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	<title>Traumdieb.com &#187; Gewalt</title>
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	<description>Anachronistisch &#38; impulsiv schreibt hier der Traumdieb</description>
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		<title>TRA &#8211; Technology Related Anger</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 11:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie lieb! Da schreibt mir meine Mutter heute morgen eine E-Mail: Hast Du auch schon TRA? -Dann lies bei von Hirschhausen nach: Technology Related Anger &#8211; eine klinische Diagnose, jedoch in Deutschland nicht anerkannte Berufskrankheit. Wer &#252;ber 30 Std. in der Woche vor dem Computer hockt, &#252;bt in den meisten F&#228;llen auch Gewalt gegen sein [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie lieb! Da schreibt mir meine Mutter heute morgen eine E-Mail:</p>
<blockquote><p>Hast Du auch schon TRA? -Dann lies bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499623552?ie=UTF8&amp;tag=traumdiebcom-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3499623552">von Hirschhausen</a> nach: Technology Related Anger &#8211; eine klinische Diagnose, jedoch in Deutschland nicht anerkannte Berufskrankheit. Wer &#252;ber 30 Std. in der Woche vor dem Computer hockt, &#252;bt in den meisten F&#228;llen auch Gewalt gegen sein Ger&#228;t aus. (Allein 30% habe sich schon an der Maus vergriffen&#8230;)</p></blockquote>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499623552?ie=UTF8&amp;tag=traumdiebcom-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3499623552" target="_blank"><img style="border: 0pt none; float: left;" title="Die Leber w&#228;chst mit ihren Aufgaben, Eckart von Hirschhausen" src="http://www.traumdieb.com/wordpress/wp-content/uploads/51ylejmwl8l_sl160_.jpg" border="0" alt="Die Leber w&#228;chst mit ihren Aufgaben, Eckart von Hirschhausen" /></a>Gut, was soll ich sagen? -Leugnen hilft nicht. &#220;ber die Jahre hat tats&#228;chlich bei mir das eine oder andere Equipment dran glauben m&#252;ssen. Ich <em>sch&#228;tze</em>, da&#223; auf grausamste Art und Weise so nicht weniger als <strong>2 M&#228;use, 3 Tastaturen und ein Faxger&#228;t</strong> den fr&#252;hzeitigen, gewaltsamen Exodus erfahren mu&#223;ten und die eine oder andere Tischkante mi&#223;handelt wurde. Ach ja, meinem alten Panasonic R&#246;hrenmonitor hab ich mal sowas von eine geballert, da&#223; das Geh&#228;use  an der Stelle des Einschlages gerissen war. Hat dem Ger&#228;t aber nicht geschadet, denn der war eh total unverw&#252;stlich.</p>
<p>Anders die M&#228;use, die -damals wegen Schnurgebundenheit- noch im rechten Winkel aus kurzer Distanz nach vorne an die Wand geworfen werden mu&#223;ten und dort in 1000 Brocken zerschellten. Tastaturen richtet der TRA-Patient f&#252;r gew&#246;hnlich durch <strong>mehrmaliges, extrem aggressives Schlagen mit der Faust</strong> hin. Anstelle von Blut spritzen dann die Tasten nur so durch die Gegend. Die eine Tastatur &#252;berlebt sowas, die andere nicht. Interessant dabei war die Feststellung, da&#223; hier der Preis der Tastatur gar keine Rolle spielt.</p>
<p>Aber das war einmal. Ich habe davon Abstand genommen, mich so zu verhalten. Zu hause sorgten diese Ausbr&#252;che bei der Herzdame damals mehrfach mindestens f&#252;r <strong>breite Irritation</strong> bis hin zur Flucht aus der Wohnung. Aber auch auf der Arbeit kommt es einfach nicht gut, wenn man mit Get&#246;se Firmeneigentum (aka Anlageverm&#246;gen) zerst&#246;rt, weswegen mir in den fast drei Jahren bei dieser Firma die Faust nur ein paar wenige Male <strong>mit Schwung auf die Tischplatte</strong> gefallen ist. Noch dazu geht es einfach ins Geld, wenn man sich einfach so mal ne neue Tastatur rauslassen mu&#223;.</p>
<p>Aus der Analyse meiner selbst habe ich gelernt, da&#223; in den meisten F&#228;llen immer einiges zusammenkam, was dann f&#252;r diese spontanen Sicherungs-Rausflieger gesorgt hat:</p>
<ul>
<li><strong>Hektik</strong>: Mal eben schnell-schnell was machen wollen, was eigentlich Sorgfalt und Konzentration verlangt</li>
<li><strong>Stimmung</strong>: grundlegende Stimmung, latenter Frust, Genervtsein, gar Panik ist gaaanz schlecht bei sowas</li>
<li><strong>Inkompetenz</strong>: einfach sich nicht eingestehen wollen, da&#223; man keine Ahnung hat, von dem, was man da vorhat</li>
<li><strong>Ungeduld</strong>: geh&#246;rt ein wenig zu Hektik, sorgt aber im Endeffekt mit der Schippe Wut f&#252;r den Ausraster, wenn sie mit Inkompetenz gepaart auftritt</li>
</ul>
<p>Interessant ist ja blo&#223;, das das <strong>jetzt eine Krankheit</strong> ist. Manchmal hab ich das Gef&#252;hl, wir sind unser ganzes Leben lang von total schlimmen Krankheiten und Defekten heimgesucht und wissen es nichtmal! Welch grausame Vorstellung! So ging das mit Legasthenie (&#8222;der kann nicht schreiben&#8220;), Lernschw&#228;che (&#8222;faule Sau&#8220;), RSI (&#8222;Schmerzen im Arm&#8220;), ADS (&#8222;Klassenclown&#8220;) und jetzt mit TRA (&#8222;Tobsucht&#8220;).</p>
<p>Aber <strong>ich bin nicht allein</strong> mit TRA, das beruhigt:<br />
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		<title>Bom Chicka Wah Wah</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 21:31:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist inzwischen Herbst geworden, und ich alter K&#228;mpfer k&#228;mpfe immernoch mit meinem Knie, und das jahreszeitgem&#228;&#223; haupts&#228;chlich im Fitnessstudio. Ja richtig: Eisenreis(s)en in der Muckibude, zwischen all den anderen hirn- und freundeskreislosen Individualisten (so nennt man ja heute Menschen, die keine sozialen Bindungen hinbekommen) gemeinsam verschwitzte Luft einatmen und aus Pudding Muskeln machen. Hat [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist inzwischen Herbst geworden, und ich alter K&#228;mpfer k&#228;mpfe immernoch mit meinem Knie, und das jahreszeitgem&#228;&#223; haupts&#228;chlich im Fitnessstudio. Ja richtig: Eisenreis(s)en in der Muckibude, zwischen all den anderen <strong>hirn- und freundeskreislosen Individualisten</strong> (so nennt man ja heute Menschen, die keine sozialen Bindungen hinbekommen) gemeinsam verschwitzte Luft einatmen und aus Pudding Muskeln machen. Hat damals zumindest der Arni schon gesagt, ich glaube im Kindergartencop. Spielt auch weiter keine Rolle, denn man mu&#223; nicht unbedingt mit Trainingserfolg beseelt werden, um einen guten Abend da zu haben, manchmal reicht auch einfach schon der Anblick der anderen Leute. So wie im Sommer in der Fu&#223;g&#228;ngerzone: Nix gekauft, aber einen Haiden-Spa&#223; vom Zugucken gehabt. Keine Angst, ich zieh mir den Schuh des immer-l&#252;sternden, gemeinen Zynikers gerne f&#252;r meine Leser an, die dann umgekehrt in bestem <strong>Second-Hand-Voyeurismus</strong> meine Erlebnisse nachf&#252;hlen k&#246;nnen.<br />
Im Herbst rennen sie wieder alle ins Studio, gilt es doch, noch vor Silvester den guten Vorsatz vom letzten Silvester einzul&#246;sen: &#8218;N&#228;chstes Jahr mach ich Sport&#8216;. Die Resultate dieser guten Vors&#228;tze kann man im Sommer in jedem x-beliebigen Freibad oder Badesee, am Strand oder auch in den Fu&#223;g&#228;ngerzonen begutachten. Kennt jeder, braucht man nicht weiter drauf eingehen. Da wird geschwabbelt was die Epidermis hergibt. Im Herbst jedenfalls wird dann all das in enge, eigens f&#252;r diesen Zweck nagelneu angeschaffte, farblich meist unertr&#228;gliche Stretch-Sportdresse gezwengt. Und dann Atacke, <strong>ran an den Speck</strong> &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes.<br />
Ein Highlight, nein, besser Fashion-Victim ist ein Mitt-F&#252;nfziger mit klassischer Birnenfigur. Also oben extrem schmal, dann bis zur H&#252;fte stetig an Umfang zunehmend, der &#220;bergang Love-Handles/Hintern bildet den &#196;quator, und darunter (er selbst sieht sich da nicht mehr) kommt wieder nix mehr. Der Typ tr&#228;gt eine gelbe Trainingshose und kombiniert stilsicher ein ebenso gelbes T-Shirt. Er sieht darin aus <strong>wie Willi von Biene Maja, nur ohne Streifen</strong>.<br />
Da&#223; Schwitzen elementarer Bestandteil des Konzepts &#8222;Sport&#8220; ist, wird leider selten bedacht. So zerflie&#223;en bei den meisten Anf&#228;ngerinnen buchtst&#228;blich jegliche Bestrebungen, gleichzeitig dabei eine gute Figur durch optimales Styling zu machen: Makeup und Haarfrisur melden sich bereits beim ersten Trainingszyklus gnadenlos ab und sind darum als komplett &#252;berfl&#252;ssig anzusehen. In engem Zusammenhang dazu steht die Nicht-Verwendung statisch h&#246;her belastbarer Unterw&#228;sche, wie sie der einen oder anderen Dame etwa beim BodyAttack (neudeutsch f&#252;r Schattenboxen), Aerobic-Geh&#252;pfe oder schlichtweg auf dem Laufband die verfr&#252;hte Kapitulation des Bindegewebes im Brustbereich ersparen w&#252;rde. Ich hab neulich gelesen, da&#223; Br&#252;ste  17 cm hoch- und runterh&#252;pfen k&#246;nnen. Das ist eine Amplitude von 34cm im Extremfall &#8211; und diese Sorte Extremf&#228;lle tummeln sich dieser Tage vermehrt in den Kursen der Fitnessstudios. Komisch, ich mu&#223; seit Heinz Strunk&#8217;s &#8222;Fleisch ist mein Gem&#252;se&#8220; immer an <strong>Busen-Maike</strong> (&#8222;Sie ist halb Mensch, halb Busen&#8220;) denken, wenn ich sowas sehe. -&#220;brigens, mir f&#228;llt beim Betrachten des Wortes &#8222;Fitnessstudios&#8220; auf, da&#223; ich es f&#252;r falsch geschrieben erachte, so auf den ersten Blick. Ist das was &#196;hnliches, wie wenn die Leute bei &#8222;Tischlampe&#8220; immer sofort erstmal &#8222;Schlampe&#8220; lesen?<br />
In der Umkleide habe ich irgendwie immer den Spint neben Luigi. (Der Name wurde bewu&#223;t von der Redaktion ge&#228;ndert, weil ich seinen Namen gar nicht kenne.) Luigi ist ein waschechter Italiener, das kann ich mit Bestimmtheit von seinem unvergleichlichen Akzent ableiten. Und w&#228;re da nicht der Akzent, so ginge bestimmt der Tricolore-Aufkleber auf seinem rosso-roten Alfa Romeo 155 als eindeutiges Merkmal durch. Oder eben seine imposante K&#246;rperbehaarung, an der sich sicher bereits die vierte Generation von Remington Langhaarschneidern buchst&#228;blich die Z&#228;hne ausbei&#223;t. Er ist ein lieber Kerl, isse immere feundelisch su mire (auch da mu&#223; ich immer an den Antonio Marcipane aus &#8222;Maria, ihm schmeckts nicht&#8220; denken!). Aber Luigi erinnert mich extrem an einen dieser r&#246;mischen Offiziere aus Asterix. Wi&#223;t Ihr noch? -So mit Streichholz-Beinchen und einem gewaltigen, V-f&#246;rmigen Oberk&#246;rper, der den darauf sitzenden, extrem runden Kopf einfach nur komplett unterdimensioniert erscheinen l&#228;&#223;t? DAS ist Luigi! Toller Mann, w&#252;rde er sich nicht, bevor er sich selbst auf die sicher schon erwartungsvoll sabbernde Frauenwelt losl&#228;&#223;t, noch einmal so richtig von oben bis unten (ja! richtig gelesen, is kein Scherz, auch wenn M&#228;nner untereinander &#252;ber Umkleide-Erlebnisse den Mantel des Schweigens ausbreiten&#8230;) mit Axe einr&#228;uchern w&#252;rde. Ja Luigi, Sie haben alle D&#252;fte verbessert, <strong>Bom Chicka Wah Wah</strong>, viel hilft sicher viel!</p>
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		<title>Confidential to: Natascha Kampusch</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Sep 2006 10:42:06 +0000</pubDate>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Natasha! Danke, da? Du es mit <b>psychologisch gut vorbereiteten, druckfertigen Statements</b> geschafft hast, das mediale Interesse auf die wirklich wichtigen Themen zu lenken.<br />
Neigt sich der Urlaub dem Ende zu, steigt immer auf wundersame Weise das Bed?rfnis nach Nachrichten. W?rest Du nicht gewesen, m??te ich heute noch mehr von Frau Wussows Todeskampf mit dem Krebs, Agassis tragischem Karriereende, dem Vernichtungssieg ?ber San Marino, Schumis Ausstieg aus der Formel 1, oder -ganz schlimm- die neuesten Eskapaden aus dem Liebesleben von Dieter Bohlen mit immer wieder neuen <b>Teppich- bzw. Strandludern</b> aushalten. Alles nur Gammelfleisch also&#8230;<br />
Nein, wirklich, so etwas verdient Anerkennung! -Und auch wenn die Erl?se aus diesen ganzen <b>mitleidsschwangeren Auftritten im TV</b> oder der Presse nun doch nicht f?r nicht-vergewaltigte, dem Defizit ihres Peinigers vom ersten Moment an ?berlegene Mexikanerinnen aufgewendet wird &#8211; sei&#8217;s drum, so haben wir wenigstens eine starke junge Frau kennengelernt, die wir garantiert nirgendwo auf der Stra?e wiedererkennen w?rden.</p>
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		<title>2 Sachen</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2005 09:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erstens.</strong> Wer hier meint, unser sch?nes Hessen h?tte au?er Frankfurter W?rstchen nix zu bieten, der irrt dieser Tage gewaltig! Was da in <a href="http://www.weilburg.de/de/default.htm" target="_blank">Weilburg</a> auf dem <a href="http://www.hessentag2005.de" target="_blank">Hessentag</a> abgeht, das ist schon echt wert, sich einen dicken Knoten ins Sacktuch zu machen. Die Stadt ist am Toben, die Stra?en pulsieren wie der Blutkreislauf, einfach ?berall ist was los. Und das in Weilburg! Ich konnte es ja selbst kaum glauben, da? dieser einst gammligen Provinz-Barockstadt <a href="http://wetzlard-li01a.fra.de.colt-isc.net/bilder/" target="_blank">solch ein Fest</a> abgerungen werden konnte. Also Leute, hin da, es lohnt sich wirklich! Vor allem heute und morgen. Heute sollen wir Boris anl??lich seines Geburtstags helfen, Cocktails aus der Sonne zu holen, und morgen spielen Juli, S?hne Mannheims, Laith Dingenskirchen live, umsonst und drau?en. Klasse Sache! Achja, und nicht vergessen, wirkliche Unmengen von <a href="http://www.kelterei-heil.de/typo3temp/pics/614d07e79f.jpg" target="_blank">Apfel-Maro</a> gegen die zweifelsohne unglaubliche Hitze zu sch?tten. Die Br?he besteht aus bestem ?ppelwoi und Maracuja-Pfirsichsaft, aber im genialen Verh?ltnis von 90 zu 10; da bleiben immernoch <strong>spritzige 5 PS</strong> ?brig, die einen nach dem ersten Liter auf einmal auch gut beschleunigen. Klasse Br?he, f?r die bei der allm?chtigen <a href="http://www.kelterei-heil.de/kelterei-heil_start0.html" target="_blank">Kelterei Heil</a> sogar schon Sonderschichten geschoben werden.<br />
<strong>Zweitens</strong> bin ich endlich mal zu einem Gespr?ch eingeladen worden. Ich werde dort zwar nicht der Frage nachgehen, warum es am Rhein so sch?n ist, wohl aber eher versuchen, mich so gut zu verkaufen, da? der Weg nicht umsonst sein m?ge. Es gibt da n?mlich so Bewerbungen, da w?nscht man sich schon, da? was draus wird. Die stehen im krassen Gegensatz zu solchen, wo man schon beim Anschreiben denkt &#8222;Mann, was willst Du denn ?berhaupt da?!&#8220;. So oder so ?hnlich jedenfalls. Und dann gibt es diese Anschreiben, die eigentlich echt ein Letter of Motivation sind, weil man merkt, wie man die eigene Bio mit dem Job verkn?pfen kann. Das liest sich dann auch bei weitem nicht so l?cherlich wie im anderen Fall, wo man sich schon fast fragen m?chte, ob man sich mit so einem Anschreiben ?berhaupt selbst meint. An den Haaren herbeigezogen, <strong>ey-wat-bin-isch-geil</strong>, sozusagen.</p>
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		<title>Hundeleben</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2005 07:45:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion, ob man Straf- und Gewalt?tern bei einer Spitzbuberei nicht gleich am besten <b>ein paar Liter Blut </b>abnimmt, um eine DNA-Probe in einer Kartei zu hinterlegen, ist ja nun schon leider wieder vom Tisch, wegen weil geht nicht und so. Wahrscheinlich ist irgendwo grundgesetzlich geregelt, da? ein jeder, der seine Straftat geschickt verschleiert, damit auch ein Recht erwirbt, nicht mirnichtsdirnichts per Mausklick ?berf?hrt zu werden. So von wegen gl?serner B?rger und so.<br />
Aber: Die Holl?nder machen es uns mal wieder vor! Hier in Maastricht k?nnen ab heute Herrchen, Frauchen und Wauwau zur <b>Registrierung der Doppelhelix</b> von des Menschen bestem Freund antreten. Und wozu das ganze? Nicht etwa, weil ja der K?ter ja mal jemanden bei?en k?nnte und sich dann einfach verschnurzpiedeln w?rde, ohne seine Adresse zu hinterlassen. Nein, hier geht es um viel Allt?glicheres, quasi um Grundbed?rfnisse eines jeden Vier- und Zweibeiners: <b>Stoffwechselendprodukte</b>. K?nftig k?nnen genervte Anwohner mit Kacke an Stock oder Schuh eine Untersuchung selbiger veranlassen, um herauszufinden, welche T?le da direkt vor dem Haus keine Kontrolle mehr ?ber den Schlie?muskel hatte. Ob es dabei allerdings wirklich um den Vierbeiner geht, darf stark angezweifelt werden, wohl eher wird man Herrchen oder Frauchen zitieren. Stoff f?r Ehekrach also. Und f?r die Gerichte. Also eine echte <b>Schei?-Idee</b>, mit der hier sogar Arbeitspl?tze erhalten und geschaffen werden!</p>
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		<title>Hit me with marketing, dude!</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2004 20:44:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Deutscher sorgt hier in Holland f?r einen Tag daf?r, da? die Diskussion vergessen scheint, wie denn nun die Brille des integrationsunwilligen Muselman, der van Gogh gemeuchelt hat, ausgesehen hat. Zumindest machen das die Nachrichten glauben. Interessant dabei ist nur, da? <b>Prinz Bernhard</b> f?r alles Gute in seinem Leben gerne heute als aufrechter Niederl?nder betrauert wird, alles Schlechte an ihm aber umso mehr f?r das Erz-Schlechte der Deutschen steht und so sein Ableben nur die allertreusten Royalisten hinter dem warmen Ofen hervortreibt, die an seinem Palast eine Nelke an den Zaun  kordeln. Im feucht-kalten Dezember zu sterben ist wahrlich kein Segen, schon per se nicht, das versteht sich von selbst, aber eben auch, weil es deutlich zu Tage f?rdert, wie hoch man in der Gunst seiner Untertanen wirklich stand. Wer es ganz b?se meint, spricht dieser Tage gar davon, da? Holland nun endlich ein weiteres St?ck &#8222;<b>ent-deutscht</b>&#8220; sei. -Ohne Worte.<br />
Aber weil ich eigentlich ?ber Marketing sprechen wollte, erw?hne ich erstmal, da? mein Supervisor heute wieder ganz zufrieden mit mir war. Sch?n war auch seine wie immer <b>subtile Art</b>, mir mitzuteilen, da? ich ruhig etwas -na sagen wir mal- progressiver vorgehen k?nne. Schlie?lich sei es zwar ihm egal, wann ich graduiere, aber mir doch wohl nicht. Womit er recht hat. Also w?lze ich mich durch die Marketing Messskalen um <b>mit halbwegs fundierten Fragen</b> meinen Fragebogen zu gestalten. Kein Spa?, aber man macht das ja schlie?lich f?r sich selbst, und nicht f?r die Uni. -Ja nee, is klar!<br />
Und da sitze ich, unschuldig wie ne Braut, in der Mensa, schl?rfe einen Becher Douwe-Egberts Cappuccino, auf dem steht, <b>da? 5 Minuten Nichtstun mit DE-Kaffee sich anf?hlen wie eine ganze Stunde</b>, und k?mpfe mich durch einen 1200 Seiten gewaltigen W?lzer, der eine gigantische Ansammlung von -einfach gesprochen- statistischem Quatsch der allerersten G?teklasse. Unsch?tzbar wertvoll, wenn man eine empirische Untersuchung veranstaltet, unendlich unn?tz, sobald man damit fertig ist. Ich bin also quasi voll im Element, als sich ein paar <b>goldige Zweitjahrs-Empiristen</b> auf mich st?rzen, ich m?ge ihnen doch eben ihren Marketing-Research ausf?llen. Ich hatte das Treiben ja schon einige Minuten beobachtet, und scheinbar wissen die Kids heute auch bescheid: Die attraktiven Weibchen k?mmern sich um die m?nnliche Kundschaft, die attraktiven M?nnchen bem?hen sich um die Gunst der weiblichen Klientel. Wer sich nun fragt, was die unattraktiven derweil machen, ganz einfach: Die coden den Datensalat und schlagen sich <b>ihre ohnehin langweiligen N?chte mit SPSS</b> um die Ohren w?hrend die werten Teamkameraden ihren sozialen Verpflichtungen nachgehen. Ich wechsle noch ein paar Worte mit der Schnucke und gebe ihr ihren -leider- ?u?erst dilletantischen Fragebogen wieder, nat?rlich wahrheitsgem?? ausgef?llt. -Da? ich trotz enormer allgemeiner Genervtheit ?berhaupt noch Kraft habe, so ein freundlicher Mensch zu sein, <strike>?berrascht</strike> erschreckt mich manchmal selber&#8230;</p>
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		<title>Dumm wie Brot!</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2004 07:45:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Die besten Vors?tze nutzen nicht viel, wenn <b>die Obstakel des Alltags </b>dazwischenkommen. Heute wollte ich nicht nur um halb 9 in der Bibliothek sein, nein, ich hatte das echt vor! Wer allerdings glaubt, er bek?me beim Aldi vor halb neun Einla?, der irrt gewaltig. Also zum B?cker, was soll&#8217;s, es besteht eine gewisse Chance, da? <b>das dortige Brot </b>geringf?gig weniger nach Papp schmeckt. Da bekam ich dann auch erstmalig Einblick in das, was hier in Holland als &#8222;frisch gebacken, aus eigenem Ofen&#8220; verkauft werden darf. Alice und ich boykottieren diese sogenannten B?ckereien ja zuk?nftig, weil es einfach unter aller Sau ist, f?r Aufbackbr?tchen ein Haidengeld zu bezahlen, nur weil sie in einem Pizzaofen aufgebacken werden. Wer dann um 5 nach 8, also 25 min vor ?ffnung den Laden betritt, kann live mitansehen, wie die &#8222;frischen Br?tchen&#8220; als <b>wei?teigige Rohlinge </b>im Ofen landen, in dem sie dann keine 10 min sp?ter zu &#8222;eigener Herstellung&#8220; geworden sind. Angezeigt geh?rt sowas, das ist schlicht eine L?ge, wenn die behaupten, es seien frisch gebackene Br?tchen. Aber gut, in the land of the free, na Ihr wi?t schon.<br />
Unseren <b>S3-Poser</b> hab ich heute auch schon gesehen. F?llt mir nur gerade so ein, weil ich eben festgestellt habe, da? er eine echt dumme Hackfresse hat, und somit das Auto das einzige sein kann, weshalb ihm seine Schicksi <b>die Schenkel ?ffnet</b>. Hilfe, was ist der Typ so panne! Volksplein-Uni ist nun keine Strecke, f?r die man <b>ein ge?bter Wanderer </b>mit festem Schuhwerk sein mu?. Genaugenommen sind es bei flottem Schritt 8-10 min, inklusive der Ampelkreuzung. -Der Typ f?hrt jeden Morgen mit dem Wagen zur Uni und parkt davor, zum Spottpreis von <b>nur 1.70 Euro </b>die Stunde. Man g?nnt sich ja sonst nix! Und das f?llt alles auf uns (=das Kollektiv der Deutschen Studenten hier) zur?ck, das ist das schlimmste. Aber er ist nicht der einzige mit einem S3! Die Tage sah ich nochmal genau den gleichen, aber mit GT auf dem Nummernschild. Ob das Teil des Plans unseres Nordfriesen sein kann? -Der mu? sich doch so f?hlen, wie wenn <b>Paris Hilton </b>auf ner Party jemanden mit dem gleichen Kleid entdeckt&#8230;</p>
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		<title>Thy will be done</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2004 09:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Osterzeit, besinnliche Zeit. Habe gestern noch rechtzeitig vor Ostern zusammen mit Alice &#8222;The Passion of the Christ&#8220; gesehen. Kann jetzt mitreden und m?chte es auch. Was uns Herr Gibson da vorgesetzt ist, ist kein weiterer Hollywood-Streifen der ?blichen Sorte, wo man sich nicht wundert, wenn er in wenigen Wochen <b>260 Millionen Dollar</b> einspielt. Nein, hier mu? es um mehr gehen, gab es doch in der Vergangenheit schon genug monumentale Jesusfilme, die sich heute bestensfalls zum F?llen des Nachmittagsprogrammes bei 3Sat eignen. ?ber den Film ist viel geschrieben worden, und ich will hier nicht in Wiederholungen ?ben. Kurz gesagt ist das, was da auf etwas mehr als 2 Stunden geboten wird fazit?r gesehen ein echt <b>selten d?mlicher Splatter</b>.</p>
<p><span id="more-111"></span><br />
Ich bin nicht gl?ubig, habe aber versucht, mich m?glichst an die wichtigsten Punkte der Geschichte aus den Kindergottesdienst-Zeiten zu erinnern. Und so mag der Film die Story wohl gut wiedergeben. Zu gut, was meinen Geschmack betrifft. Wie hat es doch der eine Pastor neulich im Fernsehen kommentiert? &#8222;Das war halt damals <b>keine Tupper-Party</b>.&#8220; -Wow, das h?tte mir mal einfallen sollen! Nein, auf einer Tupper-Party werden keine abgeschlagenen Ohren wieder angeklebt, keine Menschen verpr?gelt, gefoltert bis ihnen das Fleisch von der R?stung h?ngt, keine Blutlachen aufgewischt. Da bekommt auch keiner eine Dornenkrone in den Sch?del geschlagen, und es mu? keiner ein Kreuz durch die ganze City tragen um dabei vom Mob angespuckt und von R?mern gepeitscht zu werden. Vor allem aber kommt keiner unter markzerrei?enden Geflenne auf dem Kreuz zum Liegen und wird in Slowmotion mit ?ppigen <b>Eisenn?geln</b> auf die Fichte fixiert. 3, um genau zu sein. Da h?lt sich der Film ganz an das Drehbuch. Die ganze Kreuzigungsszene ist derart brutal, da? man Sto?gebete an den Regisseur ausst??t, da? es doch nun wirklich genug sei. Und jedesmal, wenn man w?hrend dieses Filmes glaubt, es sei nun endlich vorbei, setzt Gibson noch eines drauf. Der Zuschauer glaubt die Ziellinie ?berschritten zu haben, als Jesus gestorben ist, aber nein, da wird erst noch in ihm rumgestochert und die beiden anderen L?mmel am Kreuze bekommen noch einen Satz mit dem <b>Vorschlaghammer</b>. Als ob es nicht schon genug gewesen w?re, dem Raben beim Aushacken der Augen zusehen zu m?ssen.<br />
Starker Tobak, der Film. Soviel Blut, wie Jesus da vergie?t, h?tte weder sein m?ssen, noch ist es medizinisch vorstellbar, da? der ?berhaupt noch geradeaus gehen konnte. Nat?rlich wird stark in die Trickkiste Maske gegriffen, um Jesus so derbe mitgenommen aussehen zu lassen. Der arme Kerl erinnert ein bi?chen an <b>Rocky, damals in Runde 12</b>, total verbeult und auch mit nur noch einem offenen Auge. Der Unterschied ist -neben den Umweltvariablen- allerdings, da? Rocky den Fight noch zu einem Happy-end wenden konnte. Das fehlt dem Zuschauer hier ganz extrem, denn man w?nscht sich sehnlichst, da? Jesus vom Kreuz steigt, die R?mer, seine schlimmsten Peiniger, plattmacht und den j?dischen Priestern ihre Hirtenst?cke in den Hintern steckt. Quer.<br />
Nein, dieser Film war nichts f?r mich. Ich kann Horror und Schocker bis zu einem bestimmten Grad gut ab, und auch als Ego-shooter Gesch?digter l??t mich das eine oder andere eher kalt, aber bei diesem Film war mir ?fters kurz vor schlecht. <b>FSK 16?</b> No way! Wer sich das ausgedacht hat, tickt nicht mehr sauber. Die Begr?ndung, es werde keine Gewalt verherrlicht, darf nicht gelten, wird doch in buchst?blich atemberaubender Weise auf einen Menschen eingedroschen, ihm das Fleisch von den Rippen gerissen und dabei immerwieder die im Blutrausch befindlichen R?mer gezeigt.<br />
Und antisemitisch? Keine Spur. Wie gesagt, es war halt damals keine Tupper-Party, und so verwundert es nicht, da? die j?dischen Priester ihre Interessen verfolgen. Wer da wieder was reininterpretieren mu?, der ist nicht von dieser Welt oder hat m?chtige Komplexe.<br />
Fazit: Splatter, und zwar ein schlechter. Die Story wird theatralisch aufgeplustert, mit zuziehendem Himmel, Wolken, g?ttlichem Licht und dergleichen, sie transportiert aber dabei spirituell keinen Mehrwert als alle vorherigen Verfilmungen. Einzig bricht sie mit dem Versuch, Jesus als tragischen Helden zu portr?tieren. Nein, dieser Film zerfleischt ihn buchst?blich. Und w?re da nicht das biblische Fundament des Plots, br?uchte sich diesen Film erstrecht niemand mehr ansehen.<br />
Klar, <b>kein &#8218;Cola &#038; Popcorn&#8216;-Movie</b>, keine Tupper-Party. Aber einmal mehr ein Beispiel f?r die Sinnlosigkeit von Religionen, die predigen f?r Glauben zu t?ten und zu sterben. Wie sagte schon Karl Marx? -&#8222;Religion ist Opium f?r&#8217;s Volk&#8220;, und Recht hat er.</p>
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		<title>Topless im Land der Kiffer</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2004 22:05:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Da bin ich wieder. Aufgeschlagen, und ohne Bauchlandung, in meinem geliebten Maastricht, mit dem ich irgendwie nach fast sechs Monaten Deutschland gar nicht so recht warm werden will. Es scheint fast so, als w?re alles noch um ein Vielfaches mehr anders und ungewohnt als im Herbst 1998, als ich das erste Mal hierher gezogen bin. Freilich mit f?nffachen Bahnhof, und nicht so sparsam wie dieses Mal, wo ich mich angesichts der beinahe sommerlichen Temperaturen tats?chlich schon wieder mit den falschen Klamotten eingedeckt habe. War sogar laufen heute. Das letzte Mal, vor einigen Wochen war noch in Bamberg, wo ich tapfer bei Temperaturen um den <b>Gefrierpunkt</b> durch die Gartenstadt getrabt bin. Dementsprechend angenehm war ich heute ?berrascht, als meine mir bis dato unbekannten neuen Tragos-Nachbarinnen auf der gegen?berliegenden Seite der H?userreihe die <b>topless-im-Tanga-Saison</b> eingel?utet haben. Sp?testens da wu?te ich, es ist warm drau?en. Und da? es doch kein Fehler war, gestern ?ber eine Stunde meine Fenster geputzt zu haben.<br />
Der Abschied aus dem feinen Frankenland ging eigentlich kra? schnell ?ber die B?hne; ein wenig zu schnell f?r meinen Geschmack. Ich habe nat?rlich den Fehler gemacht, an meinem letzten Abend bei den ganzen Leuten im <a href="http://www.coe-bamberg.de" target="_blank">Wohnheim</a> vorbeigehen und tsch??-sagen zu wollen. Es kam dann auch wie es kommen mu?te, denn es waren nur wenige Leute da. Und so schmierte ich mir einige Email-Adressen und Telefonnummern auf die hausinterne Telefonliste mit allen Bewohnern, nur, um sie dann in den ganzen Wirren des Umzuges irgendwo zu verlieren. Eventuell ist diese Liste ? urspr?nglich auf hellblauem Papier ? auch daran schuld, da? meine schwarze Strickjacke nach der W?sche irgendwie anders aussieht. Ich wei? es nicht. Nur, da? es mich im Nachhinein tierisch anstinkt, wie das sonst so gesellige Semester in Bamberg geendet hat. W?hrend der Pr?fungen hat man niemanden mehr getroffen, und einen Tag nach der letzten Pr?fung stand ich schon feste in den Kartoffeln und packte meinen Kram zusammen. Nicht sch?n, schon alleine, weil ich mit dem einen oder anderen nochmal gerne zwei Bier getrunken h?tte. Denn wir erinnern uns: In Bayern trinkt man immer nur <b>zwei Bier</b> ? das erste und das letzte.<br />
Back in Maastricht haben wir erstmal das Zimmer von <a href=?http://www.february-29.com? target=?_blank?>Alice</a> mit Latexfarbe gewei?elt, ganz so, wie es die strengen Statute von H?usermogul Penders es verlangen. Vier Meter ist das Zimmer hoch, mehr sage ich dazu nicht. Nebenbei habe ich mir dann auch das eine oder andere wieder in die Regale ger?umt, aber irgendwie sieht mein Zimmer komplett unpers?nlich aus, und ich frage mich jeden Tag, wo ich das ganze Zeug gelassen habe, das meinem Zimmer diese sympatische Ausgef?lltheit verliehen hat. <b>Nicht Fleisch, nicht Fisch</b>, so ungef?hr f?hlt es sich im Moment an, auch wenn ich meiner neuen ?berzeugung, da? man eigentlich nur noch Bamberger Bier trinken sollte, zum Trotz schon m?chtig mit dem alten Clan (man k?nnte auch vom ?harten Kern? oder dem ?letzten Rest? sprechen) minderwertigem holl?ndischem Bier gehuldigt habe, um Freddy?s Diplom zu begie?en. Ein wenig Heimatgef?hl stellt sich dann schon ein, wenn man am n?chsten Tag mit einem gewaltigen Sch?del aufwacht und versucht, ex post die genaue Menge der konsumierten <b>Brand- und G?rungsprodukte</b> abzusch?tzen. Auch wie zu hause hab ich mich gef?hlt, als ich wiedermal die Grenze bei Aachen ?berfuhr und sich das gr?n-wei?e Auto vom Zoll auf den Weg machte, gef?hrliche Drogen- und Menschenh?ndler wie mich zu stoppen. Und das auch noch im Auto meiner Mutter&#8230; Nun ja, ich kann es nicht verhehlen, da? ich mich schon diebisch darauf gefreut habe, den Zoll-Beamten w?hrend der ?bergabe der geforderten Papiere und des ungeforderten Maastrichter Studentenausweises zu fragen, ob ich denn diesmal endlich die <b>silberne Kelle</b> bekomme. Ein wenig entt?uscht war er schon, als ich ihm sagte, da? ich nun zum 25sten Male kontrolliert wurde, er sich aber gerne in meinem Gep?ck umsehen kann. Er zahlte es mir dann heim, als er mir verriet, wie die Aachener Polizei liebevoll unseren sch?nen LDK-Landkreis nennt: <b>Land der Kiffer</b>. Na dann&#8230;<br />
Nur gut, da? ich nicht mit meinem Wagen unterwegs war, aber der war ja gerade in der Werkstatt. An dieser Stelle lasse ich es mir auch nicht nehmen, den Firmen Autoteile Unger, Audi Borgmann in Krefeld und dem Bosch-Dienst einen unfreundlichen Gru? zuzuwerfen und jeden Audi 80-Fahrer darauf hinzuweisen, da? es sehr lohnt, sich eine kompetente und vor allem ehrliche Werkstatt zu suchen, die einem die Lichtmaschine mit einem neuen Regler f?r 35 Euro repariert, anstatt gleich ein neues Aggregat f?r 330 Euro zu verordnen! So blieb dann doch noch genug im Pott, um endlich meinen betagten Rechner in Rente zu schicken und den Segen einer aktuellen Rechenmaschine zu erfahren. Und was hab ich meine Flat vermi?t! Zum Gl?ck hat mich das Wetter der letzten Tage davon abgehalten, dauernd meinen Datennachholbedarf zu stillen. Womit wir wieder beim Wetter w?ren. Ist doch auch ein viel friedlicheres und hygienischeres Thema als Krieg, Politik und Terror ? und zwar ganz egal ob Micro- oder Makroebene!</p>
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		<title>Tag 2 in Bamberg ? oder: Der Franke an sich&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Sep 2003 12:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.traumdieb.com/weblog/images/inmyroom1.htm" onclick="window.open('http://www.traumdieb.com/weblog/images/inmyroom1.htm','popup','width=480,height=640,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.traumdieb.com/weblog/images/inmyroom1-thumb.jpg" class="blogimage" align="left" width="120" height="160" border="0" /></a>Da bin ich nun, im Ausland! Im Ede-Land, CSUhausen, Freistaat Bayern&#8230; Man h?te sich allerdings unter Androhung roher, k?rperlicher Gewalt oder maximaler Nichtbeachtung davor, einen Franken geographisch wie politisch Bayern zuzuordnen! Ein Franke bleibt ein Franke, egal ob sein L?ndchen nun in Bayern, Hessen, Th?ringen oder B?hmen, also Tschechien liegen w?rde.<br />
Obwohl dies ein wunder Punkt in der Geschichte der Franken zu sein scheint, sind die Spuren der letzten Landtagswahl noch nirgends zu ?bersehen. Bamberg, so wie der ganze Rest von Bayern w?hlt seit jeher grottenschwarz. Wer SPD-Wahlplakate beschmiert oder klaut bekommt die Ehrenb?rgerschaft, wer dagegen der CSU an den Karren f?hrt wird ?ffentlich an den Pranger gebracht und solange maltretiert, bis er freiwillig konvertiert oder den L?ffel abgibt. Angesichts der d?nnen Fangemeinde anderer politischer Str?mungen ist allerdings M?rtyrertum von vorne herein ausgeschlossen. Fast das gleiche gilt hinsichtlich des Glaubens, soda? man sich fast an die Hugenotten erinnert f?hlen m?chte. Es soll schon Protestanten gegeben haben, die auf Grund ihres Glaubens benachteiligt wurden! Das schl?gt sich beispielsweise auch am Standort meines Wohnheims nieder, das zwar idyllisch, aber doch recht weit drau?en liegt ? und ich glaube nicht daran, da? hier blo? der evangelische Tr?gerverein einen besonders guten Preis f?r das Grundst?ck gemacht bekam!<a href="http://www.traumdieb.com/weblog/images/inmyroom2.htm" onclick="window.open('http://www.traumdieb.com/weblog/images/inmyroom2.htm','popup','width=640,height=480,scrollbars=no,resizable=no,toolbar=no,directories=no,location=no,menubar=no,status=no,left=0,top=0'); return false"><img src="http://www.traumdieb.com/weblog/images/inmyroom2-thumb.jpg" class="blogimage" align="left" width="160" height="120" border="0" /></a><br />
Erste Kontakte mit Einheimischen verliefen durchweg friedlich, wenn auch mit dem n?tigen, gegenseitigen Respekt vor dem Feinde. Eine Sprachbarriere ist nicht feststellbar, wenngleich so die ein oder andere Vokabel zum ersten Mal meinen Geh?rgang passiert. Ich wehre mich hartn?ckig gegen den Niederschlag, den 1000 Mal am Tag das F?llwort ?freilich? in meinem Gebrauchswortschatz hinterl??t. Gleiches gilt f?r ?a w?ng? (=ein wenig), ?magst &#8230;?? (=hast du Lust auf&#8230;?), ?kannst &#8230;?? (=mach das jetzt sofort!), ?scho? (=schon), ?glei? (=gleich), ?w?nsch ihna noch ein schenen Dag? (der Hesse kennt diesen Ausspruch gar nicht von Servicepersonal)&#8230;. Darum habe ich auch anstelle von Bayern 3 lieber Hessen 3 als drittes Programm eingestellt. Nicht, da? mir noch mein Hessebub verloren geht!<br />
An echten ausl?ndischen Mitstudenten habe ich noch nicht viel gesehen, unten auf dem Parkplatz stehen einige britische und franz?sische Wagen, und heute morgen im Auslandsamt probierten Italienerinnen und Spanier ihre Deutschk?nste an mir aus.<br />
Daf?r war ich dann aber exzessiv Sightseeing. Der Weg in die Stadt dauert per pedes 35 min &#8211; wenn man nicht bummelt. Bei traumhaften Wetter hab ich mir gleich die volle Packung Kultur gegeben, soda? ich nun bereits am zweiten Tag sagen kann, da? Bamberg wirklich ein pitoreskes St?dtchen ist, das echt viel f?r?s Auge zu bieten hat. F?r?s Auge so auch f?r die Linse ? wenn ich irgendwann mal ins Netz komme, lade ich nat?rlich Bilder hoch.<br />
Ich merke, da? ich Gefahr laufe, ein Imageproblem zu bekommen. Jedem mu? ich erkl?ren, wieso ich Ausstauschstudent bin, warum ich (selbst als Hesse) so gut Deutsch spreche, und wieso ich denn ?berhaupt in Bamberg studieren kann. Nach der Antwort entgegneten mir bisher alle eine gedehntes ?Ahhh?. Die Chefin im Auslandsamt erkl?rte mir, da? sie sich immernoch wundert, denn ich s?he ja gar nicht so aus wie die Studenten, die sie normalerweise hat. Was bitte soll das denn hei?en? ?In Finnland oder Schweden w?re ich wahrscheinlich auch als einheimischer Student durchgegangen entgegnet sie lachend. Herr Beckstein w?rde sich freuen, jemanden mit einem anscheinend recht arischem Profil in seinem Freistaat zu begr??en, aber alle Franken wundern sich nur den ganzen Tag. Vielleicht lege ich mir einen niederl?ndischen Akzent zu, dann wundert sich wenigstens keiner mehr anhand der Eckdaten: blond, Heimatuni Maastricht, spricht einigerma?en gut Deutsch&#8230;<br />
Projekte f?r das Wochenende:<br />
1. Schlafen<br />
2. Umgebung und Freizeitpotential ausloten<br />
3. eventuell AOL-Software installieren, um das hier endlich mal hochladen zu k?nnen! (nein, ich bin nicht wahnsinnig, aber der EDVler ist am Wochenende nicht da, und alle 019x-Nummern f?r CbC-Einwahl sind noch gesperrt ? au?er T-Online und AOL!)</p>
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