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	<title>Traumdieb.com &#187; Spaßgesellschaft</title>
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	<description>Anachronistisch &#38; impulsiv schreibt hier der Traumdieb</description>
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		<title>Deutschland gegen Bayern</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 16:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend dachte ich, ich seh nicht gut: Bayern gegen Deutschland, oder umgekehrt. Von den &#214;ffentlich-Rechtlichen ist man seit der EM ja einiges gew&#246;hnt, da wundert man sich auch nicht mehr wirklich, wenn von den Flaggen-Verdrehern jetzt auch schon binnen-f&#246;derale Fu&#223;ballspiele erfunden werden. War ja dann doch so. Der Titan ist ja gegangen. Ich hab [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend dachte ich, ich seh nicht gut: Bayern gegen Deutschland, oder umgekehrt. Von den &#214;ffentlich-Rechtlichen ist man <a title="Falsche Flagge Tagesthemen" href="http://www.youtube.com/watch?v=NIlW25XFtus" target="_blank">seit der EM ja einiges gew&#246;hnt</a>, da wundert man sich auch nicht mehr wirklich, wenn von den Flaggen-Verdrehern jetzt auch schon binnen-f&#246;derale Fu&#223;ballspiele erfunden werden.<br />
War ja dann doch so. Der Titan ist ja gegangen. Ich hab das &#252;brigens mal <a title="Oliver Kahn der Titan" href="http://de.wiktionary.org/wiki/Titan" target="_blank">bei Wiktionary nachgeschaut</a>: Ein Titan ist jemand, dessen F&#228;higkeiten &#252;ber das normale Ma&#223; hinausgehen. -Oder eben dessen Kontostand&#8230; Wie dem auch sei, nu isser weg, unser Olli, der Bei&#223;er. Oder schlicht der Mann, der nie ein Tor schiessen durfte.<br />
Aber Bayern gegen Deutschland erinnerte mich auch noch an ein Detail aus dem Geschichtsunterricht, das heutzutage schier in Vergessenheit geraten ist: Der bayerische Landtag hat seinerzeit dem Grundgesetz der Bundesrepublik nicht zugestimmt und dies auch bis heute nicht nachgeholt. <a title="Bayern stimmt Grundgesetz nicht zu" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland#Genehmigung_und_Ratifikation_des_Grundgesetzes" target="_blank">Kein Scherz.</a></p>
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		<title>China Hotel</title>
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		<pubDate>Tue, 30 May 2006 09:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Was hatten sich die Organisatoren blo? dabei gedacht: Museumsmeilenfest in Bonn, noch dazu an einem Sonntag, Hinz und Kunz auf den F??en, um mal schnell 3 Strahlen Sonne abzukriegen und die China-Ausstellung mit altchinesischen Grabfunden zu besichtigen. <strong>F?r umme</strong>, versteht sich.<br />
Drumherum hat man sich auf beiden Flanken viel M?he gegeben, ein Rahmenprogramm zu pr?sentieren: Linker Hand eines dieser typischen &#8222;Familienfeste&#8220;: <strong>W?rstchen, Crepes, Fanta mit Strohhalm</strong>, Kinderwagen, Buden, allerlei Spielger?t &#8211; Spielen und L?rmen nicht blo? erlaubt, sondern Kern, Sinn und Zweck der Veranstaltung. Sch?tzungsweise 2 Millionen Kinder und exponential mehr Erwachsene machten Gebrauch von diesem Angebot. Auf der anderen Seite des Museums sind auch jede Menge Kinder, sch?tzungsweise 4 Millionen, darunter nur einige Erwachsene, das Durchschnittsalter liegt bei 12-13.<br />
Ich will es gar nicht spannender als n?tig machen, die Rede ist klar von einer min?tlich wachsenden Warteschlange zum <strong>Tokio Hotel-Konzert</strong> in Bonn. (Was mir allein diese Verwendung von &#8222;Tokio Hotel&#8220; bei Google bringt, macht mich fertig!) Da stehen diese Kinder seit morgens 8 in  der Reihe an, umh?llt von W?rmefolie, damit sie in ihren Minishirts und H?ftg?rteln nicht blau frieren, bis das Konzert am Abend anf?ngt, und halten selbstgebastelte &#8222;Bill&#8220;- und &#8222;Tom&#8220;-Plakate oder einfach die letzte Bravo hoch. Zur Pflichtausr?stung geh?rt au?erdem ein &#8222;Bill&#8220;- oder &#8222;Tom&#8220;-Schriftzug mit Lippenstift oder Kajal auf dem Gesicht. Nebenbei: Wenn ich bei Tokio Hotel spielen w?rde und nicht Bill oder Tom hie?e, ich m??te mir ernsthaft Gedanken um meine Wirkung auf meine Zielgruppe machen! Einige Kinder haben sich dann auch noch als Bill verkleidet und gestylt. <strong>V?llig geschlechtsneutral</strong>, wie das Original.<br />
Was mich ja in der Hauptsache &#8222;nur&#8220; zum intensiven Kopfsch?tteln angeregte und in Verst?ndnislosigkeit ?ber die Jugend von heute sinnierend hinterlassen hat, war f?r meinen Vater ganz klar <strong>Marktforschung</strong> und vielleicht auch mal ein erfrischendes Erlebnis dahingehend, da? er v?llig beruhigt sein kann dar?ber, da? andernorts die Kidz offensichtlich genauso bekloppt sind wie die, die er zum Lernen anzuregen hat. Also an den schreienden Hordern vorbei, rein ins Museum und dann <strong>drinnen China, drau?en Tokio</strong>.<br />
Kleiner Ortswechsel f?r eine Randbemerkung: K?ln. Diese Stadt ist ein einziger Container, so kommt es einem vor. Eine gigantische <strong>Sch?rfstelle f?r Castingopfer</strong>. Ich habe mich immer gefragt, wo diese ganzen Spacken hergeholt werden, die nachmittags bei Oli Geissen und Co drinsitzen, die in den Container oder Dschungel gehen, zu denen die Super-Nanny nach Hause kommt, oder die in Doku-Soaps a la &#8222;Unser Baumarkt&#8220; mitspielen. Die bittere Wahrheit ist: Die kommen alle aus K?ln und/oder Umgebung. So, jetzt isses raus. Und wer es nicht glaubt, der soll einfach mal zum Shoppen in diese grauenvolle Stadt fahren und da nur 10 min Leute beobachten und derem Talk zuh?ren. Kleine Kostprobe gef?llig? &#8222;Ey, isch hatt grat nen <strong>Descha-W?</strong>.&#8220; -&#8222;En wat? -Du, isch kann doch kein Franz?sisch!&#8220;</p>
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		<title>Bin ich Deutschland?</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2005 18:24:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gut einer Woche macht es mich beim Fernsehen ganz nerv?s, da? eine nicht zu untersch?tzende Menge VIPs mir durch die Mattscheibe zuruft, ich sei Deutschland. Zwischendrin pl?rrt ein Kind, ich solle von der Bremse runter, Didda Kawutzke schl?gt vor &#8222;<strong>sich de H?nd schmutzsch z&#8217;machen</strong>&#8222;, die Frau Fahrradkurierin will allen in den Hintern treten&#8230; Ja du meine G?te, was ist denn pl?tzlich in dieses Land gefahren? -Geht da gerade ein Ruck durch Deutschland, den ich nicht mitbekomme, weil ich jeden Tag arbeiten gehe? Und ?berhaupt, wer ist denn eigentlich hier die Zielgruppe?<br />
Tjaha, der Xavier hat gut Lachen, der Olli auch, und der Korittke pieft sich einfach einen, wenn&#8217;s ihm mal schlecht geht. Und der Wickert, und die Kathie Witt, der Jauch, der Asamoah&#8230; alles Leistungstr?ger dieser Gesellschaft, die sich kein bi?chen Gedanken zu machen brauchen. Sowas soll <strong>den ?berzeugten Hartz-4er</strong> von der Couch und seinen kriminellen, drogens?chtigen Filius aus der Adidas Schnellfickerhose rei?en? Nicht Euer Ernst!<br />
Wo bei mir noch ein Funken Stolz aufkommt, wenn ich an den Steueranteil meiner letzten Gehaltsabrechnung denke, w?hrend mir von der anderen Seite der Glasscheibe jemand zuruft, ich sei Deutschland, da lachen sich doch die 3 Penner, an denen ich jeden Morgen unweit des Bahnhofs vorbeilaufe sowas von kaputt bei, da? sie fast ihren Lambrusco versch?tten. Die haben n?mlich keinen Fernseher, die wissen gar nicht, da? auch sie Deutschland sein k?nnten, wenn sie doch nur ab und an ferns?hen und sich berufen lie?en.<br />
Nee nee Leute, <strong>richtige Baustelle, aber falscher Film</strong>. Wer oder was ist denn nun wirklich Deutschland? -Dieses Kasperltheater, das die Herrschaften da in Berlin abziehen etwa? Der W?hler hat eindeutig gesprochen, und nun, nach 4 Wochen hat man sich doch noch dazu durchringen k?nnen, im W?hlerauftrag das Arbeiten beginnen und die Arroganz der Herrschenden ablegen zu wollen. Koalitionsverhandlungen, wenn ich das schon h?re! Was gibt es denn da noch zu verhandeln? Die Kost?me sind verteilt, bitte hinten anstellen, ihr Ticket liegt am Schalter f?r sie bereit. <strong>Und dann ab zum Mond, oneway.</strong><br />
Diese 82 Millionen Deutschl?nder kommen gar nicht umhin, sich verarscht zu f?hlen. Zum Beispiel, lieber Herr M?ntefering, pl?tzlich nun doch 2% Mehrwertsteuererh?hung fallen mit Sicherheit nicht mehr unter &#8222;<strong>man mu? manchmal Kompromisse eingehen</strong>, um eine stabile Regierung zustande zu bringen.&#8220; Ach was soll&#8217;s auch, wir ham&#8217;s ja, nicht? Dieser Eindruck dr?ngt sich echt auf, wenn man zum verkaufsoffenen Sonntag in die Stadt geht. Da wird konsumiert bis die Schwarte kracht. Als ob es da was anderes g?be. Oder billiger. Oder von h?bscheren Verk?uferinnen. <strong>Und noch ein Eis und ne Wurst dazu</strong>, bruacht Mami sp?ter nicht mehr kochen.<br />
Ihr Kinner, ich sach&#8217;s Euch, wenn ich Deutschland bin, dann liegt das Land bald ganz weit weg.</p>
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		<title>Oben und unten &#8211; alles mu? raus!</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2005 21:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Es mag kein Geheimnis sein, da? ich Bahnfahren grausam finde. Zumindest im Nahverkehr hat diese traditionelle Form der ?ffentlichen Bef?rderung durch <strong>Versp?tungen und ?berf?llte Z?ge</strong> seinen Charme verloren. Wenn ich doch einmal Bahn fahre, dann geschieht das nicht aus Umweltbewu?tsein, sondern hat immer seinen guten Grund.<br />
So wie auch heute, Krefeld &#8211; Bonn. Umsteigen in K?ln in eine versp?tete, viel zu kleine RegionalBahn, in der ich auch noch die ganze Strecke stehen mu?te. Links ein versagtes Deo, direkt vor mir zehn Kilo Schuppen auf schwarzem, speckigen Kragen, irgendwo h?lt jemand nichts vom Rauchverbot, und von hinten rechts kommt mir <strong>Hungermagen mit Kaffee-Kippe</strong> ?ber die Schulter gekrochen.<br />
Und wann immer man denkt, es kann gar nicht mehr schlimmer kommen, hat der Rheinl?nder noch was in Petto!<br />
Ein beim Einsteigen schon recht desolat wirkender <strong>Anh?nger des 1. FC Podolski</strong> in auffallender Vereinstracht suchte sich zielstrebig ein Pl?tzchen zum Sitzen und nickte kurz nach K?ln Hauptbahnhof seelig weg. Betrunkene Fu?ballfans sind mir pers?nlich ja am liebsten, wenn sie schlafen. Nach kaum 10 Minuten Fahrt in diesem ohnehin brutal ?berf?llten Zug wachte der Kerl dann auf, um sich aus voller Brust nach allen Seiten gro?z?gig zu ?bergeben. Nein, ich sollte besser &#8222;<strong>er kotzte alles voll</strong>&#8220; sagen, denn das Bild, das dieser Mensch da bot, war absolut unterirdisch. Klar, da? das auch die Aufmerksamkeit meiner Mitreisenden erregte, die ihn erst kr?ftig anfeuerten, nur um ihn dann f?r die Sauerei zu beschimpfen und ihn mit Klopapier dekorierten. Die beiden jungen Polizeisch?lerinnen vor mir mu?ten gl?cklicherweise an der n?chsten Haltestelle raus, sonst h?tte ich wohl eine vollgekotzte Jacke gehabt. <strong>Die eine war schon ganz gr?n im Gesicht</strong>. In solchen Momenten bin ich irre froh, durch die Strapazen des Zivildienstes meinen Brechreiz erheblich gesenkt zu haben. Und auch ich gebe zu, da? der Zivildienst-Bonus irgendwann aufgebraucht war und ich daher froh war, das ganze nicht zwingend mit ansehen zu m?ssen, direkt unter der L?ftung zu stehen, und auf den Ohren die neue <strong>Apoptygma Berzerk</strong> gehabt zu haben, denn so ?bert?nte dies wenigstens das Gepl?tscher des Fu?ballfans. (?brigens, an dieser Stelle sei schnell erw?hnt, da? das Album extrem gew?hnungsbed?rftig ist, aber die Coverversion von &#8222;Cambodia&#8220; definitiv ?berzeugt und hundert pro besser ist als das Original von Kim Wilde, die ja darin eigentlich nie den Ton getroffen hat.)<br />
Bei unserem <strong>Aktionsk?nstler</strong> scheint aber nicht nur das letzte Bier, sondern eher die letzten 20 Bier schlecht gewesen zu sein, denn auf einmal meldete das olfaktorische Register noch einen zweiten Geruch, den diese Kreatur, die wenig an Zivilisation erinnerte, aus der anderen K?rper?ffnung absonderte.<br />
Es lag sicher nicht nur an ihm, da? sich der Zug immer weiter entleerte, und so der Kreis derer, die das Schauspiel unfreiwillig miterleben mu?ten, kleiner wurde. Irgendwann grunzte der Kerl noch was von &#8222;Godesberg, ich mu? nach Godesberg&#8220;, und ich ?berlegte echt, ob ich nicht in Bonn aussteige und die U-Bahn nachhause nehmen soll. Unertr?glich war der Gestank am Werden, und so mit der Zeit machte mir der Kollege Angst. Sp?testens, als er nochmal Br?ckchen hustete und <strong>der P?bel wieder was zum Gaffen</strong> hatte, und dann aus der Stille nach den pl?tschernden Lauten seine verklebten Stimmb?nder was von &#8222;Arzt&#8230; ich brauche einen Arzt&#8230; w?hlt denn niemand 112&#8243; grunzten und sich die K?pfe pl?tzlich wegdrehten, hatte ich ein akutes Gef?hl von Alleinsein mit einer Situation, die mir alles andere als geheuer war.<br />
Von den anderen Herrschaften machte niemand Anstalten, also fa?te ich mir ein Herz und <strong>dr?ckte den Knopf der SOS-Sprechanlage</strong>. Beim zweiten Dr?cken bekam ich auch prompt eine Audienz beim Zugf?hrer und orderte einen Krankenwagen, der sich um unsere beinahe-Alkoholleiche k?mmern sollte. Was so toll an der Auslegware in dem Abteil gewesen ist, da? da alle, die ich danach ansehen wollte, spontan hinschauten, ist mir schleierhaft.<br />
Vielleicht war es ja eine Fehlentscheidung, ?bertrieben, nicht n?tig, was wei? ich. Wenn aber vor meinen Augen einer liegt, der nicht mehr nach unten, sondern sich selbst den Hals vollkotzt, dann h?rt der Spa? auf. Es kann doch nicht im Ernst sein, da? ich der einzige in diesem ganzen Zug war, der da ein extrem ungutes Gef?hl bei hatte, einen so zugerichteten Mitmenschen einfach seinem Schicksal zu ?berlassen! Was laufen da drau?en blo? f?r Leute rum? -Man mu? schon Angst haben, da? man geholfen bekommt, wenn einem selbst mal was fehlen sollte&#8230;</p>
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		<title>5 nach aldente</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2005 23:09:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie lange 8 Minuten doch sein k?nnen! Und ich meine das nichtmal im Hinblick auf die Tatsache, da? ich <b>mit knurrendem Magen</b> nach 90min strammen Trainings am Herd stand. Es waren wie so oft die Umgebungsvariablen, die mir diese 8 Minuten wie Stunden erschienen lie?en. (Vielleicht interessiert es zudem an dieser Stelle, da? ich normalerweise die billigen <b>Hartweizengrie?-Nudeln</b> vom Discounter per Erfahrungswert gute 10-12 Minuten einweiche, bevor ich sie f?r wirklich genie?bar befinde.) W?hrend das Wasser noch dem Siedepunkt entgegenstrebt, bin ich mehr als nur bem?ht, den meinen nicht zu erreichen. Mich zu beruhigen, und zwar damit, da? ich <b>das alles bald nicht mehr ertragen</b> mu?. Mich daran zu erinnern und immerwieder neu selbst zu ?berzeugen, da? auch billiger Edelstahl keines von den Viechern, Sporen und Einzellern, die sich so zahlreich drumherum tummeln, an mein gutes Essen durchl??t. Als ich die Nudeln ins Wasser sch?tte, kommen 5 weitere Umgebungsvariablen hinzu, also quasi <b>eine Gleichung mit nun 5 Unbekannten</b>. Ich ringe sehr mit mir, besinne mich auf meine guten Manieren, rei?e mich permanent am Riemen, nur, um die Gleichung nicht nach einer der Unbekannten aufzul?sen. Stattdessen klammere ich aus: alle Unbekannten auf die Terasse. Hat funktioniert, aber der Spott ist mir sicher. Tjaha, was bin ich auch f?r <b>ein saubl?der Spie?er</b>. Ach nee, &#8222;junger Mann&#8220; hat eines der Kinder ja zu mir gesagt. Als ich die Nudeln abgie?e, sind genau 8 Minuten rum. So lange haben wir fr?her nie f?r ne Zigarette gebraucht! Thunfisch, Zucchini, Nudeln, Tomatenmarkt &#8211; alles in die Pfanne, jetzt nur nicht tr?deln, sonst kommt die Horde und missioniert die K?che mit pseudo-pflichtbewu?tem Abwasch. Ich beschlie?e beim Umr?hren, keinen Ha?-Beitrag auf die holl?ndische Studentenwelt zu schreiben. Beim Anrichten steht das Fazit fest, das ich mir auch f?r die n?chste Zeit auf die Fahne schreiben werde: Sich nicht die Szene von Komparsen versauen lassen, sondern wieder <b>mehr auf die Protagonisten konzentrieren!</b></p>
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		<title>Alle Jahre wieder</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2004 15:50:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Segen einer Studentenstadt liegt manchmal auch sehr nahe an dessen Seuche. Wieder ist ein Jahr rum, mann, verdammt schnell ging das. Mein Verbindungsidioten-Nachbar und ich reden noch immer nicht mehr als das N?tigste miteinander, also mu? der Groll doch recht tief sitzen. Erinnern wir uns: Seine Horden sind bei uns eingefallen, raubten und brandschatzten und hinterlie?en etwas, was diesem Vokabular folgend im verkleinerten Ma?stab gut mit &#8218;verbrannter Erde&#8216; bezeichnet werden kann. Heuer ist es wieder soweit, diese Stadt und ihre nicht-involvierten Bewohner m?ssen die Krankheit ertragen, die die Verbindungen einmal im Jahr auf &#8222;die Neuen&#8220; loslassen: die <a href="http://www.inkom2004.nl/" target="_blank">INKOM</a>.<br />
Inkom, das ist wie <b>Diarrh?, Husten, Schnupfen, Ohr- und Zahnschmerzen gleichzeitig</b>. Das klebrige, gelbe Sekret sind all die, die dieser Virus befallen hat. Fast wie bei Stephen King glaubt man nicht nur dem Ausnahmezustand gegen?berzustehen, sondern auch daran, da? alle anderen irgendwie Zombies sind, vor denen man sich besser gut h?ten sollte.<br />
Pilgernd <b>ziehen sie gen Mecc(a)</b>, sich alle supi kennenzulernen w?hrend man ohne R?cksicht auf <b>kollaterale Sch?den oder v?llige Verbl?dung</b> mit asozialem Verhalten als Resultat sich betrinkt. Ach nein, ich verga? schon wieder! Hier hat dieser Zustand ja einen Namen, ja eine eigene Vokabel: <b>gezellig!</b><br />
Morgen fr?h werden wieder dutzende Studenten von dieser <a href="http://www.heineken.nl" target="_blank">fiesen Pl?rre</a>, die man bei den traditionsreichen Festivit?ten ausschenkt, schier unendliche Kopfschmerzen haben. Andere werden zwischen stark reinigungsbed?rftigen Laken entweder in ihrem eigenen Erbrochenen oder mit einer im n?chternen Zustand h?chst widerw?rtigen Person, die man vor 8 Stunden nichtmal kannte, geschweigedenn h?tte kennen wollen, aufwachen. Hier ist die Frage erlaubt, welches das ?blere ?bel ist. Kondome wird man zum Gl?ck in den Welcome-Packs verteilen &#8211; allerdings erreichen die meisten eh nicht ihre Bestimmung. Diese &#8218;gezelligen&#8216; <b>M?chtegern-Erwachsenen</b> werden 1001 Anwendung daf?r finden: Egal ob ?berdenkopfziehenundaufblasen, Autoantennendekoration, oder mit Wasser gef?llt zum ach so witzigen Rumwerfen. Klasse.<br />
Den Deutschen Studi erkennt man auf 50 Metern auch noch mit 8 Promille und verbundenen Augen. Nicht, da? wirklich jeder dieser Tage seine Eltern dabei haben zu scheint, nein, noch nie ist es mir so deutlich gewesen, wie sehr sich Optik, Haptik und ?berhaupt das ganze Audio-Visuelle von den niederl?ndischen Spa?machern unterscheidet. Damit meine ich nichtmal die <b>Trekking-Sandalen, Eastpack-Rucks?cke und Salewa-Allwetterjacken</b>, die aus dem Golf IV mit D?sseldorfer, K?lner oder Aachener Kennzeichen aussteigen und gleich so einen gewissen pfadfinderischen Ehrgeiz an den Tag zu legen scheinen, wie man sich denn nun hier, im Ausland!, wohl am geschicktesten bewegt. Und wohin vor allem. Andere tauschen im Dialog auch brandhei?e Neuigkeiten ?ber die &#8222;in-come&#8220; aus. S??, ausgesprochen goldig, sowas. Hach ja, wir waren auch mal jung&#8230;<br />
All das geht aber dieses Jahr nicht vonstatten, ohne da? das Wetter als mein extrapolierter, hoch empor gehaltene Mittelfinger fungiert, der meine Ansprache, Willkommensbotschaft und Mitteilung an diese ganzen Gehirnspender ist, die ab heute 4 Tage Narrenfreiheit mit Hirnausschalten gebucht haben und darum meinen, die Stadt geh?re ihnen: Es gie?t zeitweise in Str?men! Nein Freunde, in Wahrheit geh?rt Ihr dieser Stadt, und es wird ein verdammt langer und anstrengender Weg, bis sie Euch wieder in die Realit?t erbricht. Wehe dem, der sich bei der S?ure und Peristaltik, die ihn/sie in den kommenden Jahren erwartet, nicht <b>besser ein dickes Fell</b> zulegt.</p>
<p>PS: Nicht vergessen, mir in die Comments zu schreiben, da? ich ja nur neidisch auf ein richtiges Studentenleben mit exzessiven Exzessen, l?sternen Gel?sten, l?cherlichen Lachnummern, freundlichen Freunden, und nat?rlich -nicht zu vergessen- lebenswertem Leben bin!</p>
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		<title>20 Jahre Privatfernsehen</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2004 22:37:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Grund zu feiern: 20 Jahre Privatfernsehen in Deutschland! ?berall war zu h?ren, da? die Verantwortlichen gleicherma?en wie die Protagonisten offenbar nichtmal selber wu?ten, wie es blo? passieren konnte, da? man sich derart lange auf dem Markt gehalten hat. Stimmt, ist mir ehrlichgesagt auch immerwieder ein R?tsel. Viel mehr Grund zur Sorge bereiten mir eigentlich die neuen &#8222;Formate&#8220;, wie sie der Fachjargon nennt. Ob das, was da in der Post-Big Brother&#8217;schen ?ra und ohne Chin-Chin geboten wird, ?berhaupt Format hat, bleibt stark anzuzweifeln.</p>
<p><span id="more-95"></span><br />
<img src="http://www.traumdieb.com/weblog/images/sos-thumb.jpg" width="145" height="193" border="0" class="blogimage" align="left" />Da wird geh?mmert und gebohrt, geschreinert und gepinselt, gen?ht und geh?kelt, gekocht und gebrutzelt &#8211; alles irre hilfreich, wenn man zwei linke H?nde hat, auf Wetter.de nachsieht, was drau?en gerade f?r ein Wetter ist und praktisch nie bei Mutti in die T?pfe geschaut hat. An anderer Stelle tr?llern die Goldkehlchen der Nation, sozusagen die Creme de la creme, rekrutiert aus Schulch?ren, der Fu?g?ngerzone, den Fischerch?ren, der Badewanne, und den Erben der Mini-Playbackshow. Nun gut, man mu? kein Experte oder Musiker sein, um zu entscheiden, wer von den Kandidaten was kann und wer nicht. Oftmals reicht es allein schon aus, die Augen und Ohren mal richtig aufzusperren. Wir alle sind RTL ja so dankbar f?r die erste Staffel von DSDS, oder f?r die Nicht-fernseher &#8218;Deutschland sucht den Superstar&#8216;. Mein Gott, was haben wir alle gefiebert, wer es denn nun wird. Die einen sch?ttelten den Kopf, die anderen applaudierten, als Daniel K?blb?cks Spreu endlich vom Weizen getrennt wurde, doch die Ehre des Senders war wieder hergestellt und die Nation bestand neuerdings aus Musikinteressierten. Diesem grandiosen Erfolg haben wir schlu?endlich auch alle Nachahmformate zu verdanken, wobei sich wohl au?er an die Preluders wegen ihrer sch?nen &#8230;?hm&#8230; Stimmen niemand mehr an die anderen Statisten erinnert. Die Weltmeister der medialen Inszenierung schaffen mit der aktuelle Staffel von DSDS diesmal einigerma?en hohes Niveau, das sich allerdings &#8222;nur&#8220; im zeitigen Rauswurf der Quotenschwuchtel, Proleten-Posern, und 17j?hrigen M?chtegern-Madonnas, die seit dem ersten Schrei nach der Geburt besser ihr Leben lang den Mund gehalten h?tten, offenbart.<img alt="dsds.jpg" src="http://www.traumdieb.com/weblog/images/dsds.jpg" width="142" height="84" border="0" class="blogimage" align="right" /><br />
Ein weiteres Geschw?r am Arsch der Unterhaltungsindustrie sind sogenannte Reality-Soaps. Ich wei? zwar nicht, wen es ?berhaupt interessiert, was die Verk?ufer bei Obi machen, nachdem sie mir eine Wandfarbe empfohlen haben, aber offensichtlich gibt es Menschen, die es unterhaltsam finden, wenn der Verwaltungsangestellte mit Mutti und Hosenschei?er im Baumarkt aufl?uft, die trotteligen Verk?ufer l?chert, um dann einen Bund Dachlatten zu kaufen. Optisch nicht minder absto?end ist die Abnehm-Geschichte mit Live-Kiloz?hler zweier stark ?bergewichtiger Sozialhilfeempf?nger. Wer sowas noch nie gesehen hat, weil er den ganzen Tag nicht vor die T?r geht, der kann sich dann auf der Fernsehbaustelle anschauen, wie Stein auf Stein ein Haus entsteht. Himmel, was eine Armut!<br />
<img alt="b?tschler.jpg" src="http://www.traumdieb.com/weblog/images/baetschler.jpg" width="148" height="180" border="0" class="blogimage" align="left" />Sogar vor der Kuppelei macht heute kein Intendant mehr Halt. In Frankreich wird ein nettes Anwesen zu einem Harem umgebaut, in der sich ein affektierter und gelackter Oberschmock mit aufgeb?geltem Hispanolook, also ein Reinstecker und Dosen?ffner wie er im Buche steht, mit einer Horde paarungswilliger Hobbyschlampen einsperren l??t, eine nach der anderen durchbohnert, um dann im k.o.-Verfahren die jene welche zu ermitteln, der er dann noch beim Abspann den Laufpa? geben kann. Bitter. Ganz ganz bitter. Kein Wunder, da? sich die Frauenbeauftragten von fern und nah dar?ber erz?rnten, aber in diesem Fall mu? ich mich sogar auf deren Seite schlagen, denn irgendwo mu? einfach Schlu? sein. Ob die Ollen nun gecastete Schauspielerinnen waren oder nicht spielt keine Geige, denn da drau?en laufen gen?gend Hirnis rum, die meinen, da? man Frauen grunds?tzlich so behandeln kann. Ganz klare rote Karte daf?r! Nicht viel besser ist es, geldgeile H?hner zu einem angeblichen Million?r ins sch?ne S?dafrika zu locken. Mal sehen, in was f?r einem Desaster das endet.<br />
Ich frag mich ja immer nur, warum die ausgerechnet die sch?nsten Pl?tze der Welt mit so einem M?ll und Abschaum verseuchen m?ssen. Hey, bei meiner n?chsten Seine-Fahrt mu? ich bestimmt daran denken, da? ich nu blo? nicht so heuchlerisch dreinschaue wie unser B?????tschler Marcel.<br />
<img alt="k?bl.jpg" src="http://www.traumdieb.com/weblog/images/kuebl.jpg" width="275" height="226" border="0" class="blogimage" align="right" />Kein sch?ner Land ist zu weit, um dort nicht &#8222;Show&#8220; zu machen und Sch?tze der Unterhaltung zu produzieren. Also Australien. Mitten im unber?hrten Urwald halten sich momentan die gr??ten Deutschen auf, um auf unsere Kronjuwelen Daniel K?blb?ck und Susann Stahnke aufzupassen. Hirnloser kann es kaum werden, als eine Bande schickimicki-VIPs in den Dschungel zu schicken und ihnen neben Gucci-Garderobe auch die Make-Up Dose zu nehmen. Die Star-All?ren d?rfen sie behalten, das ist ja schlie?lich Konzept und Daseinsberechtigung der Sendung. Zugegeben, Daniel K?blb?ck in 30000 Kakerlaken hat schon was. Das nenn ich Payback f?r all die opto-akkustische Beleidigung, die er uns geschenkt hat. Und da? Susann Stahnke auch ohne Schminke schei?e aussieht, ist seit dieser Sendung nun endlich auch kein Geheimnis mehr. Ich finde ja immernoch, da? sie bei ihrer Darmspiegelung damals die beste Figur gemacht hat, aber das ist meine unbedeutsame Meinung.<br />
<img alt="crocodile.jpg" src="http://www.traumdieb.com/weblog/images/crocodile.jpg" width="145" height="145" border="0" class="blogimage" align="left" />Bleiben wir in Australien, dann mu? einem das Treiben von Zoodirektor Steve Irwin auffallen. Dieser Landarzt-Verschnitt mit F?nfrisur schleicht nicht wie Heinz Sielmann auf leisen Sohlen durch die Wildnis, nein, dieser M?chtegern-Grzimek tobt wie auf Speed durch den Busch und geht allem, was kreucht und fleucht im wahrsten Sinne des Wortes tierisch auf die Nerven. Verge?t Michael Jackson, als er seinem Baby in Berlin direkt das Brandenburger Tor von oben zeigen wollte! Dieser Vollidiot hier nimmt seinen Spro? gleich mit ins Krokodilgehege. Da f?llt mir doch gar nix mehr zu ein. Naja, immerhin macht er alles ziemlich konsequent: Wenn einer seiner Stunts schiefgehen sollte, braucht hinterher nur noch jemand wischen&#8230; Ich hab von wilden Tieren eigentlich nur eine Vorstellung, n?mlich die, da? es eigentlich nur t?dliche und weniger t?dliche Tiere gibt. Ja und dann zeigt dieser Seilt?nzer, da? man da? Gift einer Cobra blo? nicht ins Auge oder Gesicht bekommen sollte, denn das ?tzt. Bravo, w?r ich wirklich nie drauf gekommen. Und tut das dann auch weh, wenn ich das im Blut hab? -Meine G?te, was geht das alles schief. Wie soll denn ein Kind einen vern?nftigen, sicheren und respektvollen Umgang mit Tieren lernen, wenn diese Clowns mitten in der Nacht ultra-giftige Spinnen aus ihren Erdl?chern ziehen und auf die v?llig aufgeregten Viecher einbr?llen, sie m?gen sich doch beruhigen?! Ganz ganz falsche Baustelle, wenn man mich fragt.<br />
Aber wen au?er mir st?rt das? Scheinbar keinen, denn die Spa?gesellschaft konsumiert hungrig jedes St?ck, das in den K?fig geworfen wird. Da? auch goldene St?cke Schei?e immernoch Schei?e sind, merken diese direkten Nachfahren der Primaten und Einzeller genausowenig, wie die Tatsache, da? sie in einem K?fig sitzen. Ihr Vorbild sind die Jungs von Jackass, die sich in einem Dixiklo durchshaken lassen und sich Feuerwerksraketen aus dem Arsch abschie?en. Echt klasse Leistung, ich hoffe sehr, da? mal eine dieser Raketen nach Hinte(r)n losgeht.</p>
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		<title>Deutschland, deine Dichter und Denker!</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2003 13:55:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="kling.jpg" src="http://www.traumdieb.com/weblog/images/kling.jpg" width="300" height="105" border="0" align="left" class="blogimage" />Die Deutschen schreiben und lesen wieder! Ja ist es denn zu fassen, der Deutschen liebstes Gut und h?chster Wert erfuhr dieses Jahr eine beispiellose Renaissance. Wer nun allerdings glaubt, diese Nation h?tte sich mit Dichterf?rsten, Philosophie und Klassikern befa?t, der wird derbe entt?uscht. &#8222;An meinem 27. Geburtstag hielt ich ein ganz besonderes Geschenk in der Hand: Meinen ersten Pornoschwanz.&#8220; So m?ssen heutzutage B?cher beginnen, um Einzug in deutsche Wohnzimmerschr?nke zu halten! Goethe, Schiller, Hesse und wie sie alle hei?en, es sei Euch post mortem eines gesagt: &#8222;Bebende Busen&#8220; und &#8222;brennendes Verlangen&#8220; sind heute abgemeldet, wenn sie nicht gerade in Gina Wild&#8217;s Biographie stehen.</p>
<p><span id="more-91"></span><br />
Viele haben es der mittlerweile b?rgerlichen Michaela Schaffrath nachgetan. -Mit mehr oder weniger erfolgreichen Schaffenswerken versteht sich. Zu nennen w?ren da vor allem Susanne Juhnke, Ingrid Steeger, Dieter Bohlen, Naddel, Daniel K?blb?ck, Stefan Effenberg, Alexander Superstar, der Gitarrist von Thomas Anders, Verona Feldbusch und schlie?lich Bum-Bum Boris Becker. Den kurzweiligen Unterhaltungswert dieser &#8222;Literatur&#8220; mag ich gar nicht anzweifeln, sind diese Niederschriften doch meist recht&#8230; nun, mindestens am?sant. Allerdings haben sie alle eines gemeinsam: Sie bewegen sich allsamt zwischen geistiger Inkontinenz und mentaler Masturbation, gehen sie doch nie ?ber eine Aneinanderreihung von spielerisch-leicht erz?hlten Pl?nkeleien und Schw?nke hinaus. Damit bewegen sie sich selten ?ber die schriftstellerische Qualit?t von ?rzteromanen hinaus, aber bitte, wem das reicht der m?ge damit gl?cklich werden.<br />
Woraus sch?pft eigentlich die vorliegende Arroganz, zu glauben, da? alle Welt an subjektiv wiedergegebenen Ergeinissen aus den ?berschneidungen der Leben von M?chtegern-Sonnenk?nigen interessiert ist? Wen interessiert der 13te Selbstmordversuch von Ingrid Steeger, der 34ste Entzug von Pappa Juhnke, die Alkoholikerin-Mutter von Bayern-Psycho K?blb?ck, und das erste Barthaar von Alexander? Oder nehmen wir das Hause Bohlen: Was, wenn sich Naddel, Verona und der Didder gemeinsam hingesetzt h?tten, und ein gigantisch triangul?ses Netz aus Darstellungen und Gegendarstellungen gesponnen h?tten, nur um gemeinsam richtig Kasse zu machen? Sind sie auch alle nicht die hellsten, eines k?nnen sie: rechnen! Und so zahlt es sich sicher aus, wenn man sich fachkr?ftige Unterst?tzung in Person einer Autorin besorgt, um dann die Welt mit unter dem Strich absolut nichtssagenden Geschichtchen zu bel?stigen. Die Bestsellerlisten sprachen da jedenfalls eine eindeutige Sprache, auch wenn die Herrschaften selbst in puncto Schreiben eher schwach auf der Brust sind. Da ergeht es ihren sogar schlechter wie der zweiten Gruppe von Jung-Autoren, n?mlich jenen, die den ganzen Tag die Tasten ihres Handys qu?len, nur um sich in Schriftform und ihren Freunden mitzuteilen. St?ndig haben sie sich was zu erz?hlen, und kommen dabei auf die tollsten Ideen, wie das Erlebte am besten in 160 Zeichen zu verpacken ist. Da bleibt die ein oder andere Abk?rzung und Verkr?ppelung nicht aus, soda? sich sogar Deutschlehrer heute mit einer Sprachmutation der ganz eigenen Art auseinandersetzen m?ssen. Daf?r wissen die Kids aber auch schon beim Schreiben in einer Klassenarbeit, wieviele Worte sie fabriziert haben &#8211; wir mu?ten da fr?her noch nachz?hlen. Viel schlimmer dagegen ist, da? so manch einer in einer realen Konversation gar kein Lachen mehr herausbringt, sondern nur noch sternchen-grins-sternchen oder LOL sagen m?chte&#8230; Aber zur?ck zum Thema!<br />
Mal im Ernst: Wenn es Dieter Bohlen auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller schafft, wie arm dran ist dann diese Welt? Ist es das, womit wir zuk?nftig immer rechnen werden m?ssen, da? jemand auf einem seiner karrierem??igen H?henfl?ge dann unbedingt ein Buch schreiben mu?? Oder am Ende seiner Karriere, nur damit man im Gespr?ch bleibt, auf Glamour-Parties eingeladen wird und dann sein Bild in der Bunten gedruckt findet? Vielleicht sollte ich auch ein Buch schreiben! Im Prinzip t?te ich nichts anderes als unsere Promis auch: Ich schreibe ein Buch ?ber Leute, die die Leser gar nicht wirklich kennen. Kennen k?nnen, um genau zu sein.<br />
Wenn ein Buch dann gut l?uft, gehen die Herrschaften f?r ein paar Tage ins Studio und nehmen ein H?rbuch auf, um der illiteraten Masse Rechnung zu tragen und diesen Markt auch noch abzusch?pfen. Denn wer zu faul oder zu bl?d zum Lesen ist, der kann sich dann wenigstens mit dem Ohr am Lautsprecher das anh?ren, wor?ber die Bildzeitung seit Tagen schreibt und woran sich die Nation spaltet. Jaja, die Deutschen lesen eben wieder. Eigentlich ein gutes Zeichen, w?re da nicht der Mix aus Autor und Inhalt. Anstelle im Sinne der Pisa-Studie etwas f?r die Bildung zu tun, verbringen wir unsere literarische Freizeit mit Toilettenlekt?re von Bohlen und Co.<br />
Und so geht kein Weg daran vorbei, da? am morgigen Weihnachtsabend unz?hlige dieser &#8222;Meisterleistungen&#8220; entweder als Buch oder H?rbuch ihren Weg unter den Christbaum finden werden. Kling Gl?ckchen? -Nee, dann lieber total besoffen durch&#8217;s Weihnachtsfest.</p>
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		<title>Hoffnungslose F?lle</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2003 16:55:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zeitalter der Mediokratie nehmen die Bem?hungen um Unterhaltung (neudeutsch: Entertainment) zuweilen seltsame Ausw?chse an. Keine Angst, der Autor wird sich im Folgenden keineswegs ?ber Castingshows oder die Rhetorik von MTV-Moderatoren auslassen, auch werden die 0190-Sozialhilfepornos nicht Gegenstand der Kritik werden, nein, vielmehr besorgt mich das Niveau, auf dem selbsternannte Quizsender unterwegs sind. 9Live nennt sich eine dieser Krankheiten, der f?r sich in Anspruch nimmt, Deutschlands erster Quizsender sein zu wollen. Wer beim Stichwort &#8222;Quiz&#8220; allerdings an Hans-Joachim Kulenkampf, Hans Rosenthal, Wim Toelke, von mir aus auch an G?nther Jauch und J?rg Pilawa denkt, dem kann ich gar nicht sagen, wie falsch er damit liegt! Denn diese Herren gl?nzten und gl?nzen noch durch wenn nicht spannende, dann wenigstens hochwertige Unterhaltung im w?rtlichen Sinne. Zurecht mag die Bezeichnung &#8222;Quiz&#8220; dann gelten, denn darunter versteht man gemeinhin Fragen- und Antwortspiele, so der Duden. Jedoch mu? dabei eines beachtet werden, und das wu?te man schon im alten Rom, wo &#8218;Brot und Spiele&#8216; eine l?ngere Tradition hatten: Quod licet Iovi, non licet bovi &#8211; was Jupiter erlaubt ist, ist nicht dem Ochsen erlaubt.</p>
<p><span id="more-72"></span><br />
Der unterhaltungssuchende 9Live-Zuschauer hat extremes Gl?ck, wenn er zum Sprachen-Quiz einschaltet. Der Moderator scheint zumindest den Realschulabschlu? zu haben, zur Sicherheit ist als Backup noch ein intellektuell wirkender ?lterer Herr anwesend, der per Untertitel als Professor Sowieso der Universit?t Markheidendorf ausgewiesen wird. Stopp! Hat Markheidendorf ?berhaupt eine Universit?t? An derartigen Fragen sollte man sich erst gar nicht aufhalten, schlie?lich handelt es sich hier um ein Produkt der Traumfabrik Fernsehen, und Sean Connery war privat auch nie im Dienste des Britischen Geheimdienstes t?tig. Es gilt einen Begriff aus dem Franz?sichen zu l?sen, dent de sagesse. Der erste Anrufer, der aus 49 Cent f?r den Anruf 2500 Euro machen m?chte, hat leider Pech, denn sein L?sungsvorschlag von &#8218;Zahnpasta&#8216; ist leider falsch. Es folgen noch f?nf andere Kuriosa, wo man sich nur fragen kann, wer so bl?d ist, auf gut Gl?ck anzurufen, wenn man nichtmal ein wenig Franz?sisch kann. Unser Professor wird langsam ungeduldig und schl?gt vor, sich dem Begriff durch herleiten der Teilw?rter zu n?hern. Wieder Fehlanzeige. Schlie?lich nimmt er die Sache selbst in die Hand und kl?rt all diejenigen, die mittags um 12 vor dem Fernseher sitzen k?nnen dar?ber auf, da? der Begriff von lateinisch dens, dentis herr?rt, man denke doch mal an die veraltete Berufsbezeichnung Dentist. Bevor der Moderator ihn abw?rgt, schl?gt er vor, den zweiten Teil doch von &#8218;weise&#8216; abzuleiten. Ich z?hle ohne Kenntnis der Franz?sischen Sprache eins und eins zusammen und l?se richtig auf: Weisheitszahn. Bingo. Es dauert noch vier Anrufer, bis die L?sung schlie?lich zum Wucherpreis von 4500 Euro ?ber den Aether geht. Applaus &#8211; ganz toll gemacht! Welch eine Leistung.<br />
Richtig anspruchsvoll sind die anderen Obstakel, mit denen 9Live um die Gunst der Zuschauer und die Anh?ufung von Kapital ringt. Irrgarten und Labyrinth-R?tsel, Puzzle, oder &#8222;Wie viele Fehler sind im rechten Bild versteckt&#8220; haben allesamt den gro?en Vorteil, da? dabei der Moderator im Splitscreen-Fenster nur noch auf Briefmarkengr??e in der oberen rechten Ecke des Bildschirmes zu sehen ist. Sein niveauvoller Redeschwall allerdings bleibt dem Zuschauer nicht erspart, immer wieder und immer lauter und heftiger feuert er die Leute an, doch endlich den H?rer zu nehmen und 49 Cent auf das Konto des Senders zu schaufeln, schlie?lich wisse man doch die L?sung! Derweil spielen sich Dramen in deutschen Wohnzimmern ab, wenn der Vater, den Kartoffelchips-fettigen Finger auf der Mattscheibe dem Labyrinth nachfahrend, seinen Kindern beim R?tseln hilft, und die Mutter beklagt, da? sie erst heute Morgen mit Sidolin die Spuren vom Vortag beseitigt h?tte. Schlie?lich scheint die L?sung gefunden, doch der Vater z?gert, &#8222;erstmal h?ren, was der n?chste Anrufer sagt, man wei? ja nie&#8220;. Die Kinder flehen ihn an, doch sofort anzurufen, die Mutter stellt Ultimaten, mit dem Bl?dsinn aufzuh?ren und gibt schlu?endlich entnervt auf, als der Vater zu w?hlen beginnt. Der Moderator beschw?rt erneut die Nation, es sei kein Anrufer in der Leitung, er k?nne das nicht verstehen, es sei doch soooo einfach! Der Vater versteht es auch nicht, denn er h?rt seit f?nf Minuten die Warteschleife von anderen Mitstreitern. Nach einer weiteren Minute und 500 Euro mehr Gewinnsumme schl?gt der Moderator mit dem Kommentar &#8222;na endlich hab ich jemanden&#8220; zu, das hei?t, er w?hlt per Zufallsgenerator einen Anrufer, dessen Vorwahl vom System einer bildungsschwachen, sozial problematischen Arbeitergegend zugeschrieben wird, aus. Unser Gl?ckspils gewinnt f?r die geistige Meisterleistung 1000 Euro und scheitert am 17000 Euro Jackpot-Spiel. Unser Vater tupft seinen Kindern die Tr?nen.<br />
Na also! DAS nenn ich dochmal Unterhaltung f?r die ganze Familie. Da hat jeder seinen Spa?, und man kann richtig was lernen. Da kann sogar der Hauptsch?ler punkten, wenn es wieder hei?t &#8222;Wie fiehle R?chtschreipfehler sind in diesem Sads v?rstekkt?&#8220; Das ist ganz gro?es Tennis f?r den ge?bten Quizer. Allein im ersten Satz z?hle ich mehr Fehler, als die ersten drei Kandidaten f?r den gesamten Textabschnitt attestieren. Es ist schlicht haneb?chen, welche Abgr?nde sich dort auftuen. Daran ?ndert auch Frau Lehrerin nichts, die Nachmittagsdomina im Klassenzimmer mit gr?ner Tafel und dem Rohrstock in der Hand. Sie sieht aus, als w?rde sie selbst allenfalls den Klappentext ihrer Fernsehzeitung lesen k?nnen, und spielt dort die belesene Germanistin. Dabei leistet sie sich allein sprachlich unglaubliche Schoten, von denen man nicht m?chte, da? sie junge, noch illiterate Menschen in ihren Sprachductus ?bernehmen.<br />
Wie bl?d ist eigentlich diese Nation? Sollte es sich etwa mit der Bildung so verhalten wie mit dem Wetter? Ich bin sicher, da? es vor dem Beginn der Wetteraufzeichnungen Anfang 1900 noch hei?ere Sommer und noch k?ltere Winter gab &#8211; also mu? es auch in Zeiten der Pisa-Studie Leute geben, die vor Pisa eine miserable Schulbildung erfahren haben, anders ist diese Massenverbl?dung nicht zu erkl?ren. Angesichts dieses Senders, und unter der Premisse &#8222;Kein Produkt ohne Markt &#8211; kein Markt ohne Produkt&#8220; gibt es also Leute, die diese vergebliche Verschwendung von Sendezeit unterhaltsam finden. Und Attribute wie Schwierigkeitsgrad und p?dagogisch wertvoll lassen sich beim besten Willen keineswegs vergeben. Hei?t es nicht, der Mensch wachse an seinen Aufgaben? Gibt es keine Studien, nach denen aus F?ten, die schon fr?h Mozart und Beethoven geh?rt haben, intelligentere Kinder werden? Denn wenn das so ist, dann verbietet diesem Sender, Tag f?r Tag die Menschen zu unterfordern und so zu verbl?den! Denn vor den Menschen, die bei 9Live anrufen und die falsche Antwort geben, habe ich ab heute Angst!</p>
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		<title>Saurus bedankt YOU!</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Aug 2003 23:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Martin]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist kein Geheimnis, da? f?r den Fall, da? Dummheit weh t?te, manche Leute sich den ganzen Tag nur so vor Schmerzen kr?mmen w?rden. Interessant zu beobachten ist hingegen der gemeine Holl?nder, eine im Allgemeinen scheinbar absolut schmerzfreie Gattung, die gerne im Rudel auftritt, um gemeinsam der Dummheit zu fr?hnen.</p>
<p><span id="more-69"></span><br />
Ich mu? sagen, man macht schon so einiges mit als Student. Und nochmehr, wenn man als Deutscher im tulpenreichen Nachbarland studiert. Als Resultat bleibt es nicht aus, da? &#8211; getreu dem Motto &#8222;Was uns nicht umbringt macht uns nur h?rter&#8220; &#8211; der Tropfen, der schlie?lich das Fa? zum ?berlaufen bringt, immer und immer gr??er sein mu?, um den gleichen Effekt zu haben. Ich denke, f?r diesen Grad der Abstumpfung mu? man in vielerlei Situationen schon fast dankbar sein, sind es doch grunds?tzlich immer andere, die bis aufs Blut aufregen, provozieren und sich daneben benehmen, und nicht man selbst!<br />
Mit dieser Weisheit gewappnet egalisiert sich der Unterschied zwischen der holl?ndischen Spa?studentengesellschaft und allen anderen, die sich dagegen als &#8218;normal&#8216; empfinden, erheblich. Noch mehr Erleichterung verschafft die Kategorisierung von Verbindungsstudenten in verulkte Namen der Sauf- und Idiotievereine: Trachoten, Our-Anus, Analitas und wie sie alle hei?en &#8211; die zu Grunde liegende Krankheit oder Seuche ist bei allen die gleiche.<br />
Der durchschnittliche Niederl?nder lebt bis zu seiner Entlassung ins Leben im gut beh?teten und wasserdicht eingepackten Elternhaus. Ziehen sie dann mit 18/19 in eine andere Stadt, flippen sie v?llig aus: Sie entdecken, da? es lustig ist, wenn man schales Bier unter Zugabe zu lauter und grottenschlechter Musik trinkt und verlieren in der Folge bis fr?h in die Morgenstunden alle Hemmungen, die sich bis dahin all die Jahre ?ber in Anstand, Erziehung, R?cksicht und Werten manifestiert hatten. Nun gut, jedem das seine. Nur uns Normale schaut man dann dumm an, wenn wir das alles noch von unseren pubert?ren Exzessen mit 15 her kennen und darum keine Lust auf Wiederholung haben. Man zeigt mit dem Finger auf uns, blo? weil wir nicht mitkotzen, mitrandalieren, und mitpeinlichsind.<br />
Zum Gl?ck ist Holland ja so ein liberales Land, wo die Freiheit des Einzelnen noch gro? geschrieben wird, soda? man dann einfach in Ruhe gelassen wird. Dann hat man viel Zeit, um den Weizen in all der Spreu zu finden, oder anders gesagt sich auf die Suche nach den 10% der &#8218;Normalen&#8216; holl?ndischen Studenten zu machen, von denen man sicher 70% nie treffen wird, weil sie nicht in der selben Stadt wohnen. St??t man dann aber doch noch auf Einheimische, die Hoffnung zu machen verm?gen, so lernt man viel ?ber Verbindungen: Hintergr?nde, Mitglieder, Philosophie, Sinn und Zweck, und das who-is-who. Gemeinsam wird man stark!<br />
Tiefe R?ckschl?ge versetzen dann verbindungsaktive Wochen wie die allj?hrliche INKOM, die Einf?hrungswoche der Erstsemester, die den geologischen Vergleich mit &#8222;vermehrter Vulkant?tigkeit&#8220; nicht zu scheuen braucht. Die Seelenf?nger schwirren aus sie zu finden, zu fangen und zu knechten! Mit Alkohol und &#8222;supergeilen&#8220; Partys suchen sie sie gef?gig zu machen, um dann die Top of the Pops zur Entgr?nung zu laden. Ein Ritual, wie es stupider, kranker, nutzloser, und selbstverachtender nicht sein kann. Mein Gott, was sind das blo? f?r Helden, die erfolgreich entgr?nt werden, wenn sie wochenlanges Dauersaufen und -kotzen genauso ?berlebt haben wie das Verlieren beim Kekswichsen, den kollektiven Bordellbesuch mit gegenseitigem Zusehen, Burgerstapeln bei McDonalds um mit dem Geld ihre Verbindungspappas und -mamas feudal bewirten zu k?nnen, oder ohne Geld in London ausgesetzt zu werden? Was hat es f?r einen Stellenwert, selbst mit der schlimmsten Lungenentz?ndung im November an einem Entgr?nungscamp in Belgien teilzunehmen um dann schlie?lich auf der Intensivstation zu landen, nur weil man sonst als Verlierer dagestanden h?tte? Gibt es etwa im Niederl?ndischen kein Wort f?r &#8222;Selbstachtung&#8220;? W?rden diese Kollektiv-Proleten ihre schier unersch?pfliche Neugier nach dem n?chsten Abenteuer f?r etwas einsetzen, was sie richtig entgr?nte, wie etwa alten oder behinderten Mitmenschen ein paar Stunden ihres jungen Lebens schenken, h?tten wir es mit anderen Holl?ndern zu tun. Wer einmal hilfsbed?rftigen bei den Dingen geholfen hat, die sonst jeder von uns lieber hinter verschlossener T?re und alleine macht, w?ren es genau diese Leute, die davon abs?hen, ein vollgepi?tes Klo, Kotze an der Wand und den Super-GAU in der K?che f?r den n?chsten Dummen zu hinterlassen. &#8222;Das einzige, was du mit in dein Grab nehmen kannst, ist deine Ehre&#8220; sagte neulich ein selbsternannter Gentleman zu mir. Er ist Mitglied bei den angeblich letzten Gentlemen Maastrichts, deren Mitglieder sich immerhin so gut f?hlen, da? sie sich das Leben nehmen. Aber auch das m?ge jeder f?r sich entscheiden, Holland ist ja liberal!<br />
Wer in ein anderes Land zieht, sollte sich den lokalen Gepflogenheiten unterordnen &#8211; so auch in Holland. Doch im Verst?ndnis der Einheimischen scheint dies zu bedeuten, da? man jede Form von gelebtem Liberalismus tolerieren mu?, sonst ist man die schattenparkende Spa?bremse auf Lebenszeit. Dieser Logik folgend finden sich urpl?tzlich ohne Vorank?ndigung 20-30 l?rmende und der V?llerei fr?hnende Verbindungschaoten auf der gemeinschaftlichen Dachterasse ein und sorgen mit vereinten Kr?ften und unterst?tzt von einer Stereoanlage f?r einen Ger?uschpegel, der bei geschlossenen Fenster mich meinen Gespr?chspartner am Telefon nicht mehr verstehen l??t. Auf 180 fliege ich durchs Treppenhaus und ersuche den Halbstarken, der gerade die Anlage mit billigstem Holland-Techno befeuert, doch ein wenig leiser zu stellen. Er antwortet frech: &#8222;Wir sind doch drau?en!&#8220; -Ja richtig du Penner! Aber ich wohne ?ber der Terasse und ich h?re nichtmal mehr meinen Tinitus durch euren L?rm!<br />
Nat?rlich sage ich das nicht, sondern weise ihn lediglich darauf hin, da? noch mehr Menschen in diesem Haus wohnen, die vielleicht kein Interesse an dieser tollen Party haben. Er versteht mich nicht. Nicht nur wegen der Musik. Er kann das Gesagte einfach nicht begreifen. Er sieht nicht die M?glichkeit, da? andere Menschen nicht so sein wollen wie die Mitglieder seiner tollen Verbindung, die ihren oberfl?chlichen Smalltalk nur noch durch Schreien aufrechterhalten k?nnen.<br />
Das Ausleben seiner Freiheit ist dem Holl?nder meistens deutlich mehr wert, als die R?cksichtnahme auf andere. -Das ist mein Fazit und des Holl?nders Dogma. Denn ist der Holl?nder erstmal als gemein hin schlicht r?cksichtslos identifiziert, fragt man sich nur noch, warum es uns &#8218;Normalen&#8216; gerade so deutlich auff?llt. Sind wir Deutsche einfach zu sehr darauf bedacht, was andere von uns denken? W?scht der Deutsche nicht jeden Samstag seinen Wagen, kehrt die Stra?e, m?ht seinen Rasen und gibt nach au?en den Saubermann, nur weil sonst die Nachbarn reden k?nnten? -Vielleicht. Und vielleicht war genau das Fehlen dieses spie?igen Biedermann-Images das, was ich in Holland am Anfang so sch?n fand. Doch umso mehr regt mich die holl?ndische Ignoranz im Zusammenleben heute ma?los auf. Holland, ein Land das zu liberal ist f?r seine Bewohner.</p>
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