in seiner Bree-Schreibmappe verstaut und alle losen Bl?tter seines Skripts zusammengerafft hat, ist Irina schon ?ber alle Berge und sicher froh, diesen m?chtegern-Reinstecker losgeworden zu sein. Schlampe!, denkt Bodo.</p>
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